Baby Driver

Action/Crime/Music
Action/Crime/Music

[Einleitung]
Regie und Drehbuch sind von Edgar Wright; diese US-amerikanische, britische Ko-Produktion erschien 2017 in den Kinos und kann nun bereits als High Definition Blu-ray Disc aus dem Angebot von Sony Pictures Home Entertainment angesehen und erworben werden. „Baby Driver“ lautet der Titel des Films, von Edgar Wright. Unter anderen sehen wir in den relevanten Rollen vor der Kamera Ansel Elgort, Kevin Spacey, Lily James, Jon Bernthal, Jon Hamm sowie Jamie Foxx. In den Internet Movie Database erfreut sich der Film einer hohen Beliebtheit. Und ich muss sagen, ich war gespannt, da sich beim Lesen des Inhalts hohes Interesse an einer Ansicht entwickelte. „Baby Driver“,… Vorhang auf.

[Inhalt]
Baby (Ansel Elgort), ein junger talentierter Fluchtwagenfahrer, verlässt sich voll und ganz auf den Beat seiner persönlichen Playliste, um der Beste in seinem Job zu sein. Als er das Mädchen seiner Träume (Lily James) trifft, sieht Baby eine Chance, einen Schlussstrich unter sein Gaunerleben zu ziehen und reinen Tisch zu machen. Doch als er genötigt wird, für einen Gangsterboss (Kevin Spacey) zu arbeiten, und ein zum Scheitern verurteilter Raubüberfall sein Leben, seine Liebe und Freiheit gefährdet, muss er für seine Missetaten geradestehen.
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

[Kommentar]
Wenn ich mich an „Drive“ mit Ryan Gosling erinnere, dann erinnere ich mich an einen spannenden Film, in dem das Fahren eines Autos eine relevante, gar tragende Position einnimmt. Alles andere passiert gekonnt erzählt und stilsicher inszeniert darum herum statt. Ähnlich ist es hier auch und „Baby Driver“ ist ganz und gar nicht Baby, wenn es um die Güte des Films geht. Diese setzt sich zusammen aus einer spannend gesponnenen Geschichte und eben dieser ebenfalls sehr zielsicheren Ausführung, was den Stil und die Ausgestaltung betrifft.

Ich mag Filme, die sich mit der Mafia, organisierten Verbrecher-Organisationen oder auch Kriminalitätsdelikten befassen. „Baby Driver“ grenzt sich ordentlich von Genre-Konsorten ab, beschreitet dabei jedoch auch einen Weg, oder besser, eine Strasse, die keinesfalls unbekannt ist. Bereits Quentin Tarantino war sich des gekonnten Einsatzes von Filmmusik bewusst und trieb dies zur Professionalität, er war nicht der einzige. Regisseur Edgar Wright macht einen Schub nach vorn und erschafft einen Film, der die gesamte Zeit über mit einem sehr speziellen Soundtrack mit enger Bindung zum Inhalt aufwartet.

„Baby Driver“ arbeitet mit der Musik. Sie ist Bestandteil der Handlung, sie ist Stimmungsgeber und zeigt in ungewohnter Art und Weise eine Klammerfunktion auf, die in der dargebotenen Intensität bisher so nicht üblich war und ist. Das Angebot setzt sich zusammen aus einem Crime-Inhalt, etwas (zugegeben von Klischees behaftete) Liebe und Romanze und Humor. Ja, richtig, die Comedy darf hier auch nicht fehlen. Dabei ist das kein Humor der Gattung „schrilles Auflachen“ oder „frohes Jauchzen“, sondern eher subtiler, intelligent gemacht und nahtlos eingezogen in das Geschehen, was trotzdem spannend erzählt ist.

[Technik]
High Definition sollte bei actiongeladenen Titeln ein Genuss werden. Dann wird zumeist auch der ohnehin schon gute Film noch besser. Zackige Schnitte und rasante Kameraschwenks werden hier brillant und nahezu verlustfrei wiedergegeben und geben keinerlei Anlass zur Kritik. So sollte es sein und ein bisschen ist es ja auch so. „Baby Driver“ gewinnt durch seinen Stil an Charme und somit zwangsläufig an Gefallen beim Publikum. Der Bild-Transfer erweist uns seine Ehre im Format 2.39:1-Format und hat 1080p-Aufnahmen im Gepäck, die sich wirklich sehen lassen können und dem Anspruch des Inhalts gerecht werden. Unauffällig arbeitet die Kompression inmitten eines sauberen Geschehens.

Kommen wir zum Ton von „Baby Driver“. Dieser erklingt wahlweise in den Sprachen Deutsch, Englisch oder Französisch im Format DTS-HD Master Audio aus den angeschlossenen Lautsprechern. Russisch hingegen macht sich im Format Dolby Digital 5.1 auf den Weg ins Ohr des Zuschauers. Ergänzend stehen Untertitel in 14 Sprachen zur Verfügung. „Baby Driver“ legt viel wert auf einen ordentlich ausgespielten Soundtrack, vor allem auch die musikalische Begleitung spielt hier eine große Rolle. Immer wieder wird klar, dass der Film bei ausgeschaltetem Ton anders ist und nur so wirklich gut funktioniert, wie er hier auch tonal abgebildet ist.

[Fazit]
„Baby Driver“ hat mir richtig viel Spaß gemacht. Variety schrieb „Der Knaller!“. Wie aber auch die persönliche Meinung auch ausfällt, fest steht, dass „Baby Driver“ auf rund 113 Minuten Laufzeit bestens zu unterhalten versteht. Abgelegt ist dieser Inhalt auf einer einseitigen und zweischichtigen Blu-ray Disc (BD 50), die sich mit einer Altersfreigabe von ab 16 Jahren auszeichnet. Erhältlich seit dem 4. Dezember 2017. Das Verpackungsdesign ist gelungen, die Extras stellen sich dem Käufer in folgender Aufstellung:

– mehr als 20 Minuten verlängerte & gelöschte Szenen
– Mozart in einem Go-Kart: Ansel fährt Auto
– Animation
– das funkige an der Sache: Die Choreographie
– Das ist mein Baby: Edgar Wright
– Ich brauche einen Wahnsinns Song: Die Musik

Ich war und bin ein großer Fan von „Drive“ mit Ryan Gosling. Nun bin ich auch einer von „Baby Driver“. Ein Film, der die Musik darin aufgesogen hat und sie wie Benzin im Motor verbrennt und verinnerlicht und dann den Zuschauer mit sich nimmt. Toll gemacht. „Baby Driver“ hat auch ein tragendes Musik-Element aufzuweisen. Das steht dem Film und seinem gesamten Stil unheimlich gut, da es das ‚Music‘ sogar in die Auflistung der relevanten Genres geschafft hat, neben Action und Crime.

Andre Schnack, 02.01.2018

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★★☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆