Stanley Kubrick’s Fear and Desire

War/Drama
War/Drama

[Einleitung]
Wer kennt ihn nicht, einen der vielthematisierten Filmemacher. Ein kreativer Kopf mit wohl oftmals enger Stirn und brillanten Ideen zur Umsetzung seiner Gedanken. Mit „Fear and Desire“ begann sozusagen der gesamte Spaß. 1953, lange vor meiner Zeit, schuf der damals Mittzwanziger diesen Film, der oft und gerne als eines seiner unterschätzten Stücke gehandelt wird. Wie dem auch sei, mit Frank Silvera, Kenneth Harp und Paul Mazursky in den maßgeblichen Figuren und nur wenigen Beteiligten überhaupt schuf Regisseur Stanley Kubrick den Titel nach einem Drehbuch von Howard Sackler. Wir konnten diese Standard Definition DVD von SchröderMedia genauer betrachten.

[Inhalt]
Die Geschichte des Films beginnt in einem Wald, wo kurz zuvor vier Soldaten mit einem Flugzeug abstürzten. Diese merken schnell, dass sie sich im feindlichen Territorium befinden. Weder die Zeit noch der Ort des fiktiven Krieges wird dabei näher erläutert. Schnell können sie auch feindliche Truppen entdecken. Die vier Soldaten wollen versuchen mithilfe eines selbstgebauten Floßes das Gebiet des Feindes zu verlassen. Doch ein Floß zu bauen dauert auch ein wenig Zeit und das viel größere Problem ist, dass sie Hunger bekommen und im Wald ist nichts essbares vorhanden. Doch es gibt ja auch noch die feindlichen Lager der anderen Soldaten.
(Quelle: SchröderMedia)

[Kommentar]
Diesem Film gelingt es in der Theorie nur schwer nachvollziehbare Urängste nur annähernd erahnen zu lassen, was eine denkbar großartige Leistung darstellt. Denn mit nur wenigen Beteiligten, dem rechten Einsatz von Licht und Kamera sowie einer eigensinnigen und doch passenden musikalischen Begleitung gelingt Stanley Kubrick für seine damaligen Verhältnisse und vor allem noch beschränkten Erfahrungen ein gutes Stück Film. Natürlich kommt es vor allem auch auf die inhaltlichen Qualitäten an, keine Sorge, auch hier erleben wir eine erfrischend hohe Leistungsbereitschaft. „Fear and Desire“ mangelt es nicht an Hingebung, nur vielleicht zum Teil einfach am richtig passenden Publikum…

[Technik]
Verständlich, dass dieser Film nicht in breitwandigen Bildern auftritt, sondern sich an die alten Konventionen des Standard Definition 4:3-Formats hält. Also folgen wir 1.33:1-Aufnahmen, die sich in einem ordentlich abgemischten schwarz-weiß Transfer wiederfinden und dort auch gut gefallen. Sie sind ausreichend tief in der Kontrastgebung und Sättigung. Auch gehen die Leistungen in den Bereichen Bilddetails und Konturenzeichnung in Ordnung. Alles in allem in Ordnung, wären dort nicht teils altersbedingte Einflüsse wahrzunehmen oder aber Grenzen damaliger Technik.

Dolby Digital 2.0 erklingt wahlweise in den Sprachfassungen Deutsch oder Englisch aus den Lautsprechern. Untertitel sind auf dem Silberling nicht auszumachen. Viel an Ton erklingt hier letztlich auch nicht. Zumindest nicht, wenn wir mal das zusammenfassen, was wir hier maßgeblich als Ton bezeichnen wollen. Nur wenige Elemente versuchen das tonale Antlitz auszuschmücken. Nur ein eigensinniger Music-Score, der auch fehlerfrei erklingt. Rauschen oder Verunreinigungen treten nicht auf. Besonderheiten oder nennenswerte Qualitäten treten nicht auf.

[Fazit]
Was hier und dort gefeiert wird von Cineasten und weiteren Filmfreunden als großer Fund, entpuppt sich für mich als gut gestalteter und gut fotografierter und gefilmter Thriller, der ein paar grundlegende Regeln unter Menschen plastisch und eindrucksvoll darstellt. Dazu benötigt der Titel rund 60 Minuten, aus heutiger Sicht und Gewohnheit sehr wenig. Zur Technik ist alles geschrieben und auch kann man das beinahe zur Ausstattung meinen. Denn neben einer Trailershow gibt es gar nichts weiteres auf der Disc vorzufinden. Nur noch ein Wendecover. Rund 13,- Euro müssen wir den Titel berappt werden. Die FSK stufte ihn ab 16 Jahren ein. Erscheinungstermin 13. März 2013.

Andre Schnack, 22.04.2013

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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