The Glass House

Action/Thriller/Mystery
Action/Thriller/Mystery

[Einleitung]
Columbia TriStar Home Entertainment präsentiert uns als Video DVD Auskopplung den aktuellen Gruselthriller „The Glass House“ von Regisseur Daniel Sackheim von 2001. Der Film über die nicht ganz so positiven Erfahrungen mit neuen Stiefeltern wurde in den Hauptrollen mit Leelee Sobieski, Diane Lane, Stellan Skarsgård, Trevor Morgan, Kathy Baker und Bruce Dern besetzt. Wir sahen uns den mystischen Gruselthriller genauer an und berichten aus der ersten Reihe über die US-Produktion, deren Drehbuch aus der Feder von Wesley Strick entstammt. Wer einen etwas anderen Teenie-Gruselfilm erleben möchte, der sollte weiterlesen.

[Inhalt]
Als die Eltern von Ruby (Leelee Sobieski) und ihrem jüngeren Bruder Rhett (Trevor Morgan) bei einem schweren Autounfall ums Leben kommen, bricht das Leben der zwei Kinder auseinander. Die Vormundschaft für die beiden Kinder übernehmen Erin (Diane Lane) und Terry Glass (Stellan Skarsgård), die besten Freunde des Paares. Ruby und Rhett ziehen bei den Glasses ein man handelt bemüht um die beiden neuen Mitbewohner. Doch den selbstlosen Akt der Menschlichkeit enttarnt Ruby recht schnell als diabolischen Plan Terrys. Immer mehr sonderbare Dinge passieren, doch die sind Erin und Terry den Kids stets eine Nasenlänge voraus. Ruby vermutet, dass der von Schulden geplagte Terry an das Erbe will…

[Kommentar]
„The Glass House“ – irgendwie ist der Name hier Programm. Der Nachname des Schurken ist Glass, er haust in einem Glas-Palast und die Story um dies herum wirkt leider transparent wie Glas. Regisseur Daniel Sackheim ist keinesfalls ein unerfahrener Filmemacher, wenn auch dieses Werk sein erster „großer“ Film ist, denn Erfahrungen aus TV-Produktionen wie „E.R.“ oder „NYPD Blue“ bringt der Mann mit. Es liegt auch gar nicht an der Umsetzung der Geschichte, sondern an ihr selbst. Zu viel versprechend wird temporeich und spannend die Story begonnen, welche dann aber leider im weiteren Verlauf absackt und sich auf einige Niveaus nach unten korrigiert – schade. Denn gerade die schauspielerischen Leistungen – allen voran Bösewicht Stellan Skarsgård, dem der größte Applaus hier zukommt – und die technische Umsetzung gefallen durchaus. Dennoch: durch etwas Innovation eine gelungene Alternative mit dichter Atmosphäre und insgesamt nur ausreichender Unterhaltung.

[Technik]
Trotz einem hohen Anteil an Schwärze im Bild vermag es der anamorphe Breitbildtransfer, zu einem zufrieden stellenden Grad Details und saubere Konturen auf dem Wiedergabegerät abzubilden – Hut ab. Auch der allgemeine Kontrast und die Fähigkeiten der natürlichen und nahezu fehlerfreien Farbwiedergabe überzeugen den Betrachter. Das 2.35:1-Bild verzieht nicht, weist kaum einen wahrnehmbaren Rauschfaktor auf und hinterlässt einen plastischen Eindruck. Kompressionsartefakte sind ebenfalls nicht zu erkennen.

Wahlweise tönt es in der deutschen Synchronfassung, oder aber im englischsprachigen Originalton aus den Lautsprechern, beides abgemischt im Dolby Digital 5.1-Tonformat. Vom Tonumfang her könnte man die Leistung so umschreiben: dann, wenn es darauf ankommt, bietet der Sound angenehme und die Atmosphäre unterstreichende Töne, ansonsten hält er sich dezent aber nicht zu unterschätzend zurück. Die Dialoge sind glasklar und dringen aus dem Center-Speaker, die Hintergrundgeräusche separiert davon aus den Surround-Boxen. Untertitel gibt es wahlweise optional auf Englisch, Türkisch oder Deutsch.

[Fazit]
„The Glass House“ – kein schlechter Film, keine schlechte DVD. Doch bei letzterer liegen hier die Schwerpunkte, denn inhaltlich vermag der Film zwar ausreichend kurzweilig zu unterhalten, reißt aber einfach nicht vom Hocker. Auf rund 102 Minuten verteilt werden darstellerisch keine Berge bewegt, auch die Geschichte nimmt gen Ende ab, doch die technischen Gegebenheiten können sich hingegen sehen lassen. Auch wenn das visuelle Geschehen ab und an etwas zu dunkel wirkt, so wird doch begeistert. Freigegeben wurde der Film ab 16 Jahren. Die DVD erscheint am 18. Juni als Kauf-Version und kann bereits seit dem 21. Mai in den Videotheken ausgeliehen werden. Die Kauf-DVD (DVD Typ 9) wird als Bonusmaterial noch folgende Features enthalten: Trailer, Entfallene Szenen, Interviews mit Schauspielern, Audiokommentare von Regisseur und Autor und Filmografien von Cast & Crew. Etwas angenehmer als die üblichen Teenie-Horror-Filme, dass ist das „Glass House“. Technisch den Kaufpreis von ca. 25,- Euro durchaus wert.

André Schnack, 07.06.2002

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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