Die letzte Festung

Action/Drama/Thriller
Action/Drama/Thriller

[Einleitung]
Robert Redford gehört zu ein ganz großen. Und das schon eine sehr sehr lange Zeit. Der gute Mann ist in einem Alter, in dem ich rein gar nichts mehr machen können werde, davon bin ich recht überzeugt. Und er dreht Filme. Nun denn, „Die letzte Festung“ (Originaltitel: The Last Castle) entstand 2001 unter der Regie von Rod Lurie nach einem Drehbuch von David Scarpa und Graham Yost. In den relevanten Figuren sind zu sehen: Robert Redford eben, James Gandolfini, Mark Ruffalo, Steve Burton und Delroy Lindo. Diese High Definition Version des Films erscheint als Download-Fassung im iTunes Store und ich war sehr angetan davon, den Film erneut – dieses Mal nur in HD – anzuschauen. Immerhin ist die letzte Ansicht fast 12 Jahre her.

[Inhalt]
Großes Starkino und spektakuläre Action sind geboten, wenn Oscar-Preisträger Robert Redford (Spy Game) sich in diesem spannenden Thriller dem skrupellosen Gefängnisdirektor (James Gandolfini) entgegenstellt. Sein Dienst am Vaterland machte ihn zum Helden. Ein Fehler machte ihn zum Gefängnisinsassen. Für General Eugene Irwin (Redford) geht es zunächst einfach nur darum, seine Strafe abzusitzen – bis er mit Entsetzen feststellen muss, dass seine Mitgefangenen kaltblütig ermordet werden. Da übernimmt Irwin ein letztes Mal das Kommando und vereint die Gefangenen in einem verzweifelten Kampf, der der Welt das wahre Gesicht eines brutalen, korrupten Systems offenbaren soll.
(Quelle: Paramount Constantin Product Info)

[Kommentar]
Ich habe den Titel als Code 1-Variante direkt nach Veröffentlichung auf dem US-Markt gesehen und war beeindruckt von dem Film und seiner technischen Umsetzung. Mir gefiel praktisch alles an ihm. Heute ist das etwas anders, aber gar nicht so anders wie ich feststelle. Denn eine gute Geschichte bleibt eine gute Geschichte. Mehr Weisheiten gefällig? Ich habe sie immer nur eher zufällig parat und dazu nur wenige. „Die letzte Festung“ ist ein mehr oder weniger typischer Gefängnis-Thriller. Da gibt es „Lock Up“ oder auch „Gesprengte Ketten“ oder „Die Verurteilten“. Auch „Die letzte Festung“ weist ihre Eigenheiten auf und bietet keine offensichtlichen Kopien oder Klischees, die nerven könnten oder an denen man sich stört.

„Die letzte Festung“ bietet einen Robert Redford in Höchstform, dessen Gegenspieler ein wenig gegen ihn zu verblassen droht. Doch dann, als sich das wahre Gesicht des Gefängnisdirektors zeigt, fährt auch Gandolfini hoch. Ergänzt durch sehr gut ausgesuchte Nebenbesetzungen erhalten wir ein glaubhaft spielendes Ensemble, das sich untereinander gut ergänzt und praktisch nahtlos in die entsprechenden Figuren passt. Stil und Professionalität werden ebenfalls groß geschrieben, erzählt wird mit ausreichend Tempo und eben so, dass Atmosphäre und Spannung entsteht. Action nimmt hier zwar eine untergeordnete Rolle ein, aber wenn sie durchkommt, dann ordentlich.

[Technik]
„Die letzte Festung“ begibt sich hier in High Definition Bildern auf die Suche nach der Aufmerksamkeit des Publikums. Genauer: 2.35:1-Formatierung auf 1080p-Basis gibt es hier im Programm. „Die letzte Festung“ hat einen ausgewogenen Kontrast im Angebot, auch füllt eine ordentliche Kantenschärfe den Zaum und die Konturen offenbaren in ihrem Zusammenspiel ausreichend viele Bilddetails. Rasche Bewegungen oder schummerige Ausleuchtung sind keine Herausforderungen für den Transfer. Rauschen oder andere Störungen sind nicht mit dabei. Alles in allem keine grandiose Leistung, jedoch im oberen Mittelfeld angesiedelt unterhält die Technik gut.

Widme ich mich dem Ton, so sollte ebenfalls an die actiongeladenen Momente der Laufzeit gedacht werden. Englischen Originalton und die deutsche Synchronfassung sind in Dolby Digital 5.1 (Englisch zzgl. CC). Französisch ist dann noch in Stereo-Signalen verarbeitet, ansonsten säumen zahlreiche optionale Untertitelspuren das Antlitz des Wiedergabegeräts. Oft geht es recht ruhig zu, niemals mangelt es hingegen an Hintergrundgeräuschen oder aber an der Klarheit der Sprachausgabe. Immer wieder stellen die verschiedenen Kombinationen aus Tonelementen ein hohes Können unter Beweis und bieten eine gute technische Güte.

[Fazit]
Für mich gehört „Die letzte Festung“ zu den guten Filmen mit Robert Redford, was sozusagen ein doppeltes Lob sein soll. Der gute Mann zeigt hier auch im bereits angestaubten Alter, dass er noch ordentlich etwas zu bieten hat und sich auch auf einen Titel mit Action-Elementen einzulassen versteht. Auf einer Laufzeit von rund 131 Minuten füllt der Film einen angenehmen Abend mit gelungener Unterhaltung aus. Die Altersfreigabe liegt bei ab 16 Jahren. Gleich 9 optionale Untertitelspuren und der englische Originalton, dass muss als Extras ausreichen. Es füllen sich 5,01 GB Kapazität für diesen Download. Erhältlich bei iTunes zu rund 10,- Euro Kaufpreis.

Andre Schnack, 28.07.2014

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆