Prestige – Die Meister der Magie

Drama/Mystery/Thriller
Drama/Mystery/Thriller

[Einleitung]
Unter der Regie von Christopher Nolan entstand 2006 als US-amerikanische Filmproduktion der Titel „Prestige – Die Meister der Magie“ (Originaltitel: The Prestige). In den führenden Rollen der Erzählung sehen wir Hugh Jackman, Christian Bale, Michael Caine, Piper Perabo, Rebecca Hall und weitere. Das Drehbuch schrieben Jonathan Nolan sowie Christopher Nolan nach einer Roman-Vorlage von Christopher Priest. Der Thriller über zwei Magier zur Zeit des viktorianischen Englands brachte es zu keinem nennenswerten Kinoerfolg hierzulande. Ich nahm mir nun den Titel als deutschsprachige Download-Variante aus dem Apple iTunes Store vor und berichte über die vorliegende High Definition Version von „Prestige – Die Meister der Magie“.

[Inhalt]
Der neue Film des gefeierten Regisseurs Christopher Nolan („Memento“, „Batman Begins“) ist ein von Illusionen durchzogener Thriller. In dieser Kriminalgeschichte voller Drehungen und Wendungen entsteht im Viktorianischen England eine brutale Rivalität zwischen zwei aufstrebenden Magiern. In einem Wettkampf der Zaubertricks riskieren sie alles, um der Beste zu sein und lassen zugleich nichts unversucht, um die Berufsgeheimnisse des Anderen aufzudecken. Als diese beiden außergewöhnlichen Männer aber Wagemut gegen Begehren, Effekthascherei gegen Wissenschaft und Ehrgeiz gegen Freundschaft ausspielen, sind die Folgen gefährlich, trügerisch und tödlich.

Es beginnt alles im sich rasch wandelnden London der Jahrhundertwende. Zu einer Zeit, als Magier noch Idole und Berühmtheiten ersten Ranges waren, machen sich zwei junge Zauberer auf ihren eigenen Weg zum Ruhm. Während der raffinierte Robert Angier (Hugh Jackman) ein schillernder Unterhaltungskünstler in Vollendung ist, mangelt es dem ruppigen Puristen Alfred Borden (Christian Bale) am angemessenen Stil, um seine kreativen Genieeinfälle der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zu Beginn sind sie noch befreundete Partner, die sich gegenseitig bewundern. Doch als ihr größter Trick entsetzlich fehlschlägt, werden sie zu lebenslangen Feinden.

Jeder darauf versessen, den anderen zu übertrumpfen und auszustechen. Trick für Trick, Show für Show, steigert sich ihr grausamer Wettkampf, bis er keine Grenzen mehr kennt. Sogar die durch Nikola Teslas wissenschaftliche Brillanz neu entdeckten Kräfte der Elektrizität machen sie sich für ihre Magie zunutze, während das Leben aller um sie herum auf dem Spiel steht. Gespickt mit aufregenden Tricks und Enthüllungen, taucht der Film in eine fesselnde Welt ein – und geht dabei bis an die entferntesten und dunkelsten Grenzen des Glaubens, des Vertrauens und des Vorstellbaren.
(Quelle: iTunes)

[Kommentar]
Wenn jemand wie Christopher Nolan für eine Filmproduktion verantwortlich ist, dann sind weder Aufbau, noch Ablauf oder irgendetwas handwerkliches zufällig gestaltet, sondern folgen einem Stil und einem Plan. Gar nichts wird zufällig oder willkürlich entstanden sein, dazu nutzt Nolan zu sehr bereits die einfachen und grundlegenden Aspekte des Erzählens einer Geschichte. Also kann es bei einem Film über Magier zB so sein, als das der Aufbau und Ablauf dem eines gelungenen Zaubertricks ähneln. Dazu gehören dann natürlich noch Figuren, die auch das Wesen eines Magiers zu transportieren verstehen. Mit den beiden Hauptdarstellern Hugh Jackmann und Christian Bale traf man eine gute Wahl, da beide in ihren Rollen aufgehen und überzeugen.

Mystisch anmutende Figuren gehören zu meinen liebsten Konsumgütern, was das Kino und die Filme betrifft. Große Charaktere faszinieren die Menschen. Hier ist dies bezogen auf die beiden Unterhaltungskünstler, die mit ihren Tricks um Aufmerksamkeit buhlen. Warum daraus nicht einen Film machen? Nischen mit ganz großartigen Filmen sind keine Seltenheit, wie zum Beispiel der Fecht-Film „Duell der Meister“. „Prestige“ hievt einen ganz anderen Berufsstand in eine hohe Ebene, um dort technisch und erzählerisch spannungsreich zu unterhalten. So soll es sein. Auch für alle interessant, die nicht viel auf David Copperfield geben.

[Technik]
Technisch betrachtet kommt „Prestige“ in High Definition daher. Das genaue Seitenverhältnis bemisst sich dabei auf ein Format von 2.35:1, was dem Original entspricht. Wie es die Natur der Geschichte und die zeitliche Ansiedelung so will, widerfährt dem Zuschauer hier schon einiges an weniger gut ausgeleuchteten Aufnahmen. Inhaltlich passt dies zwar gut, jedoch ist es eben nicht so, dass die qualitativen Aspekte alle dann so gut zur Geltung kommen, wie manch einer sich das wünschen mag. Dennoch wird ein angenehmes Niveau gewahrt. Kontrast, Farbgebung und auch die Kantenschärfe leisten gute Dienste und geben wenig Anlass zur negativen Kritik. Ausreichend plastische Bilder mit ruhiger Wirkung ohne Kompressionsmängel.

Beim Ton bin ich offen gestanden etwas überrascht, und zwar gar nicht positiv. Denn „Prestige“ bietet einen HD Bild-Transfer an, verfügt dann allerdings ausschließlich über einen Stereo-Sound, der wahlweise in den Sprachfassungen Deutsch oder Englisch angehört werden kann. Stereo ist nun wirklich nicht das, was man heutzutage unter High Definition versteht. Mehr als zwei Kanäle sind da schon das Minimum. Theoretisch also ein echter Nachteil zu allen erhältlichen Versionen im (stationären und Online-) Handel des Films. Schade, denn das tonale Schauspiel wirkt somit reduziert und vermag nicht durchgängig zu überzeugen. Rauschen oder Fehlverhalten bleiben aus, genau so wie eine spürbare Räumlichkeit. Schade.

[Fazit]
Mir gefiel das Spiel der zwei Magier sehr gut. Von Beginn an ist klar, dass wir es mit einem Sherlock Holmes-England zu tun bekommen, wie viele es schätzen. Nur eben ohne den weltbekannten Detektiven und Kriminalisten. Auf einer Laufzeit von rund 130 Minuten spinnt Christopher Nolan eine spannende und unterhaltsame Geschichte, wie wir es von ihm kennen. Wer das Thema nicht mag, der kann trotzdem ausprobieren, denn die beiden tragenden Schauspieler leisten derart gute Arbeit, als das die Thematik etwas in den Hintergrund rückt. Extras oder gesondertes Bonusmaterial liegt der iTunes-Video Datei nicht bei. Im Zuge einer Aktion kostete mich der Titel knappe 7,- Euro. Freigegeben ab 12 Jahren.

Andre Schnack, 14.08.2014

Film/Inhalt:★★★★★☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆