Starship Troopers – Invasion

Action/Animation/Science-Fiction
Action/Animation/Science-Fiction

[Einleitung]
Wenn ich mich an den Original „Straship Troopers“ von 1997 erinnere, dann sind dies Gedanken an einen Science-Fiction Spektakel mit ungeheuerlich hoher Brutalität und Gewaltdarstellung, welches Publikum sowie Kritiker polarisieren und provozieren ließen. Aber auch an eine Art und Weise von Darstellung militanter und totalitärer Militärregierung, in der Krieg Alltag ist. Kann der Animationsfilm „Starship Troopers – Invasion“ von 2012 an den Erfolg anknöpfen oder von der Historie partizipieren? Wir sahen uns das Werk, welches aus japanischen und US-amerikanischen Geldern entstand, genauer an. Regisseur Shinji Aramaki arbeitete nach einer Grundidee von Autor Robert A. Heinlein und hier nach einem Drehbuch von Flint Dille. Diese Standard Definition DVD Version des Films kommt von Sony Pictures Home Entertainment.

[Inhalt]
Die Soldaten zweier Raumschiffe haben sich zusammengeschlossen, um einen massiven Bug-Angriff auf einen Außenposten der Föderation abzuwehren. Bevor die Mission jedoch abgeschlossen ist und die Überlebenden evakuiert werden können, fliegt ein Schiff plötzlich davon und verdunkelt sich auf unerklärliche Weise. Die restlichen, kampferprobten Soldaten eilen zu Hilfe und merken dabei, dass die Bugs auch ihre Heimat bedrohen. Mit modernster CGI-Technologie holt dieser Film von Produzent Casper Van Dien und Regisseur Shinji Aramaki (Appleseed) die Fan-Lieblinge Johnny Rico, Captain Ibanez und Carl Jenkins zurück auf die Leinwand.
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

[Kommentar]
Technologisch nicht auf der Höhe der Zeit, bzw. auf dem Niveau, welches heute machbar ist. Allerdings auch auf einem Grad, der überzeugt und vor die Mattscheibe bindet. Animationen, bei denen man das Gefühl bekommt, dass man weitgehend auf die Darstellung menschlicher Mimik und Gestik verzichten möchte. Auf der anderen Seite sind die Details gut gelungen und die Darstellung insgesamt erinnert an das Original „Starship Troopers“ von 1997. Auch bei den Bugs sagte man sich bei der Visualisierung „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“. Und das Rezept geht auf. Wir erhalten einen lebhaften, inhaltlich wenig überraschenden und soliden Action-Titel vor die Linsen, der gut auch mit Darstellern in einem Realfilm hätte verarbeitet werden können.

Die großartigen Leistungen des ersten Films von Paul Verhoeven sind heute nicht mehr erreichbar. Es ist a.) einfach eine andere Zeit geworden und das Kino hat sich schlichtweg weiterentwickelt, und b.) nach zwei mehr oder weniger sinnvolle und überzeugenden Fortsetzungen ist natürliche Skepsis bei Titel Nummer 4 auf den Plan gerufen. Diese versteht es die US-amerikanische und japanische Filmproduktion zumindest zum Teil zu zerstreuen. Action gibt es ausreichend, wenngleich es oftmals simples Geballere ist. Grünes Blut spritzt ebenfalls en masse und ohnehin handelt es sich um eben einen Kriegsfilm mit martialischen Darstellungen. Eben „Starship Troopers“, nur dieses Mal aus dem Computer in Form eines Kinofilms.

[Technik]
Die Darstellung der Portraits und Nahaufnahmen erinnert an Stücke wie „Appleseed“ oder „Final Fantasy“. Aber das macht rein gar nichts und verleiht dem Stück wirklich noch gefühlt einen Bonus an Qualität. Oftmals gibt es nur weniger gut ausgeleuchtete „virtuelle“ Sets und wir erhalten es mit praktisch ausnahmslos künstlichen Lichtquellen zu tun, in jeder Hinsicht hier. Der anamorphe Breitbild-Transfer weist ein Ratio von 1.78:1 auf. „Starship Troopers – Invasion“ verfügt über einen angenehmen und deutlichen Kontrast, die Detailzeichnung geht in Ordnung und überwiegend sind auch die Konturen in den Übergängen gut. Hier und dort hingegen lässt die Qualität temporär nach, warum auch immer. Die Kompression arbeitet sauber.

Tontechnisch findet „Starship Troopers – Invasion“ Abbildung im Dolby Digital 5.1-Mehrkanalton. Das Format findet hier Anwendung auf gleich mehrere Sprachfassungen: Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch (Kastilisch). Optionale Untertitel sind ebenfalls mit auf dem Datenträger abgefasst, und zwar in acht (8) unterschiedlichen Landesfassungen. Das Science-Fiction Spektakel weist teils brachiale Action auf. Dolby sei Dank erfüllt sich der Raum mit einem ausreichend lebhaften Ton, der sich auch auf den hinteren Kanälen nicht rar macht. Sprachausgaben sind davon unabhängig entsprechend verständlich und sauber im Klang. Von Fehlern gibt es nicht zu berichten.

[Fazit]
Oftmals sind Filme dieses Ursprung, also Herkunft: Computer, nicht mit allzu hoher Laufzeit beglückt. So ist es auch hier der Fall und das Sci-Fi Stück fällt mit rund 85 Minuten Spieldauer recht kurz aus. Auch macht sich das Menü sehr dünn und ein wenig auf „altbacken“. So schmücken simple Menüpunkte in weißer Schrift den statischen Untergrund und offerieren unter anderem auch folgendes Bonusmaterial:

– Filmkommentar
– Das Making Of Starship Troopers: Invasion (ca. 75 Min.)
– 2 entfallene Szenen (ca. 2 Min.)
– Gag Reel (ca. 3 Min.)

Die Extras beginnen mit dem Filmkommentar auf einem angenehmen Niveau, ohne das sich ein Wiederholungsfaktor hier einschleichen würde. Man kann sich das gut mal anhören und anschauen, fertig. Aber das Making Of ist wirklich gelungen und inhaltlich auch unterhaltsam genug für die hohe Laufzeit. „Starship Troopers – Invasion“ ist ab dem 25. Oktober im Handel erhältlich. Die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren laut FSK. Und es muss wahrscheinlich nicht mehr erklärt werden, warum dies der Fall bei einem „Starship Troopers“-Film ist.

Andre Schnack, 29.08.2012

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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