Das ist das Ende

Comedy/Fantasy
Comedy/Fantasy

[Einleitung]
Mit der Genre-Zuordnung Comedy und Fantasy innerhalb der Internet Movie Database war ich etwas irritiert und umeinverstanden – vor der Ansicht des Titels. Was ich nun dazu zu sagen habe, steht weiter unten im Text. Aus dem Heimvideo-Angebot von Sony Pictures Home Entertainment erscheint der recht aktuelle Comedy-Titel „Das ist das Ende“ (Originaltitel: This Is the End) aus der US-amerikanischen Filmküche. Im Regiestuhl nahmen Evan Goldberg und Seth Rogen Platz, beide schrieben auch das Drehbuch des Films, und zwar nach einer Vorlage von Jason Stone. In führenden Rollen: Jonah Hill, James Franco und Seth Rogen. Ich sah mir die Standard Definition Version genauer an und berichte…

[Inhalt]
„Das ist das Ende“ verfolgt das Schicksal von sechs Freunden, die in einem Haus eingeschlossen sind, nachdem Los Angeles von apokalyptischen Ereignissen zerstört wurde. Während die Welt um sie herum aus den Fugen gerät, bedrohen schwindende Vorräte und Lagerkoller ihre Freundschaft. Am Ende sehen sie sich gezwungen, das Haus zu verlassen und ihrem Schicksal entgegenzusehen. Dabei lernen sie die Bedeutung wahrer Freundschaft und Erlösung kennen.
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

[Kommentar]
Komödien aus den USA gelten hinlänglich bekannt eher als prüde denn provokant. Bei „This Is the End“ könnte dies anders sein, nein, es ist anders. Binnen der ersten Minuten verkonsumieren zwei Hauptfiguren Haschisch aus einer Holzpfeife, jener von Galdalf aus Herr der Ringe nachempfunden. Irgendwie lustig und für die vorgenannten Verhältnisse sogar mutig. Eine weitere der frischen Nebenwirkungen des Konzepts von „Das ist das Ende“: alle Darsteller spielen sozusagen sich als Darsteller! Das ist witzig, wenngleich man sich erst einmal nur herzlich wenig darunter vorzustellen weiß. So erging es mir zumindest.

Letztlich funktioniert der Film und kann in sich geschlossen wirken und doch irgendwie gesteuert chaotischen Charme versprühen. Dabei kommt das lachende Auge keinesfalls zu kurz. Mit allerhand Bezug zum Kino und der Filmindustrie an sich werden viele Leute, Filme und Situationen auf die Schippe genommen und das Mundwerk recht wenig gezügelt. Mir gefiel das gut, da es genau das ist, was den Film von anderen unterscheidet und – hier ist das der Fall – positiv abhebt. Wer allzu große Anforderungen am die Charaktere stellt, könnte enttäuscht werden. Sie reichen nicht immer über das Partyfilm-Niveau hinaus.

Technisch hingegen ein echter Hingucker, dieser Film. Seine raffinierten visuellen Effekte lassen die gesamte und bekannte Welt zusammen brechen und zeigen, was mit guten Computern und fähigen Leuten so möglich ist. Zumindest unter der Prämisse rund 32 Mio. Dollar Budget einzusetzen, denn auf so viel Geld wurde die Produktion geschätzt. Mit viel Humor dabei dürfte das potenzielle Publikum recht breit und groß ausfallen.

[Technik]
Die hier gebotene Standard Definition Technik muss sich keinesfalls hinter irgendetwas verstecken. Folglich erweist sich ein 16:9 erweiterter (anamorph) Transfer die Ehre, der sich im Format 2.40:1 pudelwohl zu fühlen scheint. Ein hohes Spektrum an Situationen, inhaltlich bedingt, fordert auch die Fähigkeiten der Technik. Alles in allem ist sie den Anforderungen gewachsen und bietet ordentlichen Kontrast, saubere Farben und auch ausreichend hohe Konturenzeichnung. Folglich bin ich auch mit der Anzahl der Bilddetails weitgehend einverstanden. Hier hat die BD Fassung mit Sicherheit die Nase weit vorne. Kompressionsartefakte fallen nicht auf.

Beinahe schon klassisch erscheint der Titel „Das ist das Ende“ mit zwei Tonspuren im Dolby Digital 5.1-Format in den Sprachen Deutsch sowie Englisch. Untertitel können wahlweise eingeschaltet werden und folgen dem Geschehen dann in den beiden vorgenannten Fassungen zuzüglich Türkisch. Inhaltlich hat es neben vielen Dialogen auch einiges mit Geräuschen auf sich. So kommt der Mehrkanalton auch sinnvoll zum Einsatz, wenngleich verhalten im Vergleich zu Action-Filmen. Hier und dort scheppert es ordentlich und so gibt sich dann auch der Ton. Gut.

[Fazit]
102 Minuten Laufzeit befinden sich hier auf der einseitigen und zweischichtigen Standard Definition DVD des Typus 9. „Das ist das Ende“ mag inhaltlich nicht jedermanns Geschmack treffen, zweifelsohne ist er stellenweise sehr witzig und intelligent inszeniert. Dies forderte schlussendlich auch eine Altersfreigabe von ab 16 Jahren laut FSK. Das an und für sich gut aufgeräumte Menü bietet Zugriff auf folgende Extras:

– Kommentar mit Seth Rogen und Evan Goldberg
– Der Regisseur, dein Freund
– Das ist das Marketing

Die Features passen zum gesamten Produktions-Design der Veröffentlichung, zweifelsohne. Sie geben einen eher kleinen Einblick dazu, was wir in der High Definition Fassung geboten bekommen. Dort sind es immerhin gleich über 90 Minuten Bonusmaterial. Zurück zur hier getesteten Version, die ab dem 17. Dezember 2013 im Handel erhältlich ist. Der Preis orientiert sich bei den mittlerweile für Neuerscheinungen obligatorischen 15,- Euro. Wer lachen mag, bitte sehr.

Andre Schnack, 11.12.2013

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★★☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆