
[Einleitung]
Im folgenden Review erfahrt ihr, wie ich von einem skeptischen Anfang zu einem erfolgreichen Abschluss einer gelungenen Dokumentation kam. „Kidnappen“ erzählt den Fall von Elizabeth Smart, die 2002 entführt wurde und nach Monaten wieder heimkehren konnte. Warum schreibe ich das hier gleich? Die Netflix Inhaltsangabe verrät genau dies und nahm mir gleich ein bisschen das Interesse an dem Film von Benedict Sanderson. Doch als echter True Crime-Fan wollte ich mehr über diese Entführungsgeschichte erfahren und schaute mir den Fall in Spielfilmlänge als Netflix Dokumentation genauer an.
[Kommentar]
Ein Fall, bei dem man durch die Erzählung und den Trailer bereits vorab weiß, das er gewissermaßen gut ausgeht und Elizabeth, das Opfer, die langwierige Tat übersteht. Die ersten 39 Minuten wird sich damit befasst, wie sie verschwindet und verschwunden bleibt. Ab der 40. Minute wird dann Licht ins Dunkel gebracht. Bei der Erzählung dieser Dokumentation wurde nichts dem Zufall überlassen.
Binnen der zweiten Hälfte der Dokumentation kommt dann das eigentliche Opfer zu Wort. Anfänglich eher zurückhaltend gekleidet, beim Abschluss der Dokumentation hingegen dann sehr ausdrucksstark und selbstsicher in der Wirkung. Will sagen, auch hier wurde darauf geachtet, das die Optik zum Narrativ der Dokumentation passt. Erzählerisch ist das alles gut ausgestaltet, sogar spannend, da man ja auch den Täter überführt wissen möchte.

[Technik]
High Definition ist natürlich schön, auch hier, vor allem immer dann, wenn wir es mit den jungen Aufnahmen der Interviews zu tun bekommen. Denn dann gibt es qualitativ hochwertige Aufnahmen vor die Augen. Alles andere von vor knapp 20 Jahren fällt altersbedingt und natürlich technisch auf dem Stand der Zeit aus. Und das bedeutet wir erleben eine Menge verrausche Aufnahmen mit viel Bildkörnung und Unschärfen. Macht aber nichts, denn hievt hier den Charme und die authentische Wirkung nach oben. Davon ab keine Störungen.
Neben dem vorstehend beschriebenen 16:9-Geschehen (1080p) gibt es auch einen modern abgewischten Ton an die Ohren. Wahlweise nahm ich mir die englischsprachige Originalfassung vor, untertitelt mit ebenfalls englischen Untertiteln. Es stehen davon ab jedoch auch noch weitere Kombinationen aus gesprochenen Ton und Untertiteln parat. Rauschen oder Verunreinigungen des Tons gibt es nicht, doch gestaltet er sich auch eher unspektakulär und weniger Aufsehen erregend. Die klare Sprache hilft und etwas Musik schürt die Stimmung entsprechend.
[Fazit]
Mit „Kidnapped – Der Fall Elizabeth Smart“ (Kidnapped: Elizabeth Smart) erscheint ein sehr junger Netflix produzierter Titel eines Verbrechens, das vor etwa 25 Jahren geschah. Abgefasst auf 91 Minuten und eine Altersfreigabe von ab 16 Jahren ins Rennen geschickt, um die Streaming-Gemeinschaft bei Laune zu halten. Und funktioniert auch soweit, denke ich. Denn auch ich, als True-Crime Fan, schwenkte meine Aufmerksamkeit auf den aktuellen Titel und schaute ihn mir an. Wer diese Art an Dokumentationen mag, macht hier nichts falsch.
Andre Schnack, 02.02.2026
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| Extras/Ausstattung: | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
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