Super Sucker

Comedy
Comedy

[Einführung]
Sunfilm Entertainment veröffentlicht die Jeff Daniels Comedy „Super Sucker“ von 2002 hierzulande nun als deutschsprachige Code2-DVD. Mr. Daniels – bekannt aus dem Streifen „Dumm und Dümmer“ – nahm nicht nur Platz im Regisseur-Stuhl am Set, sondern fertigte auch das Drehbuch des Films an. Davon ab spielt er auch noch die Hauptrolle in seiner Geschichte um einen von Misserfolg gekrönten Staubsaugervertreter mit einer etwas anderen Philosophie. In weiteren Rollen sind zu sehen Dawn Wells, Sandra Birch, Matt Letscher, Kate Peckham, Harve Presnell und Guy Sanville.

[Inhalt]
Fred Barlow (Jeff Daniels) ist Staubsauger-Vertreter mit Leib und Seele. Als der Konkurrenzkampf mit seinem Erzrivalen Winslow Schnaebelt (Harve Presnell) wieder einmal in einer ausgiebigen Schlägerei endet, hat ihr Boss die Nase voll. Ein letztes Verkaufsduell soll darüber entscheiden, wer das ganze Gebiet für sich alleine bekommt. Und wie immer sieht es für Fred Barlow und sein Team schlecht aus. Doch das Blatt wendet sich dramatisch, als der ewige Looser ein längst vergessenes Zubehörteil wieder entdeckt. Dank einer völlig neuen Verkaufsstrategie wird das handliche Gerät zum Quell der Freude für vernachlässigte Hausfrauen. Die Last wird zur Lust, und die gesamte Staubsauger-Industrie wird nie mehr so sein, wie sie einmal war.

[Kommentar]
Welch ein Titel, welch ein Film. Wer mit dem Schlimmsten rechnet, der liegt richtig. Jeff Daniels mimt nicht nur die Hauptrolle der Geschichte, sondern versuchte sich auch als Regisseur und Drehbuchautor dieses Stücks. Ich vermute, dass gerade die extrem dünne und oberflächige, flache Story den negativen Schwerpunkt darstelle; die anderen Zutaten, wie die darstellerischen Leistungen oder die Atmosphäre, das Team und die Zielsetzung der Story – sie alle bringen nicht gerade Worte wie Niveau oder Anspruch auf den Plan. Sondern sie tragen ihren Teil zum insgesamt enttäuschenden Eindruck bei. Ab und an hat die Geschichte ihre Momente, doch fehlt es an Substanz und konzeptioneller Stärke. Verkaufen und Frohsinn als Themen – das kann gut gehen, wenn die Umsetzung stimmt. Die überzogene Figurendarstellung mag noch bedingt Gefallen zu entlocken, doch bleibt ein dümmlicher Beigeschmack, der das Urteil zu stark prägt.

[Technik]
Ein anamorpher Breitbildtransfer im Format 1.78:1 bringt dem Betrachter die Erzählung nahe. Dieser verhält sich recht vernünftig, könnte aber in einigen Belangen wirklich an Niveau gebrauchen. Der Sunfilm Transfer macht keinen schlechten Job, er langt aus. Es reicht nicht, um in der hochwertigen Riege mit aufgenommen zu werden, doch Werte in den Segmenten Kontrast, Farbgebung, Schärfe und Detailgrad befinden sich allesamt in akzeptablen Bereichen. Highscore-Werte sind nicht zu verzeichnen – weder positive, noch negatives. Auch die Kompression geht in Ordnung. Ton gibt es, wie so üblich bei Sunfilm, in folgenden Formaten und Sprachen: Deutsch Dolby Digital 5.1, DTS 5.1 und Dolby Surround, und englische Sprache in Dolby Digita 5.1 und Surround. Und wenn sich die Tonspuren in den Qualitäten der Formate auch kaum unterscheiden, so kann Einheitlichkeit groß geschrieben werden. Diese befindet sich auf einem Level, der dem Genre gerecht wird.

[Fazit]
Der DVD Verleih-Start fand im August statt, die Kauf-Fassung folgt am 15. Oktober zu einem Preis von rund 20,- Euro. Die Showcase Entertainment Produktion erscheint in einer technisch ansehnlichen DVD-Fassung von Sunfilm Entertainment. Dies jedoch schönt nicht den rund 90minutenlangen Inhalt der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Dieser ist und bleibt nach wie vor Geschmackssache und wird voraussichtlich lediglich hartgesottenen Jeff Daniels-Fans gefallen. Die Altersfreigabe liegt bei 16 Jahren (Verpackungsangabe). Über das Menü der Disc können als Bonusmaterialien Bio- und Filmografien und Trailer erreicht werden. Mehr jedoch wird hier nicht ausgemacht und ein magerer Beigeschmack begleitet das Ensemble.

André Schnack, 08.09.2003

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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