
[Einleitung]
Investigativjournalist Seymour Hersh ist mittlerweile 89 Jahre alt und in den USA sowie weltweit bekannt für seine enthüllenden Artikel über brandheisse Themen, die meist die US-Regierung in die Bredouille bringen könnten. Unter der Regie von Laura Poitras und Mark Obenhaus entstand 2025 diese Dokumentation mit dem Titel „Cover-Up“. In ihr geht es um die Wahrheit, die Regierungen dieser Welt und jenen Reportern und Journalisten, die Klarheit ins Bild bringen wollen. Überwiegend gehts auch um Seymour Hersh in diesem Film.
[Kommentar]
Die ersten 40 Minuten widmen sich Vietnam und den nachgewiesenen Massakern an ziviler Bevölkerung durch US GIs. Dann gehts thematisch an die Ursprünge Hersh’s Leben und Arbeit sowie Lebenswerk. Dazu werden unterschiedliche Themen auf die Agenda geholt, die Hersh in seiner Karriere gewissermaßen „bearbeitet“ hat. Er erinnert sich vor der Kamera in den Interview-Ausschnitten detailliert und klar an relevante Aspekte. Zwischendurch immer wieder Aufnahmen aus der Vergangenheit, jeweils im Originalformat, darunter Videos, Fotos und Notizen.
Die Wahrheit herausfinden, deren Ursprung und Quellen schützen, und etwas daraus veröffentlichen. Das ist wohl ein Regelsatz, dem Hersh vielleicht inhaltlich folgen könnte. Handwerklich ist die Dokumentation in der Länge eines heutigen Kinofilms gut gelungen und der Mix unterschiedlicher Quellen gefällt in der hier aufgebotenen Zusammenstellung gut. Inhaltlich brachte mich der Titel wegen aktueller Ereignisse ins Grübeln. Aber dann dachte ich nur, dass die heutige US-Administration mit Sicherheit ebenfalls weitere geheime CIA Missionen durchführt. Siehe Venezuela.
[Technik]
Unterschiedlichste Aufnahmen, viele verschiedene Quellen sorgen für eine breite Varietät in Sachen Bild und Ton. Ausschlaggebend natürlich ist dies mehr beim Bild, denn allein schon dem Format sieht man natürlich bedingt das Alter an. Wir erleben die Originalaufnahmen in einem nicht auf 16:9-angepassten Wege, was auch einen hohen Charme hat. Qualitativ sind sie soweit in Ordnung und Standbilder wechseln mit ruhigen Videos oder betagten Amateuraufnahmen. Die Kompression zeigt sich dabei unauffällig und soweit in Ordnung.
Den Ton des Dokumentarfilms haben die Stimmen fest im Griff. Sie bestimmen den Inhalt und Informationsgehalt, der dann von den gezeigten Aufnahmen ergänzt und unterstützt wird. Die Sprachausgabe ist dabei klar und stets gut zu verstehen. Ich wählte dabei die englische Version mit ebenfalls englischen Untertiteln. Es sind jedoch auch noch weitere Fassungen per Streaming hier vertreten und können in Echtzeit gewechselt werden.
[Fazit]
Falls noch nicht geschehen, so erscheint bestimmt bald etwas über Kriegsverbrechen der israelischen Armee in Gaza. Denn das ist eines der Themen, an denen Hersh wohl arbeitete, während diese rund 118minutenlange Dokumentation abgedreht wurde. Die Altersfreigabe von „Cover-Up“ liegt bei ab 16 Jahren und der Titel ist jüngst dem Streaming-Angebot von Netflix hinzugefügt worden. Wer Dokumentationen mag, der sollte hier genauer hinschauen.
Andre Schnack, 05.01.2026
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