Underworld: Blood Wars

Action/Adventure/Fantasy
Action/Adventure/Fantasy

[Einleitung]
„Underworld: Blood Wars“ ist nunmehr der bereits fünfte Film des Underworld Franchise. Das ist so etwas wie Resident Evil ohne Zombies, dafür mit Vampiren und Werwölfe. Die Unholde sind nicht hässlich, sondern eher der Kategorie ihrer Darstellerin Kate Bechinsale. Weitere Unholde sind besetzt mit Theo James, Tobias Menzies, Lara Pulver, Charles Dance und weiteren. Die Regie übernahm Anna Foerster nach einem Drehbuch von Cory Goodman. Die Underworld-Charaktere entstammen den Ideen von Kevin Grevioux, Len Wiseman und Danny McBride. Ich konnte mir diesen Action-Thriller im düsteren, schaurigen Fantasy-Gewand aus dem Angebot von Sony Pictures Home Entertainment genauer angucken.

[Inhalt]
In „Underworld: Blood Wars“, der Fortsetzung der legendären Blockbusterreihe, muss Vampirin und Todeshändlerin Selene (Kate Beckinsale) die brutalen Attacken des Lykaner-Klans und der Vampire, die sie verraten haben, abwehren. Zusammen mit ihren einzigen Verbündeten David (Theo James) und dessen Vater Thomas (Charles Dance), gilt es, den ewigen Kampf zwischen Werwölfen und Vampiren zu beenden, selbst wenn sie dafür das ultimative Opfer bringen muss.
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

[Kommentar]
Immer wenn ich an dieses Franchise denke, dann kommt mir auch „Resident Evil“ in den Kopf. Auch hier wurde – angeführt von einer schönen Frau in tragender Rolle – ein lang anhaltendes und erfolgreiches Modell betrieben, dass sich über viele Filme erstreckt. Bei „Underworld“ gefiel mir damals als gelungene Alternative zu vorherigen Werken wie „Blade“, der den Vampir-Film in ein neues Tempo gehievt hatte. Doch irgendwie ist das hier alles etwas anders. Martialisch und brutal, denn alle Figuren sind unheimlich durchsetzungsstark, dann aber auch irgendwie etwas romantisch, zumindest in zarten Zügen…

Technisch und handwerklich kann man hier nicht schimpfen. Die vielen computergenerierten Effekte und Situationen und Sets sind gut in den restlichen Film verwoben und nichts und niemand stört einander. Das ist schon einmal gut. Dann wird auch noch eine gehörige Portion Spannung geboten, die oftmals eher aus den schattigen Situationen und Einstellungen resultiert, als durch die Geschichte und ihren Erzählstil. Wer damit leben kann, der erhält die fünfte Erzählung aus einem dunklen Reich voller Gefahren, Intrigen und dunklen Mächten, die mittlerweile ein bisschen abgegriffen daher kommt, dennoch solide auffährt.

[Technik]
High Definition erstrahlt hier nicht, sondern bietet sich ein eher dunkel anmutendes Stelldichein. „Underworld: Blood Wars“ besticht durch vorrangig schattige, kühle, eher bläulich angehauchte Farbwahlen. So entsteht Kälte und eine gewisse Umbehaglichkeit, welche durchaus normal zu sein scheint im „Underworld“-Universum. Technisch kann das überzeugen, so sind die Kanten scharf, die Details des Geschehens ausreichend üppig und Sauberkeit wird auch gutgeschrieben. Die Kompression arbeitet sauber und unauffällig. Dunkel aber gut alles.

Neben einem 2.40:1-Transfer in vollen 1080p führt der Titel einige DTS-HD 5.1-Soundtracks mit sich. Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Russisch sind enthalten und werden durch mehr als ein Dutzend Untertitelversionen flankiert. Der „Underworld: Blood Wars“ ist akustisch lebhaft und dynamisch inszeniert. Wo die Sprache noch überwiegend zentral erklingt, dort verlassen die Umgebungsgeräusche diesen Fokus und suchen sich ihren Weg ans Ohr und erzeugen dabei räumliche Weite.

[Fazit]
Mir gefällt das Blaugrau der düsteren Bilder, die wuchtigen Inszenierungen und das schwere Erbe dieser mächtigen Geschöpfe und Untoten der Schatten-, oder besser, Nachtwelt. Auf rund 91 Minuten unterhält der Film wirklich kurzweilig und temporeich und bietet eine gute Zeit, wenn man sich denn eben natürlich auf die Werwolf- und Vampire-Welt einlassen kann. Abgelegt wurde der Spaß auf einer einseitigen und zweischichtigen Blu-ray Disc (BD 50), die eine Altersfreigabe von ab 16 Jahren aufweist. Erschienen am 1. April 2017 zu einem Preis von rund 15,- Euro.

Andre Schnack, 25.04.2017

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★★☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆