Yellowstone Nationalpark

Dokumentation
Dokumentation

[Einleitung]
Amerika steht aktuell mit weniger erfreulichen Themen in der Presse, da ist es auch mal wieder schön, wenn wir etwas Gutes vor die Augen bekommen. Und Nordamerika, oder auch die USA, bieten zahlreiche Naturschutzgebiete, wie den „Yellowstone Nationalpark“. Im gleichnamigen Dokumentationstitel aus dem Hause polyband, erschienen unter dem Label BBC earth, geht es dann auch hier. Auf gleich drei Teilen wird auf die unterschiedlichen Jahreszeit und den damit verbundenen Verwandlungen der Natur innerhalb dieses alten und bekannten Naturparks eingegangen. Ich vermutete High Definition Bilder von unendlicher Schönheit und Kraft, die unser Planet durch den Ausdruck von Leben in Fauna und Flora zutage bringt. Und interessante Informationen ‚natürlich’.

[Inhalt]
Der Yellowstone Nationalpark ist einmalig. Eine unberührte Wildnis von atemberaubender Schönheit. Heimat unzähliger Tierarten. Und nirgendwo sonst ist der Wechsel der Jahreszeiten so extrem wie hier. Im Frühling verändert sich die Landschaft innerhalb von nur drei Monaten völlig. Aus einem schneereichen Winter wird ein heißer, trockener Sommer. Die dreiteilige Serie zeigt, wie die Tiere im Yellowstone Nationalpark mit diesen dramatischen Veränderungen zurechtkommen.
(Quelle: polyband)

[Kommentar]
„Außergewöhnliche Geschichten von einem außergewöhnlichen Ort in dieser neuen dreiteiligen BBC-Serie.“ – ja, diese Aussage bekommt meine absolute und uneingeschränkte Zustimmung. Keine Sendung könnte uns genau jetzt drastischer Aufzeigen, wie relevant und kritisch sich Veränderungen des Wetters auf alles Leben auf der Erdoberfläche auswirken. Hier im Yellowstone Nationalpark ist es so, dass die Tiere gewissermaßen an diese Phänomene gewöhnt sind, ansonsten würden sie hier nicht (mehr) leben. Doch wird sehr plastisch veranschaulicht, wie heftig das Wetter hier sein kann und welche Kapriolen es schlägt.

Dazu werden eine ganze Menge Beispiele an verschiedensten Tiefen und auch Planzen dargestellt. Nicht zu sehr im Detail, sondern eher auf das große Ganze bezogen, um Abhängigkeit zu verdeutlichen und herauszuheben. Das ist unheimlich interessant und bietet einen tollen Blick auf das Thema. Vor allem, weil es hier sehr visuell zugeht. Der dicke, nahezu feste Schnee mit Temperaturen von bis zu -40 Grad Celsius auf der einen Seite, und dann teils glühende Hitze im Hochsommer unter den tollen Farbenspielen der Pflanzenwelt. Es scheint als wäre hier, an diesem wohl wundervollen Flecken Erde, die Welt noch in Ordnung. Aber auch dieser Schein trügt.

Mit instrumentellen Klängen, einer angenehmen Stimme des informativen Sprechers und fantastische Bildern gewann die dreiteilige Sendung „Yellowstone Nationalpark“ meine höchste Wertschätzung. So etwas sollte Pflichtprogramm im öffentlich rechtlichen TV-Programm werden. Alle in diesem Land sollten dies sehen und was wir Menschen daraus machen. Das hier ist kein Appell an die Vernunft ordentlich mit unserem (!) Lebensraum umzugehen, sondern einfach nur ein Gedanke eines Menschen, der Bestandteil einer schier unaufhaltsamen Maschinerie zu sein scheint, die sich Menschheit schimpft. Hoher Respekt jenen, die solche Bilder einfangen und der Faszination der Natur ein Gesicht verleihen.

[Technik]
High Definition at its best! Das kann ein Satz sein, der nicht nur mit internationaler und mithin auch US-amerikanischer Note daher kommt, sondern auch treffend beschreibt, was wir hier vor die Augen erhalten. Wirklich wunderbare High Definition Aufnahmen in vollen 1080p Bildern stellen sich auf, um uns – als Publikum – in diese Welt der Natur zu entführen. Dabei gibt es tolle Blickwinkel und Szenen, die wir ohne solche Filme niemals zu sehen bekommen würden. Die Qualität ist dabei wirklich prächtig. Sauber, gut gerahmt und mit Unmengen an Details ausgestattet begeistert das 1.78:1-Bild durchweg. Fehler oder Störungen und Verunreinigungen fallen nicht auf.

Informationen, oder aber besser die Vermittlung von interessanten Fakten und eben Wissen über die uns umgebende Natur – das steht hier im Vordergrund. Und das kann man auch hören. Ich nehmen neben einer sehr sympathischen, männlichen Stimme aus dem Off auch einige gute Umgebungsgeräusche wahr. Eine nennenswerte Räumlichkeit oder Weite ist nicht auszumachen, jedoch bei Veröffentlichungen dieses Schlags auch eher ungewöhnlich bis gar nebensächlich. Technisch betrachtet gibt es hier wahlweise deutsche oder englische Sprache im Format DTS-HD 2.0. Untertitel sind dem Datenträger nicht vergönnt.

[Fazit]
Entstanden ist die dreiteilige Dokumentation 2016. Die drei Episoden mit den Titeln „Winter“, „Frühling“ und „Sommer“ finden Platz auf einer einseitigen und zweischichtigen Blu-ray Disc (BD 50) und machen technisch eine gute Figur. Sie laufen jeweils rund 50 Minuten und füllen damit eine angenehme und durchaus breit gefüllte Spieldauer. polyband schuf all das, was mich als potenziellen Käufer interessiert: Inhalt in High Definition, eine angenehm gestaltete Umverpackung und Produktdesign aus der Regal-Perspektive und einen Preis, der angemessen, wenngleich nicht besonders günstig erscheint. Knappe 19,- Euro fallen hier an. Für Aufnahmen, die einfach atemberaubend sind und einen interessanten Einblick in den Kreislauf des Lebens ohne Altersfreigabe ist dies auf keinen Fall zu viel. Erhältlich seit dem 25. Mai 2018. Eine tolle Doku!

Andre Schnack, 11.06.2018

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆