So was von da

Comedy/Drama/Music
Comedy/Drama/Music

[Einleitung]
Wenn ich an Szene-Filme denke, wenn man das so überhaupt schreiben kann, dann fällt mir auch „Soulkitchen“ ein. Hier geht es jedoch um „So was von da“ (Engl. Titel „Right Here Right Now“) von Regisseur Jakob Lass nach einem Drehbuch von ebendiesem sowie Hannah Schopf nach dem Roman von Tino Hanekamp. In den führenden Rollen hier agieren vor der Kamera vorrangig Niklas Bruhn, Mathias Bloech, Martina Schöne-Radunski, David Schütter sowie Tinka Fürst. Diese High Definition Blu-ray Disc Version des Titels „So was von da“ erscheint aus dem Angebot des Vertriebs von universumfilm.

[Inhalt]
Hamburg, St. Pauli, Silvester. Oskar betreibt einen Musikclub am Ende der Reeperbahn. Sein Leben war ein Fest, doch die Party ist vorbei: Der Club muss schließen, Oskar ist hoch verschuldet. Die letzte Nacht des Clubs wird zur wildesten Party Hamburgs, auf der alle Freunde und Feinde von Oskar aufeinander treffen werden. Oskars zum Star gewordener bester Freund Rocky zerbricht am Ruhm, die lebenslustige Nina malt alles schwarz an, der aggressive Ex-Zuhälter Kiez-Kalle will Oskars Schulden eintreiben und dann sind da noch der tote Elvis, die Innensenatorin und — Mathilda, Mathilda, Mathilda.
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
So richtig viele Road-Movies und Music-Dramen gibt es eigentlich gar nicht. Oder zumindest keine sonderlich guten. Natürlich war ich erfreut darüber, dass wir es mit etwas neuer, frischer Kost aus deutschen Landen hier zu tun bekommen. Doch dann fiel auf, dass es so innovativ gar nicht ist, der Stil auch gar nicht mal so mit Alleinstellungsmerkmalen gesegnet und die Geschichte schon gar nicht derart unique, als das dies nicht auch andernorts geschehen könnte. Doch trotz all’ dieses norddeutschen Gelabers gibt es einen überraschend frischen und unterhaltsamen Charme und der Film hält sich über Wasser…

[Technik]
Natürlichkeit ist vielleicht ein Bestandteil eines jeden guten und auch farbenfrohen Bildtransfers. Oder etwa nicht? Hier ist es so, dass viele Bilder auch für die Zwecke des Inhalts dienen, auch eigentlich keine Seltenheit. Fällt für gewöhnlich jedoch nicht unbedingt auf. Hier ist es so. Der 1080p-Transfer im High Definition-Gewand tut sich gut an seiner Wiedergabe des 2.40:1-Geschehens, welches sich weitgehend ziemlich sauber auf dem Wiedergabegerät präsentiert und einer hohen Bildruhe sowie Detailschärfe erfreut. „So was von da“ hat durchaus seine Momente und ist visuell auch ausreichend ansprechend gestaltet, keine Frage.

Zu dem 16:9-Tranasfer gesellt sich auch ein High Definition Surround-Sound, und zwar im Format DTS-HD 5.1 in deutscher Sprache. Das wäre dann auch schon der einzige Soundtrack, der hier aufzuzählen sei. Nicht einmal deutschsprachige oder andere Untertitel sind auf der Verpackung ausgewiesen, noch auf dem Datenträger vorzufinden. Wie dem auch sei, der Ton bietet einige interessante Effekte in seiner Abbildung der musikalischen Elemente, denen es stets gelingt die Sprache nicht zu verschlucken. Räumliche Weite ist nur teilweise ein Element, welches auch als solches wahrgenommen wird. Oftmals spielen sich die zentralen und relevanten Dinge auf der Front ab.

[Fazit]
Mir gefiel die Grundidee nur bedingt gut, die Ausführung hingegen gelang ziemlich gut und hat auch das, was einen Film mit Stimmung ausmacht. Er unterhält zudem ganz gut. Das ist wichtig. „So was von da“ läuft 91 Minuten und ist freigegeben ab 16 Jahren, was auch dem Inhalt und der daraus resultierenden Anforderung an den Reifegrad des Publikums besser spiegelt. Erscheinungstermin war der 25. Januar 2019 und die Disc kostet aktuell rund 15,- Euro im Online-Handel. Zusätzliche Extras sind auf der Disc nicht vorzufinden. Wer diese Art von Film mag und die Portion Romantik schätzt, bitte sehr.

Andre Schnack, 04.02.2019

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆