Joint Security Area

Drama/War/History
Drama/War/History

[Einleitung]
In 2000 drehte der asiatische Regisseur Chan-wook Park sein großes fernöstliches Kinowerk „Joint Security Area“ (Originaltitel: Gongdong gyeongbi guyyeok JSA) ab. Die hochgelobte, koreanische Produktion wurde in den Hauptrollen mit Yeon-ae Lee, Byung-hun Lee, Kang-ho Song, Tae-woo Kim, Ha-kyun Shin und Christoph Hofrichter besetzt. Die von uns getestete Code2-DVD erscheint hierzulande unter dem Label Sunfilm Entertainment. Wir konnten uns so ein Bild des Insider-Tipps in Sachen Inhalt, Ausstattung und technische Umsetzung machen.

[Inhalt]
Der Todesstreifen zwischen Nord- und Südkorea ist seit dem Fall des Eisernen Vorhangs die tödlichste Grenze der Welt. Hier stehen sich die Mitglieder einer gespaltenen Nation in unversöhnlicher Feindschaft gegenüber. Doch auch in der Todeszone gibt es Menschlichkeit. Als ein Soldat auf eine Mine der Gegenseite tritt, werden die Feinde zu Lebensrettern. Eine geheime Kameradschaft entwickelt sich zaghaft zwischen den Grenzposten – bis eines Tages Schüsse peitschen und zwei Soldaten tot zusammenbrechen…

[Kommentar]
„JSA“ spricht eine aktuelle Sprache und bezieht sich inhaltlich auf den stets anhaltenden Konflikt zwischen Nord- und Süd-Korea. Dort wird noch heute ein zäher Kalter Krieg geführt, wie es ihn sonst glücklicherweise nicht mehr gibt. Also keine Fiktion, sondern pure Realität, die mit den Werkzeugen des Leinwandkinos massentauglich umgesetzt wurde. So erklärt sich auch der gigantische Erfolg des Films in Korea. Aber man gab sich viel Mühe, so dass auch außerhalb des Entstehungslandes durchweg positiv vom Werk Chan-wook Parks gesprochen werden kann. Er setzte seine authentisch wirkende Story innovativ und unterhaltsam um und sorgt mit etwas Action, Ironie, Intelligenz und Drama für gute Unterhaltung. Viele Elemente mögen für nicht so aufgeschlossene Gelegenheits-Cineasten etwas befremdlich wirken, doch jeder geistesoffene Mensch wird „JSA“ definitiv viel positives abgewinnen können.

[Technik]
Technisch erwartet uns ein eher durchschnittliches Niveau, welches sich über die beiden Bereiche Bild und Ton erstreckt. So kommt es, dass der Film im anamorphen Breitbild im Format 2.35:1 (Packungsangabe fälschlich 1.85:1) mit seinem Rauschen und der gewissen Unschärfe viel an Charme verliert. Zudem wirkt das gesamte Geschehen in der Horizontalen etwas gestaucht – ärgerlich. Die Farbgebung hinterlässt einen zu fahlen Eindruck und der Kontrast kommt ziemlich steil daher. Davon ab eine für asiatische Verhältnisse überdurchschnittliche Leistung.

Der Ton der Scheibe wurde in deutscher Sprache in den Formaten Dolby Digital 2.0 und 5.1 und DTS 5.1, und in der koreanischen Dolby Digital 2.0-Fassung abgelegt. Die deutschen Mehrkanalton-Versionen ertönen in einem zurückhaltenden und etwas nüchtern-sterilen Klangbild. Ab und an knallt es zwar auch mal und die hinteren Kanäle werden eingesetzt, im Großen und Ganzen jedoch geht es hier etwas ruhiger zu. Die Dialoge sind klar und deutlich zu vernehmen. Untertitel gibt es optional auf deutsch.

[Fazit]
Der Film mit der Message: „Bei der Klärung einer Situation ist es wünschenswert, wenn Zugehörigkeit, Religion und politische Ausrichtung und Ideologie der Beteiligten keine tragende Rolle spielen“ wurde auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) abgelegt und erhielt eine Altersfreigabe ab 16 Jahren. „Joint Security Area“ läuft rund 110 Minuten und bietet in dieser Zeit viel Inhalt. Die Disc wurde mit einem animierten Menü und folgenden Extras ausgestattet: ein Interview mit dem Regisseur (ca. 7 Minuten), der Original-Trailer, ein TV-Spot, ein koreanischer Music-Clip und ein Musik-Video von Rage Against The Machine. Dazu gibt es noch 5 Trailer weiterer DVD-Erscheinungen. Nicht gerade tiefsinnig und abendfüllend, dafür ab ganz unterhaltsam. Schade, dass die Disc auf der technischen Seite nicht so punkten kann wie erhofft, sonst wäre die Disc auf jeden Fall eine Kaufempfehlung geworden.

André Schnack, 10.01.2003

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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