The King’s Speech

Biography/Drama/History
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[Einleitung]
Ich kann mir offen gestanden nicht sonderlich viel unter dem Titel „The King’s Speech“ vorstellen. Und als ich dann etwas in Erinnerungen wühlte und zudem wikipedia zurate zog, da wurde mir vieles klar. Die Oscar-Krönung von Colin Firth zeigt uns einen Darsteller am Rande der Leistungsfähigkeit, was die Darstellung eines menschlichen Makels angeht. Fantastisch oder doch nur unangenehm? Wir konnten die universumfilm Veröffentlichung genauer zu Gesicht, und zwar in Form einer Blu-ray Disc Fassung. Regie führte Tom Hooper nach einem Drehbuch von David Seidler, in den führenden Rollen sind zu sehen: Colin Firth, Geoffrey Rush und Helena Bonham Carter. Wir berichten über diese High Definition Blu-ray Disc mit einer Standard Definition DVD mit Extras.

[Inhalt]
Als Sohn des britischen Königs George V. gehört es zu Berties Pflichten, öffentlich zu sprechen. Für den zurückhaltend-besonnenen Mann eine Qual, denn seit seiner Jugend leidet er an einem schweren Stottern. Kein Arzt und kein Psychologe kann ihm helfen, weshalb sich Berties liebevoll sorgende Ehefrau Elizabeth an den exzentrischen Sprachtherapeuten Lionel Logue wendet. Mit seinem forschen Auftreten und den unkonventionellen Behandlungsmethoden stößt er seinen adligen Patienten zunächst vor den Kopf. Bald aber zeigen sich erste Erfolge.

Nach dem Tod seines Vaters und der Abdankung seines Bruders Edward VIII., wegen dessen Liebe zur geschiedenen Bürgerlichen Wallis Simpson, wird Bertie unter dem Namen George VI. 1936 unerwartet zu Englands neuem König. Öffentliche Auftritte und Radioansprachen lassen sich fortan noch weniger umgehen als zuvor, und nicht zuletzt der drohende Krieg erhöht den Druck auf den schüchternen Regenten. Die Zusammenarbeit und wachsende Freundschaft mit Logue hilft Bertie dabei erheblich. Doch kurz vor der offiziellen Krönung stellt eine unerwartete Enthüllung das gegenseitige Vertrauen und damit auch Berties Kampf gegen das Stottern auf die Probe…
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
Was bietet uns der Titel „The Kings Speech“ und warum erhielt der Titel derart gute Kritiken und Bewertungen? Maßgeblich dafür verantwortlich: hervorragende darstellerische Leistungen, die von Colin Firth und Geoffrey Rush sind hier insbesondere hervorzuheben. Sie tragen sozusagen den Film, der es gekonnt schafft danach auszusehen, als würden stellenweise viele Darsteller involviert sein. Doch eigentlich ist „The King’s Speech“ kein sonderlich aufwendiger oder gar groß angelegter Titel. Immerhin verschlang wohl aber auch diese Produktion rund 15 Millionen US-Dollar. Nur ändert auch dies nichts an der Tatsache, dass wir es mit einem hochkarätig besetzten Film zu tun haben, der gekonnt die heutige Handwerkskunst mit den damaligen Ansprüchen kombiniert und zu vereinen versteht. „The King’s Speech“ begeistert auf eine hochwertige, niveauvolle und feinsinnige Art und Weise. So sollte es sein.

[Technik]
Auch technologisch lässt man sich hier natürlich nicht lumpen und offenbart einen sehr modernen und sauberen Bildtransfer in High Definition. Das ganze sieht nicht nur von Beginn an gut aus, sondern wirkt ohne dabei Abstriche zu machen auch derart, wie es für einen Film über das englische Königshaus aus sein sollte. Ob es der Kontrast, die Farbgebung oder aber die verschiedenen Einstellungen sind (unabhängig der Ausleuchtung), sie befinden sich allesamt auf einem mehr als verträglichen Niveau. Weniger gewichtet fällt dabei die Eigenschaft der raschen und von Schlieren freie Bewegungsdarstellung, da die Bilder meist alle sehr ruhig sind und die Kameraarbeit unspektakulär. Neben einem authentischen Charme weist der Transfer in vollen 1080p-Bildern im 1.77:1 Format eine hohe Sauberkeit auf. Die Kompression wird kaum bemerkt.

Alle akustischen Sperenzien erfolgen im Format DTS-HD 5.1-Format. Und das dann wahlweise in den Sprachfassungen Deutsch und Englisch. Es bereitet große Freude „The Kings Speech“ anzuschauen, auch wenn man sogar eher skeptisch dem Film gegenüber trat. Im Umfang ist ebenfalls noch eine Hörfilmfassung (unter den Extras) enthalten, und folgende Untertitelspuren sind enthalten: Deutsch und Deutsch für Hörgeschädigte, ferner tauchen Untertitel beim Audiokommentar auf. Leistungsschwach, lautet der Vorwurf, denn die theoretischen Potenziale lassen mehr zu. Dennoch überzeugt der Ton ausreichend durch klare und saubere Wiedergabe, etwas Räumlichkeit und eine wirkungsvolle musikalische Begleitung.

[Fazit]
Mir gefiel dieser recht ruhige und so sensibel gespielte Titel ausgesprochen gut. Viel Freude bereiten die darstellerischen Leistungen, der gesamte Film wird ausschließlich durch die Darbietungen der beiden Hauptdarsteller getragen. 118 Minuten nimmt sich der Film Zeit, um den Darsteller in eine Situation zu versetzen, die auf einem wahren Schicksal beruht. Ohne zu viel Dramatik überzeugt nicht nur der Inhalt, auch der Rest der Veröffentlichung. So bekommen wir es mit folgenden Extras zu tun:

– Audiokommentar von Regisseur Tom Hooper
– Hörfilm-Fassung für Blinde und Sehbehinderte
– Original-Kinotrailer
– Trailershow „Filmtipps“
– Q&A Session der BBC mit den Stars und dem Regisseur (22 Min.)
– Making of: Die inspirierende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft (24 Min.)
– Nachkriegsrede des echten King George VI (2 Min.)
– Die echte Rede des King George VI. (Audio, 6 Min.)
– Featurette über den echten Lionel Logue (10 Min.)

Die Veröffentlichung setzt sich aus zwei Datenträgern zusammen, einer Blu-ray Disc und einer DVD mit den Bonusmaterialien. Das gesamte High Definition-Gewand der universumfilm-Erscheinung gefällt, den Inhalt erwähnten wir bereits lobend. Nun gesellt sich eine durchaus ordentliche und inhaltlich sinnvolle Ausstattung mit über einer Stunde Laufzeit mit Bonusmaterialien hinzu. Die Altersfreigabe liegt bei ab 6 Jahren, Erscheinungstermin ist der 2. September. Der Titel ist für unter 20,- Euro zu haben.

Andre Schnack, 29.08.2011

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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