Stir Of Echoes

Thriller/Horror
Thriller/Horror

[Einleitung]
Regisseur David Koepp erschuf „Stir Of Echoes“ (dt. Titel „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“) 1999 mit Kevin Bacon, Kathryn Erbe, Illeana Douglas, Kevin Dunn und Larry Neumann Jr. als Darsteller. Die mysteriöse Hintergrundgeschichte des Films ähnelt die des Films „The Sixth Sense“, beide Streifen liefen beinahe zeitgleich in den Kinos, „The Sixth Sense“ konnte jedoch die Massen für sich gewinnen, was nicht zu bedeuten hat, dass es sich auch gleich um den besseren Film handelt. Diese Code1-DVD kommt aus dem Programm von Artisan Home Video.

[Inhalt]
Tom Witzky (Kevin Bacon) lebt zusammen mit seiner Frau Maggie (Kathryn Erbe) und Sohn Jake (Zachary David Cope) in einer netten und ruhigen Nachbarschaft. Tom arbeitet viel für seine junge Familie, für das Wohl der drei und für das noch nicht so lang bezogene Haus. Eines Abends erfährt er von Maggie, dass der Familie weiterer Zuwachs bevorsteht. Tom weiß nicht genau seine Gedanken einzuordnen, da kommt ihm die abendliche Feier bei einem Nachbarn gerade recht. An Dinge wie Hypnose glaubt er schon gar nicht, unter Einfluss von Alkohol fordert er dann jedoch sein Glück und die spirituell angehauchte Schwester von Maggie heraus – sie soll ihn hypnotisieren. So sei dem, unter Einwirkung der Hypnose sieht Tom merkwürdige Dinge, die Prozedur wird abgebrochen, doch etwas anderes hat damit gerade erst angebrochen. Nach dieser Hypnose ändert sich Toms Leben. Er wird ständig von Tagesvisionen heimgesucht, kann kaum schlafe, hört merkwürdige Stimmen und sieht sonderbare Dinge. Die Hypnose hat etwas in ihm verändert. Seine Frau Maggie versteht ihn kaum noch, anders dagegen Sohn Jake. Er scheint zu wissen was mit Tom los ist, er hört auch diese Stimmen und weiß Bescheid. Als eines Abend scheinbar ein Geist auf dem Sofa neben Tom sitzt, dreht dieser beinahe durch. Er ist besessen von Gedanken, mit denen er selbst kaum etwas anfangen kann. Um so mehr er im Dunkeln tappt, um so größeren Schrittes nähert er sich einer verborgenen Wahrheit, über ein schreckliches Verbrechen und eine gequälte Seele.

[Kommentar]
„Stir Of Echoes“ ist ein sehr interessanter und wohl auch sehr unterschätzter und übersehener Film. Regisseur David Koepp leistete bei der Inszenierung seines gespenstigen Thrillers gute Arbeit, er schuf eine gruselige Stimmung. Mit einigen guten Special-Effects und hervorragenden schauspielerischen Leistungen avanciert sich „Stir Of Echoes“ in nicht erahnte Höhen. Letztlich ist es die sehr innovativ anmutende Geschichte des Films, die den Reiz und die Spannung ausmacht. Sie ist wie ein Puzzle, das sich im fortschreitenden Verlauf immer weiter der lösenden Vollendung nähert. Die Geschichte findet einen Ausgang, den man anfänglich auch nicht nur annähernd erahnen hätte können. Es fügt sich alles bündig und beinahe lückenlos zusammen. Der Film unterteilt sich in zwei Hälften, im zweiten Teil wandelt er sich etwas vom Mystery- zum Thriller/Krimi-Genre, stören tut das aber kaum. Leider hat diese Tatsache nur den etwas unschönen Beigeschmack, dass von der eigentlich vielversprechenden Thematik des Übersinnlichen stark abgelassen wird. Glücklicherweise gibt sich der Streifen aber bis zum Ende sehr spannungsgeladen und sehr unterhaltsam. „Stir Of Echoes“ verspricht anfänglich etwas zu viel und kann das im weiteren Verlauf nicht ganz einhalten, zufriedengestellt wird der Betrachter aber allemal. Schließlich hebt sich der Horror-Thriller angenehm von sonstiger Durchschnittskost ab.

[Technik]
Technisch betrachtet hält der Verkäufer eine sehr gelungene DVD in seinen Händen. Vom Bild bis hin zum Ton stimmt hier praktisch alles. Durch einen anamorph abgelegten Breitbildtransfer im Originalkinoformat von 1.78:1 wird das spannende Geschehen auf den heimischen TV gebracht. Der Transfer siedelt sich durch seine guten Eigenschaften im oberen Bereich an. Seine Kontrast- und Farbgebung gefällt sehr, die Farbtöne wirken allesamt sehr natürlich und sauber. Ebenfalls vermag die Kantenschärfe des Geisterfilms zu überzeugen, klare Konturen umgrenzen die farbenfrohen Umgebungen, ein sehr ruhiges und sauberes Bild wird geboten. Bei Filmen wie diesem ist ein dynamischer, weicher und facettenreicher Schwarzlevel von großem Nutzen, hier ist das der Fall. Das Bild gibt sich auch in den zahlreichen dunkleren Aufnahmen sehr detailliert und plastisch. Insgesamt eine gut bis sehr gute visuelle Leistung.

Der Ton der DVD gefällt ebenfalls, auch er wird höheren Ansprüchen gerecht und trägt einen großen Teil zur guten und dichten Atmosphäre bei. Im Dolby Digital 5.1-Tonformat wird durch 6 diskrete Kanäle mächtig für schaurig-gruselige und spannende Momente gesorgt. Nicht selten kommen gelungene Direktionaleffekte zum Einsatz und des öfteren lassen die Surroundlautsprecher einige Töne aus den Membranen verlauten. Die Sprachausgabe bleibt stets sehr klar und deutlich; Untertitel sind auf dieser DVD leider nicht vorzufinden.

[Fazit]
„Stir Of Echoes“ hatte es mir wirklich angetan. Letztlich ist es nicht nur der sehr gelungene Film, sondern auch die kompetent umgesetzte DVD-Fassung des Werks. Letztere überzeugt in Sachen Bild und Ton, was dem Film sehr zugute kommt. Neben der 94 minutenlangen Geistergeschichte befindet sich auch noch eine wohl gefüllte Special Features-Sektion auf der einseitigen Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Da wäre ein Audiokommentar mit Regisseur David Koepp, Cast & Crew-Informationen, ein Trailer, mehrere TV-Spots, Produktionsnotizen, eine Featurette, ein Musik-Video und eine Behind-The-Scenes Dokumentation. Leider gibt sich das Bonusmaterial nicht sehr ergiebig, denn die Dokumentation und die Featurette sind nur sehr kurz; schade auch das Untertitel fehlen. Der Film wurde in 30 Kapitel unterteilt und im NTSC-Bildformat auf der DVD abgelegt. Zu einem Preis von rund 60,- DM (30$ Listenpreis) wechselt die DVD ihren Besitzer und wird diesem mit Sicherheit viel Freude bereiten, vorrausgesetzt er mag Filme wie „The Sixth Sense“ und ähnliche des Grusel-Genres. Diese DVD ist empfehlenswert.

Andre Schnack, 13.03.2000

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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