The F-Word: Von wegen gute Freunde!

Comedy/Romance
Comedy/Romance

[Einleitung]
2013 führte Michael Dowse Regie zu „The F-Word: Von wegen gute Freunde!“ (Originaltitel: The F Word) nach einem Drehbuch von Elan Mastai. Der irisch-kanadisch produzierte Film basiert auf dem Bühnenstück „Toothpaste and Cigars“ von T.J. Dawe sowie Michael Rinaldi. In den führenden Rollen dieser Verfilmung sehen wir neben Harry Potter-Star Daniel Radcliffe auch Zoe Kazan, Megan Park, Adam Driver sowie Mackenzie Davis. Diese High Definition Blu-ray Disc Variante erscheint aus dem Angebot von universumfilm und ich konnte mir ein genaueres Bild über Inhalt, Technik und Ausstattung machen und berichte.

[Inhalt]
Wie alle Romantiker versteckt Wallace (Daniel Radcliffe) sein weiches Herz hinter einer witzig-coolen Fassade. Nach einer gescheiterten Liebe hat er sein Medizin-Studium hingeschmissen, jobbt für eine Softwarefirma und betrachtet nachts den Sternenhimmel über Toronto. Als er sich eines Abends doch zu einer Party aufrafft, trifft er auf Chantry (Zoe Kazan), eine junge Trickfilmzeichnerin mit sanften Augen und schrägem Humor. Wie er liebt sie Wortspiele und pariert seine Provokationen charmant.

Wallace ist hingerissen, doch Chantry hat einen Freund, den erfolgreichen Juristen Ben (Rafe Spall), mit dem sie zusammenlebt. Obwohl sie sich zu Wallace hingezogen fühlt, will sie nur mit ihm befreundet sein. Für die beiden sensiblen Endzwanziger ein guter Deal. Zunächst. Wenn sich Gefühle nur kontrollieren ließen… Chantry und Wallace tun jedenfalls alles dafür – was immer wieder zu Situationen von grotesker Komik führt. Denn eigentlich wissen sie, dass sie zusammengehören. Aber haben sie auch den Mut dazu?
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
Früher, da habe ich es nicht verstanden, was es bedeutet, wenn jemand auf eine bestimmte Rolle oder Figur in Filmen abonniert ist. Heute verstehe ich es, denn es ist so eine Art Reservierung im Kopf, die dafür sorgt, dass man beim Anblick jemand anderes sieht, als man eigentlich sollte (vor dem geistigen Auge). So geht es mir hier auch. Und schon wieder sehe ich Harry Potter. Dabei ist er es gar nicht, denn es ist Wallace,…

Dieses Problem mag meines sein. Ich denke allerdings schon, dass es vielen Menschen so gehen wird. Also ist es ein mutiger Akt, die führende Rolle eines solchen Titels mit Daniel Radcliffe zu besetzen? Nein und doch. Nein, denn es funktioniert weitgehend gut. Mit einer Bewertung von 6,8 Sternen auf der Internet Movie Database muss sich der Film keinesfalls verstecken. Doch worum geht es hier? Es geht um Mut, um Verantwortung sein Leben in die Hand zu nehmen. Und um Liebe. Es geht immer um Liebe. Und darum, was man dann so aus seinem Leben macht. Oder zumindest vorhat zu machen.

Das mag nun für den einen ganz trivial und simpel klingen, für die meisten Menschen ist dies jedoch eine Aufgabe, die mitunter das gesamte Leben anhalten kann. „The F-Word“ bereitet eine bekömmliche Verarbeitung dieses Themas, die Unterhaltung und Spaß bereitet und dabei schwierige Themen gekonnt einfach darstellt. Handwerklich gelang das alles gut: die Sets, der Aufbau und Ablauf der Geschichte sowie die Darsteller – alles gut soweit.

[Technik]
High Definition kommt bei Actionfilmen mit Sicherheit noch besser zur Geltung als bei einem Liebesfilm. Auf der anderen Seite, je besser das Bild, um so besser mit Sicherheit auch das Filmerlebnis. Außer, des handelt sich um einen Dokumentarfilm. Hier gibt es einen 1080p-Transfer im Seitenverhältnis 2.35:1 vor die Augen. Wir sehen weitgehend normale Umgebungen hier, so dass sich in Kombination mit der ordentlichen Ausleuchtung ein rundum gelungenes, solides Bild zeigt. Alles wirkt ausreichend frisch und sauber, klar in der Abgrenzung und mit ausreichend Bilddetails gesegnet. Zusätzlich ist erfreulich, dass keine unschönen Verunreinigungen auffallen.

Oftmals dialogstark, selten überzogen und doch stetig von einer angenehmen Melodie und Musik begleitet. Das ist die tontechnisch zu bewertende Leistung, wenn ich sie in einem einzelnen Satz unterbringen müsste. Eingesetzt wurde hier ein DTS-HD 5.1 Tonverfahren, welches sich wahlweise in den Sprachen Deutsch und Englisch vernehmen lässt. Untertitel können optional hinzugeschaltet werden, allerdings ausschließlich in deutschen Lettern. Der räumliche Umfang ist recht überschaubar, hier tragen vor allem Musik und ein paar Geräusche ihren Teil zur Atmosphäre bei. Ansonsten regiert die durchgängig klare und verständliche Sprachausgabe.

[Fazit]
Abschlussworte zu finden ist immer so eine Sache. Wenngleich man niemanden zu nahe treten möchte, so möchte man doch auch vor einer Zeitverschwendung warnen, insofern der Film einfach nicht sehenswert ist. „The F-Word: Von wegen gute Freunde!“ bietet eine gute Unterhaltung auf rund 98 Minuten, die rasch verrinnen und einen rundum gelungenen Eindruck hinterlassen. Die thematischen Schwerpunkt muss ein jeder für sich beurteilen. Mir ist nur wichtig, dass handwerklich große Entwarnung gegeben werden kann. Die High Definition Disc erschien am 28. August im Handel. Die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren, die Preisgestaltung bei rund 15,- Euro. Wer einen angenehmen Films übers Leben und die Liebe sucht, bitte sehr.

Andre Schnack, 17.09.2015

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆