Welcome Home

Thriller
Thriller

[Einleitung]
Im Regie-Stuhl nahm George Ratliff Platz und arbeitete nach einem Drehbuch von Autor David Levinson. Die US-amerikanisch produzierte Thriller-Arbeit wartet mit Aaron Paul, Emily Ratajkowski sowie Riccardo Scamarcio in den führenden Rollen auf. Paul und Ratajkowski haben ebenfalls gemeinsam, gemäß Angaben auf der Internet Movie Database, dass sie ihre Karrieren auf der Mattscheibe in Music-Videos begannen. „Welcome Home“ hat noch den Beititel „Eifersucht tötet.“ hierzulande mit auf den Weg bekommen. Ich konnte mir den High Definition-Titel aus dem Programm von Constantin Film ansehen.

[Inhalt]
Um ihre vor dem Aus stehende Beziehung zu retten, mieten Bryan (Aaron Paul) und Cassie (Emily Ratajkowski) über das Online Portal „Welcome Home“ eine Villa in der romantischen Landschaft Italiens. Das junge Paar genießt seine Zweisamkeit in der abgelegenen Idylle, doch die scheinbar ruhige und entspannte Situation scheint zu trügen. Als der zwielichtige Nachbar Federico auftaucht und sich zunehmend für Cassie zu interessieren scheint, wird die Beziehung des jungen Paares nicht nur auf die Probe gestellt, es beginnt ein teuflisches Katz- und Mausspiel, das Bryan und Cassie um ihr Leben fürchten lässt…
(Quelle: Constantin Film Home Entertainment)

[Kommentar]
In den Presse-Angaben rund um und über „Welcome Home“ wird nicht nur vom Thriller berichtet, sondern auch von einer Sub-Ebene, dem Psycho-Thriller. Leider bewahrheitete sich diese Einschätzung aus meiner Sicht nur bedingt. Denn zwar finden wir einige dieser Einordnung obliegende Eigenschaften und Stilmittel im Werk vor, allerdings nur in der Güte, die dann schlussendlich nicht von einer Kategorie partizipieren sollten, da dieser das Gesamtergebnis schlussendlich nicht würdig wird. Hin und wieder droht „Welcome Home“ zum Teil an seinen eigenen Ausführungen der Story zu verzweifeln…

… da nutzt es dann auch nur wenig, dass zwei der Hauptfiguren von ehemaligen Music-Video Protagonisten besetzt sind und im Kern ganz gute Arbeit abliefern. Doch geben die Figuren und die nicht immer nachvollziehbaren Verläufe der zu wenig auf Einfachheit setzenden Geschichte nicht mehr her. Musik, Masken und die Ausleuchtung der Sets, all das vollzieht der Titel in einer adäquaten Qualität und man erhält den Eindruck, als hätte man hier etwas mehr draus machen können. Wie schade, empfand ich …

[Technik]
Entsprechend dem Stand des Mediums wäre es doch fatal, wenn man den mindesten Anforderungen nicht gerecht werden würde. Und dieser Fehler wird hier auch keinesfalls begannen. Denn eher gibt es trotz der Thematik und den inhaltlichen Situationen eine angenehme Ausleuchtung und ausreichend viele Bild-Details im Geschehen vorzufinden. „Welcome Home“ hat kein allzu freundliches Bild, die Farbgebung ist von normal bis hin zu speziell breit vertreten und wenn es darauf ankommt, so strahlt das Bild viel Ruhe aus. Auch arbeitet die Kompression unauffällig und gibt keinen Anlass zur Kritik.

Tontechnisch sollte ein Thriller in den richtigen Momenten in der Lage sein die notwendigen Akzente zu setzen. Denn dann kann man sich in hektischen, akustisch dynamischen Situationen auch mal einen kleineren Fehltritt erlauben. Zählen wir auf, so sind in deutscher Sprache ein DTS-HD 5.1 sowie ein Dolby Digital 2.0-Ton dabei, in der englischen Fassung gibt es ausschließlich DTS-HD 5.1. Begleitet wird dies durch das Angebot an Untertitel für Hörgeschädigte in Deutsch. Rauschen, Knistern oder Fehler im Allgemeinen sind nicht derart vertreten, als das sie mir aufgefallen sind.

[Fazit]
Ich hätte dem Herrn Aaron Paul einen besseren Auftritt, ein förderlicheres Umfeld für diesen Thriller gewünscht. Und für seine Karriere auf der großen Leinwand, dem Kino. Wie dem auch sei, mit „Welcome Home“ bleibt bei mir ein weniger toller Geschmack hängen. Es ist eben vielleicht auch so, dass ich zu hohe Erwartungen an den Titel hatte, eben auf Grund der Teilnahme Aaron Paul’s. Allerdings hilft dies auch nicht über einige inhaltliche Kinken hinweg, die auf der Laufzeit von rund 97 Min. passieren. Die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren, Extras gibt es auch noch:

– Behind the Scenes (ca. 19 Minuten)
– Trailer Deutsch (ca. 2 Minuten)
– Trailer English (ca. 2 Minuten)

Die Summe ist eigentlich keine Aufzählung wert, doch sind die Behind the Scenes-Anteile mit ihren rund 20 Minuten zusätzlicher Laufzeit ganz unterhaltsam, wenngleich auch technisch nicht auf einem angenehmen Niveau. Erhältlich ist der Film auf Blu-ray Disc seit dem 10. Januar 2019, der Preis liegt bei rund 15,- Euro.

Andre Schnack, 01.02.2019

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆