The Mentalist – Staffel 1

Thriller/Crime/Serie
Thriller/Crime/Serie

[Einleitung]
Ein Medium oder ein Hellseher? Was ist „The Mentalist“? Und warum sollte es davon eine wohl sehr erfolgreiche TV-Serie aus den USA geben? Immerhin hat es die Krimi-TV-Serie auf sieben Staffeln geschafft, seit die Produktion 2008 startete und auf das Publikum gelassen wurde. In den führenden Rollen sehen wir neben Simon Baker ebenfalls Robin Tunney, Tim Kang, Owain Yeoman und Amanda Righetti. Dieses Team arbeitet jeweils gegen weitere Mimen, die sich von Episode zu Episode unterscheiden. Die 23 Folgen der ersten kompletten Staffel befinden sich hier auf fünf Standard Definition DVDs, die aus dem Hause von Warner Home Video im Handel erscheinen. Ich konnte mir ein genaueres Bild machen.

[Inhalt]
Patrick Jane verdiente lange seinen Lebensunterhalt als Mentalist: Er spielte gutgläubigen Menschen vor, dass er mit Geistern kommunizieren und Gedanken lesen könne. Als Medium vermarktete sich Jane prima – bis es zur Katastrophe kam: Ein Serienmörder tötete seine Familie. Von da an war Schluss mit dem faulen Zauber. Heute unterstützt Jane mit außerordentlicher Beobachtungsgabe die kalifornische Polizei bei der Lösung kniffliger Fälle. Diesmal soll Jane einen Mann suchen, der zwei Ärzte tötete und einen Smiley aus Blut hinterließ. Auf dieselbe Art starben auch schon zwölf Frauen – und Jane ahnt eine schreckliche Verbindung.
(Quelle: Warner Home Video)

[Kommentar]
„The Mentalist“ wird oft mit unterschiedlichen TV-Serien des Krimi-Genres vergleichen, obwohl meines Erachtens bestenfalls lediglich ein Vergleich als wirklich sinnvoll und angemessen erachtet werden kann: der zur TV-Serie „Lie to Me“. Denn hier gibt es eine Analogie in der Ausrichtung der Geschichten und Ausgestaltung der Hauptfigur. Welch’ Überraschung, es geht um Verbrechen, zumeist eben Mordfälle, die es aufzuklären gilt. Und dazu bedarf es eines hellen Köpfchens, hier Patrick Jane, hervorragend gespielt von Simon Baker.

Mr. Patrick Jane hat die Gabe seine Umwelt und die darin agierenden Personen sehr genau wahrzunehmen. Seine Auffassungsgabe sowie Umsichtigkeit sind überragend, so das er seinen Mitmenschen oftmals eine Nasenlänge voraus ist. Seine Wahrnehmung und was er damit macht, das sind die Waffen, denen sich die Hauptfigur hier bedient. Das ist vergleichbar und doch ausreichend anders als bei „Lie to me“, wo Dr. Cal Lightman (ein brillanter Tim Roth) stets durch Mimik und Gestik erkennen kann, ob jemand lügt oder aber die Wahrheit sagt.

Zurück zu „The Mentalist“. Die Konzeption gewinnt deswegen an Charme, Glaubhaftigkeit und Wirkung, da Simon Baker sein Alter-Ego prächtig verkörpert und dafür sorgt, dass man zwei Bestrebungen bei der Ansicht aufbaut. Erstens möchte man, dass der entsprechende Fall aufgeklärt wird und zweitens möchte man ebenfalls, dass sich ein wenig mehr im persönlichen Hintergrund des Patrick Jane tut. Denn hier zieht sich das persönliche Schicksal von Mr. Jane wie ein zarter roter Faden durch mehrere Episoden, ohne dabei den Fokus zu übernehmen.

Doch es geht nicht nur um die Hauptfigur, die in „Lie to Me“ wesentlich offensiver vorgeht als in „The Mentalist“, der hingegen ist ein eher defensiver Charakter, der wohl überlegt handelt und seltener provoziert. Er hat mehr Ruhe und ein hervorragendes Zusammenspiel zu den weiteren Figuren. Dies ist ausreichend tief und bietet neben der guten Machart der einzelnen Episoden und der gekonnt ausstaffierten Szenerie Charme und bindet Aufmerksamkeit. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, das ist schön.

[Technik]
Der auf diesen DVDs befindliche Standard Definition Transfer offeriert sich in 16:9-Bildern im anamorph codierten Seitenverhältnis von 1.78:1, was recht typisch ist für solche US-amerikanischen TV-Produktionen. „The Mentalist“ macht jedoch auch in weiteren Faktoren keine nennenswerten Ausnahmen und zeigt sich von oftmals guter Seite. Ein ausgewogener Kontrast der Szenen mit dem Schwerpunkt auf Innenaufnahmen, eine angenehme Kantenschärfe und ausreichender Detailgrad umsorgen den Zuschauer mit einem ruhigen Geschehen, das keinesfalls vom Inhalt ablenkt, sondern eher positiv unterstreicht. Ich konnte keine Kompressionsartefakte ausmachen.

Kommen wir zum Ton der ersten Staffel dieser TV-Serie. Er befindet sich in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch im Format Dolby Digital 2.0 auf den DVDs. Alles in allem klingt das auch gut hier, unterstreicht die hin und wieder spannungsreiche Erzählung in Sachen Atmosphäre und gibt sich technisch auch soweit einwandfrei. Doch inhaltlich tut sich nur recht wenig. Da gehts nicht vorwärts, denn über die feine Wiedergabe von Dialogen und der vorgenannten musikalischen Begleitung hinaus gibt es nicht viel vorzufinden. Untertitel sind in einigen Versionen verfügbar.

[Fazit]
Mit „The Mentalist“ erscheint eine tolle TV-Serie auf rund 956 Minuten, was 23 Episoden à 41 Minuten entspricht oder aber knapp 16 Stunden bedeutet. Die komplette erste Staffel erscheint mit einer Altersfreigabe von ab 16 Jahren. Das primäre Ziel, nämlich die spannende Unterhaltung ist gegeben. Alles gut soweit. Und eben erfreulicher ist es noch, dass wir folgendes erhalten:

– Verlorengegangene Beweise
– Beweise für eine Erfolgsserie
– Der Sprung in der Kristallkugel: Mentalist vs. Medium
– Überwachungsmaterial (verpatzte Szenen)

Abgelegt sind all die Materialien auf gleich sechs einseitigen und zweischichtigen DVDs (Typ 9). Das zusammen bereitet einen guten Umfang und bereitet viel Freude. „The Mentalist – Staffel 1“ ist schon eine ganze Zeit im Handel. Der Preis liegt heute bei rund 10,- Euro. Krimi-Freunde aufgepasst, überraschend gute Serie. Also, auf die Lauscher und die Glotzkorken

Andre Schnack, 28.07.2016

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆