The Italian Job – Jagd nach Millionen

Adventure/Action/Crime/Thriller
Adventure/Action/Crime/Thriller

[Einleitung]
1969 lief unter gleichem Titel ein Film über geschickte Langfinger mit Michael Caine und Noel Coward in den Hauptrollen in den Kinos und begeisterte die Massen, hierzulande war der Film unter dem Namen „Charlie staubt Millionen ab“ bekannt.. Nun, 35 Jahre danach, wird die Thematik in Form eines Remakes wieder aufgegriffen. Monteur des neuen „The Italian Job – Jagd nach Millionen“ ist Regisseur F. Gary Gray, der nach einem Drehbuch von Donna und Wayne Powers den Film 2003 als US-amerikanische Produktion abdrehte. In den Hauptrollen sind Mark Wahlberg, Charlize Theron, Donald Sutherland, Jason Statham, Seth Green, Mos Def und Edward Norton zu sehen. Die DVD gelangte uns in die Finger und wir konnten ihr einen Check unterziehen. Das Ergebnis im folgenden.

[Inhalt]
Venedig: alles geht ganz schnell, ist straff durch organisiert und lässt keinen „margin for error“ zu. Es geht dabei um die schlichtweg atemberaubende Summe von 35 Millionen US-Dollar – in Gold. Ein nicht nur gewichtiges Thema, sondern ebenso ein wahnwitziges Unternehmen, diese dem ursprünglichen Besitzer abzunehmen, ohne dabei den Wachen in die Hände zu fallen. Der Coup verläuft gut, die Bande um Charlie Croker (Mark Wahlberg) hat es geschafft! Doch es kommt anders. Während der Reise in die Luxuszukunft entpuppt sich ein Mitglied des Räuber-Haufens als schwarzes Schaf und bereichert sich nicht nur um die gesamte Summe Gold, sondern stiehlt dem alteingesessenen Gauner Bridger (Donald Sutherland) auch noch das Leben. Der Rest der vermeintlich umgebrachten Gang taucht unter, um Monate später einen Feldzug gegen den Verräter zu starten und ihm das Gold wieder abzunehmen.

[Kommentar]
Filme über Diebe gibt es nicht allzu viele. Mr. Norton hatte bereits an der Seite von Robert DeNiro in „The Score“ Erfahrungen im Genre sammeln können. Ferner sind ihm auch schwierige Rollen nicht fremd, so dass es keinerlei Probleme mit einem actiongeladenen Film über einen trickreichen Coup geben sollte. Mark Wahlberg als Good-Guy ist ebenfalls nichts ungewöhnlich neues, so dass die Geschichte auf einer soliden Basis an Hauptfiguren stehen kann. Denn bei Charlize Theron gibt es ebenso wenig Bedenken, wie beim routinierten, erfahrenen Donald Sutherland, was die darstellerischen Qualitäten angeht. Jede Rolle bekam ein passendes Hollywood Gesicht verliehen, und die Kombination der beteiligten Mimen gibt dem Film einen gewissen Charme.

Regisseur Gray polierte die Grundstory des Klassikers von ’69 noch einmal ordentlich auf, mengte eine ganze Menge rasanter Action hinzu und nahm sich auch dem Sub-Genre Romance etwas an. Letzteres fiel sehr wenig ausgeprägt aus, was den Fokus auf die eigentlichen Diebereien belässt und dem Film zugute kommt. Er verliert sich nicht und kann zweifelsfrei in die Genres eines Action-Thrillers eingeteilt werden. Die Geschichte hat nicht sonderlich viel neues zu bieten, versteht jedoch durch die fein umgesetzten und rasanten Elemente der Coups zu glänzen. Es wird dabei die Anwendung des Einfallsreichtum und der Fantasie gepredigt, ohne die heutzutage nichts mehr geht.

Viele Dinge, wie die sauber ausgearbeiteten Coups mit etwas Innovationsgehabe, oder aber der Mini waren auch damals im Original vor über 30 Jahren mit von der Partie. Doch warum nicht wieder aufgreifen und verarbeiten, dachten sich die Filmemacher. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und die abwechslungsreichen Actionszenen wechseln sich gekonnt mit den intelligent und gewitzten ruhigen Aufnahmen der Story ab. Passende musikalische Untermalung und ein gewisses Understatement zur Coolness der Beteiligten und der jeweiligen Situationen darf dabei nicht vermisst werden. „The Italian Job“ stellt sich als rundum gelungene Geschichte dar.

[Technik]
Der Film findet im anamorphen Breitbildformat 2.35:1 statt. Neben einem reichhaltigen Kontrast, der auch bei nicht gut ausgeleuchteten Aufnahmen Detail zu erkennen gibt, gesellen sich knackige Farbflächen, welche durch niveauvolle Konturenzeichnung in einer angenehm hohen Kantenschärfe ihren Abschluss finden. Der Schwarz-Level der Bilder zeichnet den Transfer ebenfalls positiv aus. Insgesamt gibt es kaum einen nennenswerten Makel. Nur ab und an kann die Bildung kleiner Kompressionsartefakte beobachtet werden. Davon ab ein rundum gelungener Transfer, der nur knapp an einem „sehr gut“ vorbeigerast ist.

Was das visuelle Geschehen beginnt wird von der Akustik weiter getragen. Der gebotene Soundtrack hat es in sich und bildet die facettenreichen Einstellungen mehr als adäquat ab. Ruhige Aufnahmen während der Dialoge klären sich gut ab, die actionreichen Einlagen fordern erfolgreich Dynamik und oftmals auch etwas Basseinsatz ab. Die musikalische Untermalung hingegen unterliegt weniger dominant dem gesamten Ton und spendet eine angenehme Stimmung. Die deutsche und englische Sprachausgabe wird im Mehrkanaltonformat Dolby Digital 5.1 präsentiert. Und das fehlerfrei und ohne irgendwelche störenden Nebeneffekte. Untertitel können optional hinzugeschaltet werden.

[Fazit]
Viel muss zur hier getesteten Rental DVD vom Titel „The Italian Job“ nicht an Worten verloren werden. Mit dem rund 106minutenlangen Inhalt der DVD sollten nicht nur Fans der genannten Darsteller liebäugeln, sondern jeder, der etwas für ein – in diesem Fall berechtigt – gutes Remake übrig hat. Die Altersfreigabe erfolgte ab einer Stufe von 12 Jahren. Das Erscheinungsdatum war der 08. April des laufenden Jahres. EuroVideo hat mit diesem Silberling ein heißes Eisen im Feuer für den Sommer. Keine Frage. Die Verkaufsversion soll mit herrlichen Extras aufwarten, auf die wir allerdings noch nicht schauen konnten.

Andre Schnack, 02.06.2004

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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