Terminator 2 – Judgment Day

Action/Sience-Fiction
Action/Sience-Fiction

[Einleitung]
Live Entertainment präsentiert uns James Cameron’s („Titanic“) Blockbuster von 1991, „Terminator 2“. Erneut schlüpfte Arnold Schwarzenegger in die Rolle des Terminators, dieses mal auf der guten Seite. Wir sahen uns an was der Silberling hergibt, und ob die DVD-Version des Actionknüllers ihr Geld wert ist.

[Inhalt]
Nahe Zukunft: die rasend schnelle Entwicklung auf dem Sektor der künstlichen Intelligenz und der Robotik eröffnen den Menschen völlig neue Wege. Cyberdyne Systems behielt Teile des ersten Terminators und entwickelte diese weiter. Vor einiger Zeit wurde nämlich ein Terminator von Skynet, einem Super-Computer in der Zukunft, in die Vergangenheit zurückgeschickt. Er sollte die Geburt des zukünftigen Führer der Rebellen gegen die Maschinen verhindern, indem er Sarah Connor (Linda Hamilton) tötet – er versagte. Heute, einige Jahre später, werden erneut Cyborgs aus einer möglichen Zukunft zurückgeschickt: einer von der Widerstandsbewegung, und einer von Skynet. Das ältere, umprogrammierte Modell T-800 (Arnold Schwarzenegger) soll den noch sehr jungen John Connor vor dem weiterentwickelten, aus flüssigem Metall bestehenden T-1000 (Robert Patrick) beschützen. So beginnt ein tödliches Duell. Auf der einen Seite steht der T-800 mit seinen Verbündeten John und Sarah, auf der Anderen der schier unzerstörbare T-1000! Es bleibt dem Trio nicht viel Zeit zum Verändern der Zukunft. Egal wie dieser Kampf endet, er verändert die Zukunft der Menschheit.

[Kommentar]
„Terminator 2“ gilt zurecht als einer der besten Actionfilme des Jahrzehnts. Eine ausgefeilte Story mit genialen Special-Effects und einem glänzenden Arnold Schwarzenegger zeichnen dieses spannende Actionspektakel von James Cameron aus. Dieser leistete sogar so gute Arbeit, daß „T2 – Judgment Day“ mit 4 Oscars ausgezeichnet wurde, unter anderem für die überragenden Special Effects. Besonders erwähnenswert finde ich allerdings eines an diesem fulminanten Film: der Anfang ist toll, dann folgt eine sehr gute Handlung und die Geschichte endet mit einem sehr guten Ende. Damit können nicht viele Filme dienen, besonders keine Actionfilme. Hinzu kommt ein prächtiger Soundtrack und die dichte Atmosphäre eines beängstigenden Endzeitszenarios. Der Film wird trotz seiner hohen Laufzeit von 139 Minuten nie langweilig, ganz im Gegenteil, Spannung herrscht unentwegt. Actionsequenzen wechseln sich mit ruhigen, nachdenklicheren Teilen ab, stets rasant und gut geschnitten. Das ganze Rezept von „T2“ wurde dann noch mit einer Brise Humor abgeschmeckt und vollendet – in höchster Form.

[Technik]
Die Laserdisc-Version des Films diente lange als Referenz-Scheibe unter den Bildplatten, dementsprechend hoch sind natürlich auch die Erwartungen an die DVD-Fassung. Aber diesen Erwartungen wird die einseitige, THX zertifizierte RSDL-Disc (reverse spiral, dual layer) gerecht. Das Bild erfüllt auch höchste Ansprüche und präsentiert uns den zweiten Terminator in gestochen scharfen Aufnahmen. Der Kontrast ist stets ausgewogen und die Schatten klar und deutlich, die Präsentation erfolgt im originalen Kinoformat von 2.35:1, natürlich anamorph.

Nicht nur auf der visuellen Seite verbucht „T2“ viel Lob, denn ähnlich gut zeigt sich die Scheibe von den akustischen Eigenschaften. Die Kanäle sind exzellent getrennt und es gibt einige direktionale Effekte, eine Dolby Digital-Anlage vorausgesetzt. Alle Dialoge ertönen aus dem Center, lediglich ein wenig mehr Baß hätte der Dolby Digital-Track der DVD bekommen können. Der Surround-Soundtrack weißt diese „Schwäche“ nicht auf. Neben englischen 5.1 und Surround-Tracks, sind auch spanische und französische 2.0-Tracks enthalten. Für jede Sprache gibt es auch die passenden Untertitel.

[Fazit]
Mit „Terminator 2“ gelang Live Entertainment ein ausgesprochen guter Silberling. Die DVD wird hohen qualitativen Ansprüchen gerecht und kommt sogar noch mit ein wenig Bonusmaterial. Da sind zum einen die schon erwähnten Untertitel, zum anderen finden wir noch Production Notes, Cast & Crew Bios, einen Trailer und einen Teaser. Hübsch gestaltet wurden auch die verschiedenen Menüs. Im Scene Access-Bildschirm beispielsweise, erscheinen kleine Fensterchen der jeweiligen Kapitel, in denen ein Filmschnipsel abläuft – sehr schön. Rundum eine technisch sehr gelungene DVD, angewandt an einem der besten Actionfilme! Ganz billig ist der Tag der Abrechnung aber auch nicht, 70-80 DM müssen schon entbehrt werden (Listenpreis 35$). Dennoch, diese Scheibe wird Genrefans und Cineasten viel Freude bereiten – „Hasta la Vista, Baby“!

Andre Schnack, 22.10.1997

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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