Katzenauge

Comedy/Horror/Thriller
Comedy/Horror/Thriller

[Einleitung]
Kinowelt brachte uns schon einige Gruselwerke in den vergangenen Tagen als DVD-Fassung auf den Markt. Und so auch bei dieser Erscheinung erneut. „Katzenauge“ (Originaltitel: Cat’s Eye) von Regisseur Lewis Teague entstand nach einer Romanvorlage vom Meisterautor Stephen King und wurde 1985 in den US umgesetzt. In den Hauptrollen sind Drew Barrymore, James Woods, Alan King, Kenneth McMillan und Robert Hays zu sehen. Wir nahmen die DVD genauer unter die Lupe…

[Inhalt]
Drei mysteriöse Geschichten von Horror-Meister Stephen King, in denen jeweils eine kleine Katze die eigentliche Hauptrolle spielt…

Quitter’s Inc. Um sich sein leidiges Kettenrauchen abzugewöhnen, sucht Mr. Morrison (James Woods) professionelle Hilfe. Doch dabei gerät er in die Fänge einer dubiosen Organisation, deren Methoden zwar wirksam, aber unendlich grausam und sadistisch sind…

Der Mauervorsprung bringt den Liebhaber der Frau eines Mafiabosses in arge Bedrängnis. Wenn Norris (Robert Hays) es schaffen sollte, auf einem sehr schmalen Mauervorsprung den 43. Stock eines Wolkenkratzers zu umrunden, dann bleibt er ungeschoren. Doch für diesen Balanceakt hat sich der betrogene Ehemann einige lebensgefährliche Überraschungen ausgedacht…

In Der General fühlt sich ein junges Mädchen (Drew Barrymore) in ihrem Kinderzimmer von einem unerklärlichen Wesen bedroht. Niemand ahnt, dass sich in diesem Haus tatsächlich ein bösartiger Troll eingenistet hat, der dem Mädchen nach dem Leben trachtet. Einzig und allein die kleine Katze des Mädchens könnte es vor dem Tod retten, würde sie nur rechtzeitig zur Stelle sein…

[Kommentar]
„Katzenauge“ besteht aus drei spannenden Kurzgeschichten, in denen sich durchgehend ein Element als roter Faden offenbart: eine kleine Katze. Vom Aufbau her gleichen die Geschichten untereinander und man kann das Werk als einen zusammenhängenden Film beschreiben, untereinander sind die Geschichten bezüglich der Thematik jedoch sehr unterschiedlich – wenn es auch immer um etwas geht, dass dem Gemüt „Grusel“ empfinden lässt. Man merkt dem Film in der Umsetzung sein Alter an, wobei er auch in heutigen Verhältnissen dennoch spannende Atmosphäre erzielt. Die darstellerischen Leistungen sind allesamt überzeugend, die eingesetzte Tricktechnik wirkt zwar etwas altbacken, erreicht jedoch ihre Wirkung. Eine spannende Musik dazugemengt und fertig ist eine gelungene Verfilmung von drei Geschichten, die dem Grusel- und Horror-Fan gefallen werden.

[Technik]
„Katzenauge“ wartet nicht nur mit inhaltlichen Anspielungen auf andere King-Geschichten auf, sondern bietet auch eine ganz gelungene technische Umsetzung. Der Bildtransfer wird im anamorphen Breitbildgewand im Format 2.35:1 vollzogen und bietet eine dem Alter gerecht werdende Leistung. Insgesamt wirkt das Geschehen etwas zurückhaltend, wenn es um die Ausspielung kräftiger Farben und knackiger Kontraste geht, doch generell kann das weitgehend plastische Geschehen als natürlich in seiner Wirkung bezeichnet werden. Der angenehme Schärfegrad sorgt für übriges.

Kommen wir zum Ton. Dieser befindet sich in Form von drei Soundtracks auf der DVD: einem italienischen Dolby Digital 1.0-, einem deutschen Dolby Digital 2.0- und einem weiteren 2.0-Ton in der englischen Sprachfassung. Der Ton kann als durchschnittlich bezeichnet werden, denn viel vom gebotenen Tonpotential nicht genutzt. Überwiegend spielt sich das Geschehen auf dem Center-Speaker ab. Untertitel gibt es in 8 Sprachfassungen optional hinzuzuschalten.

[Fazit]
Stephen King’s „Katzenauge“ bietet inhaltlich Spannung durch drei einfallsreiche Geschichten, die Unterhaltung über rund 91 Minuten bieten. Der Inhalt dieser Kinowelt Home Entertainment DVD-Veröffentlichung wurde ab einem Alter von 16 Jahren freigegeben. Die einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) wird am 14. Mai zu einem Preis von ca. 20 Euro erscheinen. Doch was beim Inhalt und der Technik noch für Gefallen sorgte, dass vermag die Scheibe bezüglich ihrer Ausstattung nicht so zu vermitteln. Es gibt den deutschen Trailer zum Hauptfilm und einen exklusiven Audiokommentar mit Regisseur Lewis Teague, mehr leider nicht. Davon ab gefällt der Audiokommentar gut und er unterhält kurzweilig. Wem das reicht, der kann bedenkenlos zugreifen, und erst recht dann, wenn King-Verfilmungen zu den Favoriten gehören.

Andre Schnack, 07.05.2002

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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