Von allen Geistern besessen

Comedy/Horror
Comedy/Horror

[Einleitung]
Neben den zahlreichen guten Komödien mit „Nackte Kanone“-Star Leslie Nielsen gibt es auch einige, die gar nicht einmal so gut sind. Und zu den letzteren zählt leider auch „Von allen Geistern besessen“ (Originaltitel: Repossessed) von Regisseur Bob Logan. In den Hauptrollen der „Exorzist“-Persiflage sind Leslie Nielsen, Linda Blair, Ned Beatty, Anthony Starke, Thom Sharp und Lana Schwab zu sehen. Wir konnten die US-Produktion von 1990 auf DVD genauer ansehen und berichten.

[Inhalt]
Knapp zwanzig Jahre herrschte Ruhe, aber nun ist Nancy (Linda Blair) kaum wieder zu erkennen: Sie faucht und grunzt dämonisch, spuckt literweise Erbsensuppe und ihr hübsches Gesicht ist zu einer grässlichen, grünlichen Monstervisage verzerrt. Keine Frage: Nancy ist wieder vom Teufel besessen. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel. Nur der junge Priester Luke Brophy (Anthony Starke), dem sie sich in ihrer Verzweiflung anvertraut, ahnt was in Nancy vorgeht. Nur Pfarrer Jedidiah Mayii (Leslie Nielson), der vor knapp 20 Jahren schon einmal all seine Kräfte aufbot, um den Satan aus Nancys Kinder-Körper auszutreiben, könnte ihr helfen. Doch Mayii ist mittlerweile ein alter Mann und fühlt sich zu schwach, um noch einmal den Kampf mit dem Teufel aufzunehmen. Der junge, unerfahrene Priester soll für ihn einspringen. Als der Fernsehprediger Ernest Weller (Ne Beatty) von diesem Vorhaben erfährt, wittert das Geschäft seines Lebens: eine Teufelsaustreibung live im Fernsehen…

[Kommentar]
Eine Menge gestörter Figuren in einer nur mäßig umgesetzten aber bekannten Horror-Geschichte (Der Exorzist) bringen nur bedingt ein Schmunzeln ins Gesicht der Betrachter. Und das hat Filmemacher Bob Logan hauptsächlich zu verantworten, der das Drehbuch des Films schrieb und auch im Regie-Stuhl Platz nahm. Seine Story bietet zu wenig wirklich gute Lachmomente und unterhält stets im unteren Mittelfeld durch wirklich alberne Späßchen und ein sehr geringes Witzniveau. Wenig anspruchsvoll und auch vom Charakter des Humors her leider nur ein Plagiat so mach einer gelungenen Nielson-Komödie. Der Musikeinsatz vermag noch zu gefallen, auch reichen die Sets und die Ausstattung gerade noch so für eine Comedy aus, doch versagt der Inhalt einfach durch Durststrecken und wenig Lachpotential.

[Technik]
Für einen Film im Alter von 12 Jahren wird eine ausreichend gute technische Darbietung geboten. Der anamorphe Breitbildtransfer wurde im Format 1.85:1 vollzogen und nutzt somit die gesamte Mattscheibe eines 16:9-TV Geräts aus. Die Wiedergabequalität befindet sich auf einem angenehmen Niveau, welches sich allerdings noch Weiten von der Top-Qualität weg aufhält. Der Kontrast und die Farbgebung gefallen dem Auge, da die ausreichend plastischen Flächen auch von recht sauberen Konturen und Brüchen eingefasst werden. Der Eindruck des Bilds ist ein recht sauberer, nur selten treten kleinere Störpartikel und leichte Verunreinigungen auf, die Kompression geht in Ordnung.

Kommen wir zum Ton. Dieser befindet sich im englischsprachigen und deutschen Dolby Digital Stereo 2.0-Format auf dem Datenträger. Er bietet keine besonders erwähnenswerten Surroundeffekte, da es sich ohnehin lediglich um ein 2kanaliges System ohne eine Surround-Matrix handelt. Das Stereo-Format hingegen wird angenehm ausgenutzt und bietet neben stets verständlichen und fehlerfreien Dialogen auch eine etwas separiert und voluminös tätige Musik. Untertitel gibt es in den zwei erwähnten Sprachfassungen.

[Fazit]
Kinowelt Home Entertainment veröffentlicht die Code2-DVD „Von allen Geistern besessen“ am 16. Juli mit einer Altersfreigabe ab 12 Jahren zu einem Preis von ca. 20,- Euro auf dem deutschen Markt. Der Film an sich füllt gerade einmal eine Laufzeit von 82 Minuten und wurde auf einer einseitigen Single-Layer-Disc (DVD Typ 5) abgelegt. Das Menü des Programms wurde sehr schlicht gehalten, nicht animiert und gibt sich in der Navigation sehr einfach. Kein Wunder, schließlich gibt es auch nicht sonderlich viele Auswahlmöglichkeiten, so beschränkt sich das Bonusmaterial lediglich auf einen Trailer, der aus dem Hauptmenü direkt anzusteuern ist. Veröffentlicht wurde die Scheibe am 16. Juli zu einem Preis von knapp 20,- Euro. Kein gerade guter Film und eine nur durchschnittliche DVD.

André Schnack, 17.07.2002

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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