Total Recall (2012)

Action/Adventure/Science-Fiction
Action/Adventure/Science-Fiction

[Einleitung]
22 Jahre danach. 1990 erschien Regisseur Paul Verhoevens Titel „Total Recall“, hierzulande mit dem weiterführenden Titel „Die totale Erinnerung“. Die damals mit 65 Mio. US-Dollar Budget angesetzte US-amerikanische Filmproduktion gehört zu den guten Science-Fiction Werken der Moderne. Wie gut kann dann Regisseur Len Wiseman‘s 2012 Remake mit dem gleichen Titel sein? Dieser arbeitete nach einem Drehbuch von Kurt Wimmer und Mark Bomback. In den führenden Rollen sehen wir Colin Farrell, Kate Beckinsale, Bryan Cranston und Jessica Biel. Diese Standard Definition DVD Version erscheint aus dem Angebot von Sony Pictures Home Entertainment.

[Inhalt]
„Willkommen bei Rekall, der Firma, die Ihre Träume in echte Erinnerungen verwandeln kann.“ Obwohl Fabrikarbeiter Douglas Quaid (Colin Farrell) eine wunderschöne Frau (Kate Beckinsale) hat, die er sehr liebt, klingt so ein „Mind-Trip“ wie der perfekte Urlaub von seinem frustrierenden Alltag. Echte Erinnerungen aus dem Leben eines Superspions könnten genau das sein, was er braucht. Doch als die Programmierung schiefgeht, wird Quaid ein gejagter Mann.

Von der Polizei verfolgt – die unter dem Kommando von Chancellor Cohaagen (Bryan Cranston), dem Führer der freien Welt, steht – verbündet sich Quaid mit der Rebellin Melina (Jessica Biel), um den Chef der Untergrund-Widerstandskämpfer zu finden und Cohaagen zu stoppen. Der schmale Grat zwischen Fantasie und Wirklichkeit verschwimmt immer mehr, und das Schicksal seiner Welt droht aus dem Gleichgewicht zu geraten, als Quaid entdeckt, wer er wirklich ist, wen er wirklich liebt und was seine wahre Bestimmung ist. Ein bahnbrechendes Actionspektakel, das neue Grenzen zwischen Realität und Fantasie setzt.
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

[Kommentar]
Ich bin vielleicht etwas voreingenommen, jedoch scheute ich den Vergleich mit dem Original von 1990 zu keinem Zeitpunkt. Und dabei kam zumeist nicht nur gutes für die Neuauflage bei heraus. So kann man nicht vollends den Anschein eines Plagiats vom Tisch wischen. Mir gefällt in der Rolle von Douglas Quaid ganz einfach Arnold Schwarzenegger besser als Colin Farrell. Im Kern ist die Erzählung absolut vergleichbar, es handelt sich um eine Neuauflage. Vieles wurde mit tollen Effekten noch besser ausgestaltet, als es dazumal bereits schon der Fall war.

Damals war „Total Recall“ technisch ein absolutes Highlight, es war der Beginn der 1990er Jahre. Nur ein Jahr später folgte beispielsweise „T2 – Terminator 2″. Tolle Effekte, wohin das Auge blickt, wahnsinnige Masken und Kostüme und eine tolle Ausstaffierung, was die Sets und gewählten Lokalitäten betrifft – das galt auch für „Total Recall“ (1990) von Paul Verhoeven. Alles in allem beherrschte man das Handwerk gut bis sogar sehr gut. Jenes Niveau wurde aus der klassischen Sicht nicht erreicht, dafür jedoch inhaltlich Frische und sogar etwas Innovation eingefügt.

[Technik]
Wir nehmen es hier mit einem sehr modernen Titel auf. Dieser Science-Fiction Thriller – „Total Recall“ – bietet zahlreiche Aufnahmen, die niemals in der Realität existierten, sondern ausschließlich aus dem Computer stammen. Das ist nun einmal üblich, wenngleich hier sehr hochwertig und professionell genutzt, so dass eine hohe Kantenschärfe und viele Bilddetails resultieren. Auch der Kontrast und die Farbgebung geben keinen Anlass zur Sorge. Rauschen oder andere Störungen treten nicht auf den Plan, so dass der Standard Definition 16:9-Transfer im Format 2.40:1 ungestört seiner guten Arbeit nachgehen kann.

Ich schreibe es, wie es ist: der Ton ist gut, jedoch nur kurz vor sehr gut. Das gebotene Tonformat, ein mehrkanaliger Dolby Digital 5.1-Sound, erfolgt wahlweise in Deutsch oder Englisch. Untertitel können wahlweise in den Sprachen Deutsch, Englisch sowie Türkisch dem Ton hinzu geschaltet werden. „Total Recall“ hat einige ruhige Momente, überwiegend bietet sich jedoch eine spürbare Dynamik und räumliche Weite. Das ist toll und umsorgt dann für einen Ton, der sich den inhaltlichen Gegebenheiten gemäß verhält.

[Fazit]
Wir leben in Zeiten, in denen Batman unter Burnout leidet, Alfred gekündigt hat und am Himmel keine Sonne mehr zu scheinen … scheint. Doch „Total Recall“ aus diesem Jahr bietet mehr als nur einen billigen Abklatsch des 1990er Vorbilds oder aber eine kühle und seelenlose Neuauflage. Auf rund 113 Minuten unterhält er für sich betrachtet gut und in sich geschlossen. Da macht es gar nichts, wenn man den Film von 1990 nicht gesehen haben sollte. Bonusmaterial gibt es auch:

– 3 Dokumentationen
– Science-Fiction vs. Wissenschaftsfakten
– Das Design von „The Fall“
– Gag Reel

Diese Standard Definition Erscheinung kann ab dem 19. Dezember im Handel erworben werden. Die inhaltlichen Eskapaden sind in Ordnung, auch die Extras tun ihren (positiven) Teil dazu bei, das wir einen rundum gelungenen Gesamteindruck attestieren. Die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren laut FSK. Science-Fiction Fans sollten sich dieses Stück unbedingt anschauen, egal ob in Standard- oder aber High Definition. Mir fiel der direkte Vergleich vorerst schwer. Die 2012er Fassung ist gut.

Andre Schnack, 12.12.2012

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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