Speed Fever

Dokumentation
Dokumentation

[Einleitung]
Wir bekommen aus dem Angebot von SchröderMedia den DVD Titel „Speed Fever“ ins Haus. Die Dokumentation über den Formel 1-Zirkus, also den Rennsport der Superlative in Europa und weltweit, wurde bereits 1978 abgedreht und beschäftigt sich also aus heutiger Sicht aus einer anderen zeitlichen Perspektive heraus mit dem Forme 1-Geschäft. Wir konnten diese DVD mit dem Film aus Italien von den Regisseuren Ottavio Fabbri, Mario Morra und Oscar Orefici, genauer unter die Lupe nehmen und drehten ein paar Runden…

[Inhalt]
Dokumentarspielfilm über das mörderische Formel 1 Geschäft! Faszinierende Bilder zeigen das Renngeschehen der 70erJahre. Noch nie gezeigte Aufnahmen der Formel 1-Szene lassen ihren Puls steigen und ihr Herz bis zum Hals schlagen. Dieser Film zeigt alles: Die dramatischen Unfälle von Stars wie Jochen Rindt, Niki Lauda oder Tom Pryce, Zeitlupenaufnahmen, Massenkarambolagen, Interviews mit Formel 1-Größen und die immerwährende Leidenschaft nach Abenteuer, Ruhm und Geschwindigkeit. Ein rasanter und authentischer Film mit allen Legenden des Motorsports und vielen Weltstars aus der Filmbranche.
(Quelle: Schröder Media)

[Kommentar]
Der Originaltitel lautet „Formula uno, febbre della velocità“ – da passt aus der Sicht hierzulande natürlich „Speed Fever“ schon weitaus besser. Und es geht ja schließlich auch um genau diese Speed. Nur kommt ein gewiss in einem geringen Maße notwendiges Geschwindigkeitsgefühl nur stark beeinflusst durch die mindere Bildqualität zur Geltung. Wie schade. Der Zusammenschnitt ist halt schon über 30 Jahre alt und dazumal sah die Welt und auch die Formel 1 noch anders aus.

Es ist toll zu sehen, wie sich Regeln, Autos, Fahrer und auch der gesamte Stil ein Stück weit verändert und natürlich auch technologisch weiterentwickelt hat. Beeindruckende Bilder spektakulärer Unfälle und weniger erfreuliche Aufnahmen vom Rennstrecken-Rand hieven die Altersfreigabe der FSK in die Höhe. Natürlich ist es ein gefährlicher Job, Ikonen des Rennzirkus‘ wie zum Beispiel Niki Lauda verkörpern eine weitaus martialischere Gattung Rennfahrer als viele der Teilnehmer heutzutage.

Hier treten vor der Kamera auf: Sydne Rome, Niki Lauda, James Hunt, Mario Andretti, Gene Hackman, James Coburn, David Niven, Michael York und weitere. Immer wieder sehen wir Menschen, die durch ihre Leistung in eine Art Vorbildfunktion rückten, obwohl sie zum Teil für ihren Sport und ihre Leidenschaft ihr Leben bewusst und weniger bewusst riskierten. Der Mix aus Aufnahmen verschiedener Quellen gefällt am Ende durch seine Qualität nur bedingt gut. Schade.

[Technik]
Beinahe sind wir es nicht mehr gewohnt, ein old-school 4:3-Vollbild-Transfer schmückt die Mattscheibe nach dem Einlegen dieser Standard Definition DVD. „Speed Fever“ bietet sich in einem zeitgemäßen und dazumal vollkommen üblichen Format und überrascht damit nicht. Einzige Option auf Veränderung wäre ein Zurechtschneiden des Bilds auf 16:9, allerdings würden dann Informationen verloren gehen. Und die Qualität des stets und oftmals sogar stark verrauschten und unruhigen, unscharfen Bilds würde dieses Zurechtschneiden auch nur eingeschränkt ermöglichen. Verunreinigungen sind auf dem Master auszumachen.

Wenig überrascht nehme ich einen deutschsprachigen Dolby Digital 2.0-Ton zur Kenntnis. Viel zu sagen und zu schreiben ist zu dem Ton und seiner Darbietungsgüte nicht. Denn er konzentriert sich auch genau das, was die Sendung „Speed Fever“ auch zu bieten hat: ein wenig Informationsvermittlung über die Sprachausgabe, die ausschließlich in deutscher Sprache im Overlay-Modus erklingt (also über dem englischen Originalton). Wenn Geräusche erfolgen, dann sind diese keinesfalls zu lokalisieren oder gute Qualität, sondern eher blechernd und klirrend… Untertitel gibt es nicht aufzufinden hier.

[Fazit]
Offen gestanden konnte mich diese DVD nicht vollends überzeugen. Technisch betrachtet ist sie mit Abstand ein Produkt, das wir in eben gleicher Qualität auch auf VHS hätten bekommen können. Wie schade. Inhaltlich hingegen sind die rund 97 Minuten gut investiert, wenn man sich denn bewusst ist, dass der Blick eben aus Perspektive Ende der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts ist. Die Altersfreigabe ist tatsächlich bei ab 16 Jahren laut FSK. Erscheinungstermin war der 23. August zu einem Preis von rund 10,- Euro.

Andre Schnack, 12.09.2012

  Film/Inhalt
:
  Bild
:
  Ton
:
  Extras/Ausstattung
:
  Preis-Leistung
: