The Expendables (Uncut)

Action/Adventure/Thriller
Action/Adventure/Thriller

[Einleitung]
Action? Wenn, dann wohl hier. Wir erblassen förmlich angesichts der Aneinanderreihung bekannter und noch bekannterer Namen. Alle stehen sie jeweils für große Garanten im Kino des Action-Genres. Und da ich mir erst vor kurzem den sehr aktuellen Action-Kracher „The Last Stand“ ansah, passt es ganz wunderbar, dass mir hier nun die High Definition Version von „The Expendables“ zwischen die Finger geriet. 2010 als US-amerikanische Filmproduktion abgedreht, erwies sich der Titel mit dem wahnsinnigen Cast als erfolgreich. Setzt der Film von Regisseur Sylvester Stallone mit Sylvester Stallone, Jason Statham, Jet Li, Arnold Schwarzenegger sowie Mickey Rourke und weiteren seinen Kreuzzug im Heimkino fort?

[Inhalt]
Barney Ross (Sylvester Stallone) ist der Anführer der härtesten Söldner-Truppe der Welt: The Expendables. Ihr Leben ist der Kampf. Und dabei vertrauen sie niemandem – nur sich selbst. Lee Christmas (Jason Statham), der ehemalige SAS-Messerexperte, Yin Yang (Jet Li), der Nahkampfspezialist, Hale Caesar (Terry Crews), der Feuerwaffenspezialist, Toll Road (Randy Couture), der Sprengstoffexperte, und der Scharfschütze Gunnar Jensen (Dolph Lundgren) bekommen den Auftrag, sich in ein südamerikanisches Land einzuschleusen, um den dort herrschenden, korrupten Diktator zu eliminieren. Für die ausgebildeten Krieger eigentlich keine große Herausforderung. Doch schon bald stellt sich heraus, dass ihr Auftraggeber ein doppeltes Spiel spielt. Die Expendables geraten zwischen alle Fronten und werden mitten im Kampfgeschehen plötzlich von Jägern zu Gejagten.
(Quelle: Splendid Film)

[Kommentar]
Schießereien, Jagden durch Dschungel und über Straßen, Wasserflugzeuge und schier unerschöpfliche Arsenale an Waffen und modernen, tragbaren Kriegsgeräten – wichtige Komponenten für diesen Film, ohne die praktisch nur „wenig Film“ übrig bliebe. Ja, so ist das bei den „Expendables“. Aber wie genau ist das so, wenn sich die Actionfilm-Größen der letzten drei Dekaden Hollywoods treffen und ordentlich Radau machen? Unterhaltsam, ja. Aber auch für jedermann geeignet? Nein.

Markige Sprüche, dynamische Kampfszenen und jede Menge Action zu Land, zu Wasser sowie zur Luft. Ein Programm, dass dem des modernen Kinos nur allzu gerecht wird. Allerdings ist die Art und Weise, bzw. die Konzentration hier das relevante Unterscheidungskriterium zu anderen Filmen des Genres. Dies beginnt bereits bei der Besetzung des Titels. Mehr Repräsentanz des Actionfilm-Genres ist praktisch wohl kaum vor die Kamera zu bekommen. Und die Intensität setzt sich auch über eine fahle, einfache und zu simple Story fort bis hin zur blutigen Darstellung einiger kämpferischer, oder besser, gar kriegerischen Auseinandersetzungen.

Doch nur darauf kann kein guter Film basieren. Drum komme ich zu dem Entschluss, dass es sich schon mehr um Genre-Kino handelt, als um ernsthaft gemeinte Unterhaltung. Klar finden wir hier mächtig Popcorn-Potenzial vor, ab und an darf geschmunzelt werden und die romantische Schiene wird vom ganz groben Ansatz her auch ein wenig bedient. Getreu dem Motto: auch unter den bösen, schweren Jungs gibt es Gute… Reduziere ich Hollywood und Ausgeburten wie „The Expendables“ auf das wesentliche, so gestehe ich: der Film unterhält.

[Technik]
„The Expendables“ bietet uns einen modernen High Definition-Transfer mit umfangreichen 1080p-Transfer. Die durchschlagende Truppe um Stallone begeistert mit einem dynamischen und wandlungsfähigen Bild, das die Wechselwirkungen zwischen hellen und dunklen Momenten gekonnt ausweist. Doch damit nicht genug, auch gelang der Kontrast gut. Hauptsächlich die ausschweifenden, üppigen Ballereien fordern diese Eigenschaft, da helle, grelle Lichter inmitten dunkler Nacht darzustellen sind. Details sind in der Nacht nicht so umfangreich vorzufinden, doch langt das gebotene Niveau aus und reißt die übrige Güte nicht herunter. Kompression? Sauber. 2.40:1 ist das Format.

High Definition finden wir hier auch im Bereich des Tons vor. Dabei kommt es weniger auf Qualitäten an, die zum Beispiel feine Dialoge, seichte Musik und die klare Darstellung weniger Umgebungsgeräusche einfordern. Hier geht es etwas grober zu, sehr grob. Musik und kurze Momente der Ruhe sind zwar vorzufinden und technisch auch gut, allerdings gehört die Bühne hier eher dem brachialem Kampf. Verschiedenste Momente fordern den Ton heraus. Dieser hält den Anforderungen stand und bietet einen ausgesprochen lebhaften Sound mit ausgewogenen Höhen und Tiefen, die ein gutes Zusammenspiel abliefern. DTS-HD 7.1 in Deutsch und Englisch.

[Fazit]
Die mehr oder weniger lustige Truppe rund um Sylvester „Sly“ Stallone kann eines auf jeden Fall: im gehobenen Alter nochmal extrem gut aussehen! Oder? Ich habe nun durch mein Alter die Karrieren von Arnold Schwarzenegger sowie Sylvester Stallone mehr oder weniger aktiv verfolgen können. Für mich gibt es hier einen deutlichen Bezug und somit bestimmt auch mehr Spass bei der Ansicht. So mag es nicht jedem gehen, der die gealterten Action-Helden nicht unbedingt im Kino verfolgen konnte. Wie dem auch sei, wer Popcorn mag, der mag auch diesen Film mit seiner Laufzeit von rund 104 Minuten.

Keine Verwunderung gibt es bei der Altersfreigabe. Unter 18 Jahren läuft hier nichts. Dies ist absolut nachvollziehbar, schließlich sprengt das Team hier förmlich ständig Menschen in die Luft und die Darstellung ist teilweise arg blutrünstig. Choreografisch gelungen, zackig geschnitten, jedoch brutal. Erscheinungstermin dieses Stücks war der 28. Januar 2011 zu einem Preis von rund 35,- Euro in der Hero-Pack Edition. Das Limited Steelbook, ebenfalls hübsch, kostet heute noch rund 12,- Euro im Online-Handel. Arnold Schwarzenegger (hier nur in einem kurzen Gastauftritt zu sehen) würde vermutlich sinngemäß von einem klasse „Aktschn Movie“ sprechen…

Andre Schnack, 25.07.2013

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆