The Last Face

Drama
Drama

[Einleitung]
„The Last Face“ ist ein Thriller, finanziert mit US-amerikanischen Mitteln, von 2016 und von Regisseur Sean Penn, der schon sehr viele Erfolge als Schauspieler einheimsen konnte. Erin Dignam schrieb das Drehbuch zu diesem Titel und vor der Kamera fanden sich Charlize Theron und Javier Bardem in den führenden Hauptrollen ein. Weitere Nebenrollen sind besetzt mit Sibongile Mlambo, Jean Reno und Adèle Exarchopoulos. Diese Standard Definition DVD aus dem Angebot von universumfilm fand ihren Weg zur dvdcheck.de Redaktion und ich konnte mir den Film und die technische Aufbereitung auf DVD genauer anschauen und berichte.

[Inhalt]
Die Entwicklungshelferin Wren (Charlize Theron) bekleidet eine hohe Position in einer internationalen Hilfsorganisation. Beim Einsatz in einem afrikanischen Krisengebiet lernt sie den Arzt Miguel (Javier Bardem) kennen, der seit Jahren an den gefährlichsten Kriegsschauplätzen des Kontinents sein Leben für die Einheimischen aufs Spiel setzt. Wren und Miguel könnten unterschiedlicher nicht sein. Während die Lage um sie herum immer brenzliger wird, springt zwischen den beiden der Funke über. Aber ist eine Liebe im Schatten des Chaos überhaupt möglich?
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
Sean Penn wollte hier noch einmal so richtig aus den Vollen schöpfen. Er zieht in ein von Krieg und Instabilität geprägtes Gebiet auf diesem Planeten, und seine Protagonisten in eine Geschichte, die hanebüchen und wenig glaubhaft erscheint. Dabei sind die Grundzüge durchaus vorstellbar. Nun denn, dafür gibt es jedoch eine ganze Menge Slow-Motion Aufnahmen, wackelige Aufnahmen von Handkameras und Situationen, in denen die Aussagen der Figuren nicht nur technisch verändert wurden (der Dramaturgie halber), sondern auch nicht immer sehr viel Sinn ergeben.

Schlussendlich komme ich zum Ergebnis, dass weder die inhaltlichen Aspekte wirklich gut gelungen sind, noch ein nennenswerter Reiz durch die handwerklich Inszenierung und das gebotene Regie-Talent von Sean Penn entsteht. „The Last Face“ gelingt es schlussendlich leider nicht mich zu fesseln, zu überzeugen und zu unterhalten. Das mag ein vernichtend wirkendes Urteil sein und ich war selbst überrascht, dass Sean Penn‘s Film nicht nicht einfangen konnte. Wie schade, denn ich hatte hier – vor allem vor dem Hintergrund der eingesetzten Namen vor und hinter der Kamera – einfach mehr erwartet.

[Technik]
Betrachten wir das Werk rein aus einer technischen Sicht. Denn dann steht „The Last Face“ ziemlich gut dar. Ja, wir haben es hier mit der Standard Definition DVD Technologie zu tun, die sich vor unseren Augen eröffnet. Doch auch diese leistet in den heutigen Tagen und gemessen an dem, was mittlerweile üblich ist, ziemlich gute Dienste. „The Last Face“ hat saubere, sonnige und von Licht durchflutete Bilder und Aufnahmen mit zahlreichen hohen Kontrasten zu bieten, die das Geschehen zum Leben erwecken. Dabei kommt die natürliche Wirkung nicht zu kurz. Auch die Kantenschärfe ist gut und der Detailgrad gefällt. Seitens der Kompression gibt es keinen Anlass zur negativen Kritik.

Neben dem 2.40:1-Videotransfer gibt es Dolby Digital 5.1 Ton in den Sprachen Deutsch und Englisch auf der Disc vorzufinden. Untertitel werden ebenfalls in deutschen Lettern angeboten. „The Last Face“ gebührt Respekt für den technisch unterschiedlichen Stilmitteln, die sich nicht negativ auf Sprachausgabe und Sound-Erlebnis auswirken. Die musikalische Leistung von „The Last Face“ entstand von niemanden weniger als Hans Zimmer. Das betrifft dann auch unmittelbar die Qualität der gebotenen Musik, die auch hoch und passend und schlichtweg gut ausfällt.

[Fazit]
Mit „The Last Face“ hat Sean Penn sich meines Erachtens keinen Gefallen bereitet. Der gute Mann hat einige tolle Filme, als Schauspieler allerdings vorrangig, die sich absolut sehen lassen können. Ich mag seine Rollen in „The Game“ oder aber besonders in Oliver Stone‘s „U-Turn“. Doch als Regisseur konnte ich mich nur in „The Pledge“ wirklich mit ihm anfreunden. „The Last Face“ verfügt über eine Laufzeit von rund 126 Minuten, was auch recht lang bei der Ansicht wirkt. Die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren. Erschienen ist diese Standard Definition DVD 9 am 29. September 2017. Der Preis liegt bei rund 12,- Euro und der Film ist vor allem den Fans von Bardem, Theron und Penn interessant.

Andre Schnack, 22.02.2018

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆