The Last Witch Hunter

Action/Adventure/Fantasy
Action/Adventure/Fantasy

[Einleitung]
Mit „The Last Witch Hunter“ schlüpft Vin Diesel in die Rolle von Kaulder, dem letzten Hexen-Jäger, verflucht zur Unsterblichkeit. Regisseur Breck Eisner schuf 2015 diesen Fantasy-Action Titel mit US-amerikanischen Finanzmitteln. Für das Drehbuch zeichneten Cory Goodman, Matt Sazama und Burk Sharpless verantwortlich. In den führenden Rollen sehen wir neben Vin – The Fast and the Furious – Diesel auch weitere bekannte Gesichter wie Michael Caine und Elijah Wood sowie Rose Leslie. Diese Standard Definition DVD mit dem Fantasy-Titel erscheint aus dem Angebot von Concorde Home Entertainment und ich konnte mir ein genaueres Bild über den Film machen. Gespannt war ich vor allem darauf, Vin Diesel mal nicht hinter dem Steuer zu sehen…

[Inhalt]
Hexen und schwarze Magie sind seit jeher ein Mysterium der Menschheit – gefürchtet, gejagt und verbrannt, verbergen sie ihre wahren, zerstörerischen Kräfte. In Übereinkunft, keine Magie gegen Menschen anzuwenden, leben sie mitten in der heutigen Welt. Um das Gleichgewicht zu erhalten, beschützt die Bruderschaft Axt & Kreuz den letzten lebenden Hexenjäger Kaulder. Durch einen Fluch unsterblich gemacht, überlebt er seit 800 Jahren jeden Kampf gegen das Böse und hat dabei stets die Bruderschaft zur Seite, die seit Generationen die Umtriebe der schwarzen Magie im Blick behält. Als plötzlich ein Attentat auf Pater Dolan eine Reihe weiterer übernatürlicher Ereignisse in Gang setzt, steht plötzlich das Schicksal der gesamten Menschheit auf dem Spiel und der Hexenjäger muss mit Hilfe der Hexe Chloe den Kampf gegen das ultimative Böse aufnehmen…
(Quelle: Concorde Home Entertainment)

[Kommentar]
Ich fühlte mich wie in einem Rollenspiel, einem Fantasy-Roman und irgendwo zwischen „Die Mumie“ und „Der 13. Krieger“. Hier gibt es sie, die Krieger, Magier, Handlungsreisende nach der Suche nach Heil, Erlösung, Reichtum, Ehre und Ruhm. Hexen spielen eine große Rolle. Und ein bisschen „Highlander“ ist auch noch dabei. Was soll man davon halten? Hey, und Vin Diesel ist auch mit von der Partie. Außerdem gibt es ein paar markige Sprüche im Programm. Das sind alles recht gute Zutaten, die einen Appetit auf mehr machen. Doch nicht nur gute Zutaten bedarf es für einen guten Film, denn die Mixtur macht es. Und das ist die Geschichte. Sie ist die Trägermasse.

„The Last Witch Hunter“ besticht durch eine recht poppige und doch sehr stilvolle Darstellung. Alles wirkt sehr hochwertig inszeniert, die Special Effects, insbesondere die visuellen, sind gelungen. Wir erleben ebenfalls tolle Sets, Masken und Kostüme. Die gebotene Handwerkskunst lässt wirklich nicht zu wünschen übrig. Die Figuren sind ausreichend plastisch gestaltet und der Aufbau und Ablauf der Story unterhaltsam und überzeugend, wenn es um Spannung und die gewissen Momente geht, die einer Geschichte den notwendigen Pep verleihen. Tieferen Sinn oder einen gewissen Wert gibt es hier ansonsten leider nicht vorzufinden.

[Technik]
„The Last Witch Hunter“ besticht durch seine optischen Finessen und zählt zu den sehr visuell arbeitenden Filmen. Wir erleben einen anamorphen Breitbild-Transfer im Format 2.40:1 auf dieser Disc mit Standard Definition Technik. Ein wahrlich breites Spektrum an verschiedensten farbenfrohen Inszenierungen tut sich auf. Hin und wieder eher farblos, dann bunt und poppig, überwiegend mit einem sehr guten Kontrast gesegnet ist der Transfer praktisch verflucht zum Gefallen. Und so ist es auch. Wer auf die zarten und noch detaillierteren Konturen des High Definition Pendants verzichten kann, der wird hier vollauf zufriedengestellt. Kompressionsartefakte oder Störungen stellen sich nicht ein.

Wenn Vin Diesel mitspielt, dann kann Action nicht ganz so fern sein. Entsprechend fallen dann auch die Anforderungen an die akustische Abbildung des Films aus. Hier bedienen jeweils Dolby Digital sowie DTS Tonspuren mit 5.1 Kanälen diesen Bedarf. Den englischsprachigen Originalton gibt es ausschließlich in DD 5.1 abgefasst vorzufinden. Beide Synchrontonspuren leisten gute Arbeit, stellen einige wirklich gelungene Effekte heraus und erschaffen ein lebhaftes, dynamisches und nicht zuletzt sehr atmosphärisches, passendes Klangfeld. Alle Dialoge bleiben dabei verständlich, die musikalische Begleitung schafft ebenfalls Stimmung, Fehler oder Rauschen gibt es nicht derart, als dass sie mir auffallen konnten.

[Fazit]
Für mich war dieser Film eine sehr angenehme und frische Überraschung, in der ich Vin Diesel in einer Rolle erleben durfte, die er gut ausfüllen konnte, ohne dabei hinter dem Lenkrad eines getunten Luxus-Schlittens zu sitzen. „The Last Witch Hunter“ hat seine guten Momente und kann die gesamte Laufzeit hinweg mit solider Kost überzeugen. Die Laufzeit bemisst sich auf rund 102 Minuten, freigegeben ab einer Altersstufe von 12 Jahren gemäß FSK. Bonusmaterial gibt es auch, es setzt sich zusammen aus:

– Making Of (30 Min.)
– Entfallene Szenen (5 Min.)
– 4 Animierte Kurzfilme
– Sizzle Reel „Paint it Black“
– Trailer

Das ist gar nicht schlecht. Immerhin gibt es Material zusätzlich und es ist auch noch recht sinnvoll, interessant und technisch angenehm zugleich. Alles in allem somit rundum in Ordnung, was die Ausstattung betrifft. „The Last Witch Hunter“ gefiel mir von der Technik her, die Ausstattung ist ebenfalls in Ordnung und – vor allem – der rund anderthalb Stunden lange Inhalt ist unterhaltsam. Für mich somit das Ergebnis, dass ich diesen Titel empfehlen kann. Erhältlich ab heute, den 10. März zu einem Preis von rund 15,- Euro für diese DVD (Typ 9) Version des Films.

Andre Schnack, 10.03.2016

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆