Stranger Than Fiction

Thriller
Thriller

[Einleitung]
Von der e-m-s new media AG erscheint der sehr aktuelle Thriller „Stranger Than Fiction“ nun als Code2-DVD für den deutschsprachigen Raum. Das Regiewerk von Eric Bross lockt mit jungen, interessanten Darstellern und einer ausgeklügelten, spannenden Geschichte um einen Mord und zahlreiche Überraschungen. In den Hauptrollen sind Dina Meyer (Starship Troopers), Todd Field (Das Geisterschloss), MacKenzie Astin (In Love And War) und Natasha Gregson Wagner (Düstere Legenden) zu sehen. Was die DVD technisch hergibt und wie wir den Film an sich bewerten, lest Ihr weiter unten.

[Inhalt]
Ein Erstlingsautor erzählt einer Barbekanntschaft von seinem Buch „Stranger Than Fiction“. Sein Werk handelt von vier Freunden, die in eine mörderische Ereigniskette geraten: Jared (MacKenzie Astin), ein erfolgreicher Jurist, der kurz vor einem entscheidenden Karrieresprung steht, stürmt verletzt und verwirrt zu seinen Freunden mit dem Geständnis, er habe soeben einen Einbrecher umgebracht. Mit den Freundinnen Emma (Dina Meyer) und Violet (Natasha Gregson Wagner) versucht man die Leiche auf dem Weg zur Hochzeit eines Freundes zu entsorgen. Erst gesellt sich eine zweite Leiche in den Kofferraum, dann wird auch noch das Auto abgeschleppt und schließlich stellt sich heraus, dass der erste Tote ein Polizist war. Was versucht Jarred zu verheimlichen?

[Kommentar]
„Stranger Than Fiction“ ist etwas Gemisch aus schon bekannten Story-Elementen (z.B. Leiche im Kofferraum und niemand weiß, was zu tun ist) und einem spannungsgeladenen Thriller um Mord & Vertuschung. Die Geschichte beginnt ganz harmlos, spitzt sich dann zunehmend immer weiter zu und eskaliert letztlich. Dabei wird sie so erzählt, dass bestimmte Tatsachen vorerst keine Erwähnung finden, um später die Geschichte aus einem anderen Blickwinkel erscheinen zu lassen. Die Inszenierung wirkt teilweise etwas übertrieben, aber dafür nicht minder spannend. Bis zur letzten Minute wird doch noch etwas neues aufgedeckt und die Spannung erhalten. Dafür ein Lob an Drehbuchautoren Tom Garrick und Scott Russell und Glückwunsch dem 31jährigen Regisseur Eric Bross. Die darstellerischen Leistungen variieren, überzeugen doch allesamt ausreichend. Insgesamt eine gelungene, spannende, rund 96 minutenlange Thriller-Unterhaltung.

[Technik]
Technisch gibt es nicht viel herausstechendes, dafür aber auch sehr wenig negatives zu verzeichnen. Die spannende und undurchsichtig anmutende Geschichte findet im 4:3-Vollbildtransfer (1.33:1) statt und die Eigenschaften des Bildes können sich sehen lassen. Der Kontrast wirkt nicht überzeichnet und wartet mit einer prallen, natürlichen Farbgebung auf. Was die Schärfe und die Bilddetails angeht, so wird hier etwas über dem Durchschnitt liegende Leistung geboten. Das plastische Geschehen weißt keinerlei Fehler auf und wird sehr ruhig auf den Fernseher bzw. Projektor gebracht.

Kommen wir zur Akustik. Es wird auf der Disc eine deutsche Dolby Digital 2.0, eine deutsche 5.1-Tonspur und eine englische Dolby Digital 2.0-Tomspur gefunden. Der Ton gibt nur recht selten Anlass zur Benutzung des hinteren, bzw. der hinteren Kanäle. Einige kleinere, direktionale Einlagen versüßen das sonst lebhafte und relativ weite Klangbild angenehm. Die Sprachausgabe ist deutlich, der Bass hätte etwas kräftiger ausfallen können. Rauschen oder andere Störungen treten nicht auf. Untertitel wurden in deutsch und in deutsch für Hörgeschädigte auf der Scheibe abgelegt.

[Fazit]
Die e-m-s bringt mit der Code2-DVD „Stranger Than Fiction“ einen erfrischenden Film auf einer technisch gelungenen DVD heraus. Die Geschichte in nicht in jedem Belang etwas brandneues, doch unterhält sie prächtig und bietet ausreichend Abwechslung. Nebst des 96 minutenlangen Thrillers befinden sich noch einige Bonusmaterialien auf der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9): 12 Trailer anderer DVD-Erscheinungen des Hauses, Hintergrundinfos über Dina Meyer und Natasha Gregson Wagner (+ Filmografien), eine Slideshow, der Originaltrailer und ein DVD-ROM-Part mit einem Demo des Computerspiels „Gabriel Knight 3“. Also auch in der Ausstattung durchaus einen Blick wert. Präsentiert werden diese Features über ein nett anzusehendes Bewegtmenü mit Soundunterstützung und einer einfachen Struktur dank der promptview-Technik. Wer Unterhaltung mit Twists & Turns sucht, der wird hier fündig und sollte das Geld – rund 45,- DM – ruhigen Gewissens investieren. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.

Andre Schnack, 12.11.2000

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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