Sindbads 7. Reise

Family/Fantasy/Action/Adventure
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[Einleitung]
Vor 50 Jahren widerfuhr der Kinowelt etwas schönes und es erschien „Sindbads 7. Reise“ (Originaltitel: 7th Voyage Of Sinbad). Der klassische Abenteuerfilm entstand unter der Regie von Nathan Juran nach einem Drehbuch von Ken Kolb nach einer Geschichte von Ray Harryhausen als US-amerikanische Filmproduktion in Farbaufnahmen. In den führenden Rollen des Titels sehen wir Kerwin Mathews, Kathryn Grant, Richard Eyer, Torin Thatcher und weitere. Anlass genug um eine 50 Jahre Jubiläums-Version des Films auf DVD zu veröffentlichen, welche uns zum Review vorlag.

[Inhalt]
Ein unglaubliches cineastisches Abenteuer nimmt seinen Lauf, als der legendäre Sindbad sich zu seiner gefährlichen Reise zur geheimnisumwobenen Insel Kolosse aufmacht. Hier will er den Fluch aufheben, den ein diabolischer Magier über seine geliebte Prinzessin verhängt hat. Doch bevor er die Frau seines Herzens retten kann, muss Sindbad gegen eine ganze Riege mythischer Monster antreten: den menschenfressenden Zyklopen, ein mit einem Schwert bewaffnetes Skelett, einen gefährlichen Vogel mit zwei Köpfen und einen Feuer speienden Drachen.
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

[Kommentar]
„Sindbads 7. Reise“ erzählt von großen Geschichten, unglaublichen Abenteuern, fantastischen Wesen und irrsinnigen Gefahren denen sich Sindbad gegenüberstellt. Und obwohl Sindbad eigentlich auch etwas unrechtes tat, wird er in dem Film dank seiner guten Tugenden und seinem vorbildlichen Verhalten zum Helden. Es gilt ja auch immerhin eine wunderschöne Frau zu retten, also. Der österreichische Regisseur Nathan Juran leistete sich vor 50 Jahren mit diesem Film wahrscheinlich einen künstlerischen Traum. Er konnte aus den Vollen schöpfen und Dank der wunderbaren und für damalige Verhältnisse sehr guten Spezialeffekte ein großes Publikum adressieren.

Im Ergebnis ist „Sindbads 7. Reise“ der wohl erfolgreichste und beliebteste Sindbad-Titel. Aufbau und Verlauf der Story sind aus heutiger Sicht sehr klassisch und wenig frisch, können jedoch mit dem Versprühen nostalgischen Charmes für Punkte sorgen. Abenteuerliche Aufnahmen gibt es immer wieder und die Trickkiste strapazierte Ray Harryhausen, verantwortlich für die visuellen Effekte, ordentlich und gut. Schauspielerisch erinnert der Film zuweilen eher an ein einfaches Kasperletheater, denn es fehlt an Rollen, die mehr Darstellerkunst erfordern. Insgesamt hält sich „Sindbad“ in diesem seiner Abenteuer extrem gut und überzeugt selbst heute noch mit seinem Charme.

[Technik]
„Sindbads 7. Reise“ wurde zum 50. Jubiläum hin überarbeitet und erscheint nun im anamorphen Breitbild-Gewand im Format 1.66:1. Für heutige Filmerscheinungen ist vorgenanntes Ratio ein wenig ungewöhnlich, dennoch nicht fremd. Qualitativ halten wir fest, dass wir bislang keinen besseren Sindbad in dem Alter vor Gesicht bekamen, ohne dass dies bedeutet der Transfer sei frei von Makeln. Ganz und gar nicht. Denn wir haben mit einem deutlichen Rauschen zu kämpfen, auch die Kantenschärfe macht den Spaß nicht unbedingt immer besser und stellenweise gibt es kleinere Verunreinigungen. Im Großen und Ganzen jedoch machen Farbsättigung, Detailgrad und Harmonie sowie Plastizität eine dem Alter angemessen gute Figur. Die Kompression verhält sich ruhig.

Tontechnisch – wie erwartet – stellt „Sindbads 7. Reise“ keine Offenbarung dar. Trotz das wir nun im Mehrkanalton-Format auf abenteuerliche Reise schreiten. Neben der deutschen, etwas dumpferen Synchronfassung erleben wir wahlweise auch englischen und französischen Dolby Digital 5.1-Ton. Zusätzlich beinhaltet die Disc noch einen monauralen englischen Sound. Optionale Untertitel stehen in fünf Sprachfassungen zur Wahl. Die Elemente Musik, Sprachausgabe und Umgebungseffekte stehen aktuellen Produktionen in allen Belangen nach, halten jedoch über die Laufzeit hinweg einen angenehmen und ausreichend frischen Ton.

[Fazit]
Damals wie heute gilt, „Sindbads 7. Reise“ ist ein einfallsreicher Abenteuerfilm mit hohem Unterhaltungswert. Der Titel besitzt eine Laufzeit von rund 84 Minuten und eine Altersfreigabe von ab 12 Jahren. Die hier vorliegende DVD-Fassung der „50th Anniversary Edition“ erscheint auf einer einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9) und weist ein leider einfallsloses und etwas liebloses Menü auf. Letztgenanntes offeriert das heiß erwartete und schön zusammengestellte Bonusmaterial. Es setzt sich zusammen aus:

* Audiokommentar mit Ray Harryhausen, Visuelle Effekte Experten Phil Tippett und Randall William Cook, Autor Steven Smith und Arnold Kunert
* Erinnerungen an „Sindbads 7. Reise“
* Ray Harryhausens Verdienste
* Die Musik von Bernard Herrmann
* Werbesong: „Sinbad May Have Been Bad, But He’s Been Good To Me“
* Ein Blick hinter die Kulissen (inkl. Interviews)
* Ray Harryhausen – interviewt von Regisseur John Landi
* „This Is Dynamation“ (Special Effects)
* Fotogalerie & Trailer

Liest sich nicht nur gut, lässt sich auch gut anschauen. Klar, nach einer so langen Zeit ist die qualitative Abbildung nicht mehr ganz so überzeugend, inhaltlich hingegen gibt es praktisch nichts auszusetzen und wir erhalten Materialien wie bei einer aktuellen Neuerscheinung geboten. Vom Musikvideo über einen Audiokommentar bis hin zum Blick hinter die Kulissen und Einblicke in die Gestaltung der visuellen Effekte ist alles mit an Bord. Schön. Erscheinungstermin ist der 6. November. Wer Sindbad mag, der muss zugreifen.

Andre Schnack, 14.10.2008

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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