The Beach

Drama
Drama

[Einleitung]
Neben Hits wie „The Abyss“ und „Independence Day“ erscheint nun der sehr aktuelle Titel „The Beach“ als Special Edition aus dem Programm des Studios Fox Home Video. Die US-Code1-DVD lockt viele weibliche Zuschauer mit einem recht unbekleideten Leonardo DiCaprio, andere mit einer vielversprechenden Geschichte und tollen Landschaftsaufnahmen. Neben dem Titanic-Star sind ferner Robert Carlyle, Guillaume Canet und die natürlich wirkende Schönheit Virginie Ledoyen zu bewundern. Wir untersuchten den Strand auf Planktonansammlungen, Haie und den besten Sonnenplätzen. Hier der Guide zu „The Beach“…

[Inhalt]
Richard (Leonardo DiCaprio), ein amerikanischer Rucksacktourist, macht Zwischenstopp im thailändischen Bangkok. Er befindet sich auf der Suche nach Erfahrungen, besonderen Erlebnissen und hofft auf einen Hauch von Abenteuer – und den soll er auch bekommen. In einer billigen Absteige trifft er auf den geistig verwirrten und völlig abgedrehten Daffy (Robert Carlyle). Dieser erzählt ihm bei einem Joint von einer abgelegenen Insel und deren grenzenlose Schönheit. Dort soll es den wundervollsten Strand überhaupt geben: blaues, klares Wasser, feiner weißer Sand und Palmen. Das Beste daran: niemand kennt den Weg in dieses Paradies! Am nächsten Morgen findet Richard eine Karte an seiner Hotelzimmertür und Daffy tot in dessen Zimmer. Richard fragt seine Nachbarn, ein französisches Pärchen, ob sie nicht mit ihm die Insel besuchen wollen. Eigentlich hat Richard nur Augen für die hübsche Francoise (Virginie Ledoyen), doch diese ist mit Étienne (Guillaume Canet) zusammen. Die Drei machen sich auf, und es lauert ein großes Abenteuer auf der Insel. Dort treffen sie nämlich auf eine kleine Gemeinschaft von Aussteigern. Unter der Führung von Sal (Tilda Swinton) erscheint es anfänglich tatsächlich der Himmel auf Erden… doch das erwartete Paradies offenbart nach einiger Zeit der Faszination und Freude auch viele Gefahren! Kein Glück ist von Ewigkeit.

[Kommentar]
Abgesehen von einigen kleinen inhaltlichen und logischen Fehlern wird hier rundum gute, Hollywood-typische filmerische Handwerkskunst bewiesen. „The Beach“ von Danny Boyle wartet mit einer interessanten Geschichte und guten Darstellern auf. Die Story ist in Bezug auf die Hauptfigur sehr gut ausgearbeitet, die Entwicklung Richards wurde prima dargestellt: seine anfängliche Freude, Euphorie und Unschuld sind gen Ende der Geschichte verflogen, man erkennt ihm seine gelernten Lektionen und die gemachten Erfahrungen an. Die Moral: den „Strand“ – oder besser das Paradies – nach dem sich jeder von uns sehnt, gibt es nicht. Bestenfalls in unserer Seele, in unseren Träumen und Vorstellungen. Leonardo DiCaprio verkörpert seinen Charakter mit Energie und Spaß an der Sache. Neben den ebenfalls überzeugenden Schauspielern an seiner Seite überzeugt „The Beach“ vor allem auf der visuellen und akustischen Schiene. Die hier gebotenen Aufnahmen suchen ihresgleichen und lassen jeden staunen und träumen. Sie versetzen sofort in Urlaubsstimmung! Wunderschöne Naturaufnahmen einer einzigartigen Landschaft werden mit einem passenden, recht modernen Soundtrack garniert und durch den Schnitt so richtig zur Geltung gebracht. Was bleibt: ein optischer Leckerbissen mit inhaltlichen Stolpersteinen, die jedoch jeder DiCaprio-Fan und Liebhaber spannender Filme zu verschmerzen weiss. Ein schönes Werk mit fabelhaften Bilden, überzeugenden Darstellern und einer überraschend spannenden Geschichte.

Exzellente Technik
Exzellente Technik

[Technik]
Technisch befindet sich die Fox-DVD „The Beach“ ganz auf der Höhe der Zeit. Die Bilder des wundervollen Strands erstrahlen durch einen hervorragenden 2.35:1-Breitbildtransfer mit durchweg überdurchschnittlichen Werten. Das Geschehen wirkt unglaublich plastisch, reich an Details und sehr klar und deutlich. Der Farbumfang gibt sich sehr natürlich, die prallen Farben des ausgewogenen Kontrasts hinterlassen ein schönes und vor allem extrem ansehnliches Bild, die Kantenschärfe überzeugt zudem. Die dunklen Töne einiger Aufnahmen – wie Schatten – bleiben plastisch und verschlucken kaum Details. Frei von Mastering-Fehlern und anderen visuellen Störungen bleibt der Transfer die ganze Spielzeit ein Augenschmaus.

Ähnlich sieht es beim Sound der Scheibe aus, denn dieser klingt unverschämt gut, besticht durch eine saubere und reiche Wiedergabe an direktionalen Soundeffekten, glänzt mit dezent, diskreten Hintergrundgeräuschen und einer gelungenen, satten und klare Musikausgabe. Das Mehrkanaltonformat kommt in Form dieses wohl abgemischten Dolby Digital 5.1-Tons voll zum Einsatz und nutzt das Potential des Mediums. Ob Hintergrundgeräusche, die Höhen & Tiefen, die klare und deutliche Sprachausgabe oder die häufigen Direktionaleffekte, stets befindet sich die Qualität auf einem sehr hoch angesiedelten Niveau. Zusätzlich befinden sich noch eine französische und eine englische 2.0-Surroundtonspur auf der Scheibe. Untertitel gibt es in englisch und spanisch.

[Fazit]
„The Beach“ macht technisch zweifellos wirklich etwas her und hinterlässt einen prächtigen Eindruck. Die Disc kann als Fest für Aug & Ohr bezeichnet werden und erfüllt nahezu jeden Anspruch eines Ton- und Bilderlebnisses. Der Inhalt der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) muss nicht jedem gefallen, wenn ich ihn auch als sehr unterhaltsam und gut empfand. Es ist eine Freude anzusehen, wie einer der erst sehr spät ins DVD-Geschäft eingestiegenen Majors im Filmgeschäft – der durch nicht sonderlich hochwertige DVDs auffiel – sich endlich zur positiven Seite entwickelt! Und „The Beach“ ist da ein Paradebeispiel. Denn neben dem 119 minutenlangen, spannenden Streifen beinhaltet die Disc noch folgende Special Features: ein Audiokommentar mit dem Regisseur, eine Serie geschnittener Szenen, Storyboards, eine Featurette, ein Musik Video, eine Soundtrack Promotion, die obligatorischen Cast & Crew Bio- und Filmografien, 5 Trailer und 10 TV-Spots. Na, das ist doch etwas! Der Listenpreis liegt bei Fox-typischen 34,95 US-$, was einen deutschen Käufer um die 65,- bis 70,- DM kostet. Zu haben ist die Scheibe seit dem 25. Juli. Kurzum: „The Beach“ lohnt sich, er unterhält, und darauf kommt es an! DiCaprio-Fans werden mit hoher Wahrscheinlichkeit eh nicht drum herum kommen. Empfehlenswert.

Andre Schnack, 31.07.2000

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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