These Final Hours

Drama/Thriller
Drama/Thriller

[Einleitung]
Unter der Regie von Zak Hilditch entstand 2013 der Weltuntergangs-Film „These Final Hours“ (Originaltitel: These Final Hours) als australische Filmproduktion. Nach einem Drehbuch des Regisseurs spinnt „These Final Hours“ ein düsteres Szenario und konfrontiert einige Figuren mit schwierigen Entscheidungsnöten. Die führenden Rollen sind besetzt mit Jessica de Gouw, Daniel Henshall, David Field, Nathan Phillips sowie Sarah Snook. Was steckt in diesem Film und wie gut überzeugt er sein Publikum? Diese Standard Definition DVD-Fassung von „These Final Hours“ erscheint Mitte Februar, ich durfte einen Blick wagen und berichte über die inhaltliche Darbietung, den technischen Schnickschnack sowie etwaigen Ausstattungsmerkmalen.

[Inhalt]
Es bleiben noch genau zwölf Stunden, bis ein gigantischer Meteorit jegliches Leben auf der Erde auslöschen wird. James weiß genau, wo er die verbleibende Zeit verbringen will – zugedröhnt auf der ultimativen Rave-Party. Auf dem Weg dorthin trifft er die neunjährige Rose, die er nur knapp vor einer Vergewaltigung retten kann. Fortan irrt das Duo durch die brennende Hitze der australischen Vorstadtwüste, Rose auf der Suche nach ihrem Vater und James auf der Suche nach jemandem, der ihn von seiner ungewollten Verantwortung befreit. Doch je tiefer die Stadt angesichts des tickenden Countdowns im Chaos versinkt, desto mehr wird James klar, dass er entscheiden muss, was ihm wirklich wichtig ist.
(Quelle: StudioCanal Home Entertainment)

[Kommentar]
Na, wenn das mal kein starker Tobak ist? In „These Final Hours“ muss die Hoffnung gesucht werden. Denn angesichts eines gigantischen, auf die Erde zu rasenden und somit den sicheren todbringenden Meteoriten ist Optimismus beim Realisten eher rar gesät. Und um so erwähnenswerter ist dieser Film. Denn er schöpft seine Kraft aus den inhaltlichen Umständen und Gegebenheiten und den darstellerischen Leistungen derart, als das er gut unterhält und dabei eine interessante Fragestellung aufwirft: was würdest du noch tun, wenn du weißt, dass es in einigen Stunden für alle endet? Eines ist nämlich auch klar, alle wissen, dass es endet. Und schon fallen jedwede sozialen Regeln für ein zivilisiertes Zusammenleben…

Ohne in typischer Hollywood-Manier möglichst viele Gebäude, Städte, gar halbe Landstriche vor der Kamera explodieren und Menschenmengen auf alle erdenklichen Weisen den sicheren Tod finden zu lassen, schöpft „These Final Hours“ seine Kräfte aus anderen Quellen. Die apokalyptische Stimmung ist hoch, omnipräsent und wirkt. Allerdings ist sie anderer Inszenierung. Die darstellerischen Leistungen ergänzen die handwerklichen Kniffe gekonnt. Im Ergebnis kann sich der Titel erzählerisch einer hohen Spannung erfreuen und enttäuscht den Betrachter keinesfalls.

[Technik]
Für einen Endzeit-Film, und das ist „These Final Hours“ meiner Definition nach mit Sicherheit, stellt sich die Optik gar nicht derart dar, als das man es vielleicht von einem typischen Hollywood-Film gewohnt ist. Eher subtiler geht auch die Optik vor, mag sich sonderbar lesen, ist aber so. Das Bild bemisst sich auf das Seitenverhältnis 2.40:1 und läuft anamorph codiert auf dem Wiedergabegerät ab. Die Farbwahl passt gut zum Inhalt, was kein Zufall sein wird. Entsprechend auch die Ausleuchtung und die verschiedenen Kameraeinstellungen, welche nicht alle ein Garant für gute Aufnahmen darstellen, sich durchweg jedoch einer hohen Güte erfreuen. Kompression, ok.

Standard Definition gibt es entsprechend auch beim Ton. Jenen vernehmen wir in den Lauten der deutschen oder englischen Sprache. Deutsch dabei wahlweise in Dolby Digital 5.1 oder aber Stereo; englisch hingegen ausschließlich im mehrkanaligen 5.1-Format. Wahlweise schaltet man deutschsprachige Untertitel zum Geschehen ein. Hier und dort gibt es Momente, welche Volumen, Bass und ein ausgeprägtes Höhenspektrum erfordern, dann jedoch auch ruhige Aufnahmen, geprägt von Musik und Dialog. „These Final Hours“ gewinnt tontechnisch keine Preise, braucht sich jedoch auch auf keinen Fall zu verstecken. Fehlerfrei klingelt es aus allen angeschlossenen Boxen.

[Fazit]
Endzeit-Szenarien gehören zum Kino, wie die Butter aufs Brot. Oder so. Klar ist, dass es mittlerweile ein eigenes Genre geworden ist, welches sich eines blühenden Zuwachses erfreut. Darunter sind dann auch hin und wieder gute Titel wie „These Final Hours“ mit seiner Laufzeit von rund 84 Minuten, die rasch verrinnen. Die Altersfreigabe wurde bei ab 16 Jahren laut FSK festgesetzt. Der Verkauf der hier vorliegenden Standard Definition DVD-Version startet am 19. Februar 2015 zu einem Preis von rund 18,- Euro. Nennenswerte Extras sind leider nicht mit von der Partie, so dass sich zufrieden gegeben werden muss mit einem Wendecover sowie Trailer.

Andre Schnack, 14.01.2015

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆