Tim Sander goes to Hollywood

Dokumentation/Comedy
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[Einleitung]
Andre Schaap führte nicht nur die Regie zu diesem Titel, sondern fertigte auch das Konzept zum gesamten Film an. Ebenfalls mit ihm gemeinsam arbeitete Fabian Winkelmann an der geistigen Entstehung von „Tim Sander goes to Hollywood“. In den führenden Rollen sehen wir neben Tim Sander, auch noch Matthias Schweighöfer, Uwe Boll sowie Tobias Schenke. Ein deutsches Roadmovie, welches sich hier in seiner Standard Definition DVD Version aus dem Angebot von Pandastorm erfreut und auf der Suche nach neuen Freunden ist. Wir schauten genauer hin…

[Inhalt]
In einem kurzen Anflug von Übermut wettet der Berliner Schauspieler Tim Sander mit seinem ungleich erfolgreicheren Kumpel Matthias Schweighöfer, dass er es schafft, innerhalb von nur 4 Wochen eine Rolle in einem Hollywood-Film zu ergattern. Zusammen mit drei Freunden macht sich Tim nun auf den Weg in die Traumfabrik, um der Welt endlich sein wahres Talent zu zeigen und seinen großen Traum zu verwirklichen. Seine Begleiter halten dabei jedes Detail seiner aberwitzigen Odyssee für die Nachwelt filmisch fest.
(Quelle: Pandastorm)

[Kommentar]
Eine deutsche Comedy ist schon lange kein Garant für einen guten Film. War es das denn einmal? Ich bin der Meinung, es gibt ganz fantastische deutsche Komödien, und welche, die es dies durch ihre (Unter)Durchschnittlichkeit schlussendlich ermöglichen. „Tim Sander goes to Hollywood“ ist eine recht lustige Idee, ein ausreichend frischer Kontext und Inszenierungs-Stil und es gibt sie auch, die lustigen Momente, welche ein Road-Movie immerhin auszeichnen sollen. Hier und dort erinnerte mich „Tim Sander goes to Hollywood“ in Zügen an „I‘m Still Here“ – dem großartigen Werk mit Joaquin Phoenix. Auch hier ist alles dokumentarisch gedreht.

Doch schlussendlich ist „Tim Sander goes to Hollywood“ nichts wirklich bahnbrechend Neues, aber auch zu keinem Zeitpunkt langweilig oder aber sonderbar oder allzu unlustig. Zahlreiche witzige Situationen schmücken die humorvolle und teils liebenswerte Grundstimmung und bieten einen authentischen Charme, den man auf Seiten des Publikums auch mit Empathie entgegnet wird, zumindest weitgehend. Viele erheiternde Cameos, die skurril betitelten Kurzauftritte von mehr oder weniger berühmten Persönlichkeiten oder Darstellern. Alles in allem in Ordnung.

[Technik]
Der Standard Definition DVD Transfer erstrahlt in Form eines anamorphen 16:9-Transfers im Format 1.78:1. „Tim Sander goes to Hollywood“ weist einen rundum soliden Bild-Transfer auf. Dem sieht man seine Standard Definition Herkunft nicht merklich und schon gar nicht negativ an. Kontrast, Farbgebung und Kantenschärfe befinden sich allesamt auf einem angenehmen, jedoch niemals sehr hochwertigen Niveau. Egal, ob es sich um Innen- oder Außenaufnahmen handelt, die räumliche Weite, ergo Plastizität, ist befindet vorhanden. Kompressionsartefakte stören nicht.

Zwei Mehrkanaltonspuren schmücken den akustischen Teil des Films und seiner Geschichte aus. Dabei kann „Tim Sander goes to Hollywood“ keinesfalls auf eine hochwertige oder gar facettenreiche oder besonders umfangreiche oder gar quantitativ bemerkenswerte Stufe gelangen. Aber immerhin wirkt hier und dort etwas räumliche Weite nach und kann für ein bisschen Dynamik und Effekt sorgen. Das hilft beim hier nur zart vertretenen Setzen von Akzenten. Untertitel sind ebenfalls mit von der Partie, allerdings ausschließlich in deutschen Lettern.

[Fazit]
Ich kann es nur so schreibe, wie es ist, denn das sollte ich hier tun: mir gefiel dieser Doku-Road-Movie-Trip (welch‘ ein herrliches Wort) auf seine ganz eigene Art und Weise sehr gut. Die rund 97 Minuten Laufzeit verschwinden wie im Fluge und umsorgen den Zuschauer mit einer sehr kurzweiligen und unterhaltsamen, gar lustigen Erzählung. Extras? Gibt es ebenfalls im Programm. Und zwar hier in Form von: alle 10 Folgen der Webserie „Tim Sander goes to Hollywood“, deleted Scenes, Musikvideos, Kurzfilm, Trailer und Wende-Cover. Erscheinungstermin dieser DVD 9 war der 5. Oktober, der Silberling bittet mit rund 16,- Euro zur Kasse. Die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren.

Andre Schnack, 29.10.2012

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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