Sharkwater – Wenn Haie sterben (Softbox)

Dokumentation
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[Einleitung]
Hatten wir das nicht schon einmal? Ja, beinahe. Denn die kleinen Unterschiede spielen hier eine Rolle.Am 31. Oktober 2009 veröffentlichte polyband bereits eine Version von „Sharkwater – Wenn Haie sterben“ auf Blu-ray Disc und widmete sich mit einem High Definition Titel einem Urzeit-Tier, welches heutzutage weitgehend zu Unrecht verschrien als Bestie und Menschenfresser gilt: dem Hai. Dazumal kam der Silberling in einem Pappschuber und DigiPak daher. Bei dieser seit Januar erhältlichen Fassung hingegen handelt es sich um die eher klassische Softbox, in der das HD Medium auf einen Käufer wartet. Ansonsten ist alles beim alten geblieben, was für uns kein Grund ist, diese gute Erscheinung mit Nichtachtung zu strafen. Folglich saßen wir erneut im Heimkino und gingen auf Tauchfahrt zu den den Haien.

[Inhalt]
Der faszinierende, in atemberaubend schöne Bilder umgesetzte Film „Sharkwater“ ist weit mehr als nur eine qualitativ herausragende Dokumentation. Elegant verbindet er Schönheit und Grausamkeit des Lebens im Ozean miteinander. Regisseur Rob Stewart, Fotograf, Taucher und passionierter Hai-Kenner, wollte mit den Vorurteilen gegenüber Haien aufräumen. „Sharkwater“ zeigt in berauschenden Aufnahmen diese außergewöhnlichen und vollkommen friedlichen Tiere in ihrem zunehmend eingeschränkten, bedrohten Lebensraum.

Stewart betreibt in dem grandios bebilderten Film nicht nur Aufklärungsarbeit über Wesen und Natur der Haie. Die großartige, packend erzählte Doku ist auch ein eindringliches Plädoyer für eine Neudefinition der Beziehung zwischen Mensch und Tier.
(Quelle: polyband)

[Kommentar]
Am 11. November veröffentlichten wir unseren Review zum Titel „Sharkwater – Wenn Haie sterben“ auf dvdcheck.de. Dazumal beschäftigten wir uns mit dem ansehnlichen DigiPak der polyband-Programmauskopplung. In diesem Test hingegen widmen wir uns der Neuauflage, welche sich nach unserem Dafürsein in keiner Weise zur bereits erschienenen Version unterscheidet, bis auf die Tatsache, dass es sich um eine andere Umverpackung handelt. Daher folgt im restlichen Text des Kommentars zum Inhalt und der Bewertung der technischen Belange abgefasst unser Urteil vom 11. November 2009. Das Fazit hingegen thematisiert selbstverständlich die aktuelle Version des Titels:

Thematisch vergleiche ich Sendungen über Haie immer ein wenig mit jenen über Spinnen. Denn Spinnen sind irgendwie auch keine herkömmlichen Tiere, wenn es so etwas denn gibt. Aber sie sind auch keine Insekten, sondern eben Spinnen. Und Haie sind was das angeht ähnlich schlecht einzuordnen. Sie sind irgendwie nicht recht Fisch, jedoch auch nicht wirklich Säugetiere wie Wale. Nun wissen wir also, dass Haie, Spinnen und Pilze etwas gemeinsam haben und doch vollkommen unterschiedliche Lebensformen darstellen. „Sharkwater – Wenn Haie sterben“ lockt mit einem interessanten Thema. Doch kann der Inhalt die Anforderungen stillen und die durch Lobeshymnen erweckten Erwartungen erfüllen?

Letztgenannte Frage wird unsererseits bedenkenlos bejaht. Denn „Sharkwater“ vermag einen wirklich relevanten Aspekt von der Theorie in die Praxis umzusetzen. Es geht dabei um das direkte Verhältnis zwischen dem gezeigten Wissensblock über Haie und der Wirkungssphäre des Menschen und wie er mit seiner Umwelt in heutigen Tagen umgeht. Außerdem räumt der Titel glaubhaft mit den zahlreichen Vorurteilen über die Haie auf und macht deutlich, dass ein sehr negatives Bild über diese Tiere herrscht. „Sharkwater“ beeindruckt zudem mit zahlreichen wundervollen Aufnahmen von Untersee, die man keinesfalls alltäglich vor die Augen bekommt, womit uns letztlich auch ein gutes Fazit zu ziehen bleibt.

[Technik]
„Sharkwater“ auf Blu-ray Disc bietet sich mittels eines Full HD-Transfers in 1080p an. Das Seitenverhältnis beläuft sich dabei auf 1.78:1. Das visuelle Geschehen der Sendung gibt Anlass zur Freude und erfüllt auch das geschulte Auge mit einer sehr angenehmen Kost. Kontrast und Farbgebung sind in Ordnung und passen von der Abmischung her gut auf das gebotene blau-in-blau Umfeld. Die Blu-ray Disc 25, einseitig und einschichtig, bietet einen rundum gelungenen HD-Transfer. Gemäß dem technisch Möglichen fangen die Aufnahmen eine gelungene und hochwertige, plastische Umgebung unter Wasser ein. Rasche Bewegungen tun dem Transfer keinen Abbruch und die Kompression arbeitet sauber und still.

Wir erhalten wahlweise Sprachausgabe in englischer oder deutscher Fassung. Untertitel werden wahlweise hinzu geschaltet und helfen dem Hörgeschädigten. „Sharkwater“ ist eine Dokumentation, die insbesondere von ihren Bildern und dem dazu vermittelten Wissen lebt. Mithin gilt für den Ton, eine möglichst saubere und fehlerfreie Sprachausgabe abzubilden, musikalisch und in Sachen Hintergrundgeräusche passiert nämlich – ohne das es als besonders störend empfunden wird – recht wenig. Es bleibt ein zwiespältiger Eindruck, die Anforderungen des Inhalts hingegen erfüllt der DTS-HD 5.1-Sound.

[Fazit]
Was ist nun neu an dieser Version von „Sharkwater – Wenn Haie sterben“? Nicht viel. Was nun wirklich nichts schlechtes heißen muss. Immerhin handelt es sich um einen hochwertigen und sehr interessanten Inhalt, optisch fabelhaft aufbereitet und so strukturiert, dass auch eine erneute Ansicht für gute und auch anspruchsvolle Unterhaltung sorgt. Auf der Laufzeit von rund 89 Minuten haben wir es mit einem Thema zu tun, welches oftmals fehlinterpretiert wird. Hinzu zählen können wir noch die Bonusmaterialien: Making of, einen Trainingsfilm der United States Air Force und einige Trailer. Diese Dokumentation befindet sich auf einer 25 Gigabyte vorhaltenden Blu-ray Disc, die mit einer Altersfreigabe von ab 12 Jahren daher kommt. Erscheinungstermin war der 8. Januar 2010 zu einem Preis von rund 18,- Euro. Die Verpackung kommt inklusive Wende-Cover. Als empfehlenswert gelten aus unserer Sicht hier Inhalt sowie Technik und Preis-Leistung.

Andre Schnack, 22.02.2010

Film/Inhalt
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Bild
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Ton
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Extras/Ausstattung
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Preis-Leistung
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