Die Königin des Schachs

Dokumentation
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[Einleitung]
Auf Netflix bekam ich die Dokumentation mit dem Titel „Die Königin des Schachs“ angepriesen (Originaltitel: Queen of Chess). Die Doku von 2026 setzt sich mit dem Schach Sport auseinander und mit der ersten weiblichen Schachspielerin, die gegen Gary Kasparov spielte: Judit Polgár. Schach? Sport? Ja, und einer, der eine absolut klare Trennung der Geschlechter vorsah, denn Frauen wurden im Schach praktisch nicht ernstgenommen. Ich empfand diese Sendung als inhaltlich sehr interessant auf mich, so dass ich sie mir genauer anschaute.

Inhalt
Schachwunderkind Judit Polgár begegnet vielen Herausforderungen, während es die Ungarin in dieser Doku von Oscar-Anwärterin Rory Kennedy bis ganz nach oben schafft.
(Quelle: Netflix)

[Kommentar]
Mit Schach konnte ich nie sonderlich viel anfangen. Ich kann es spielen, die Komplexität ist praktisch grenzenlos und es ist wie bei anderen 1 zu 1-Wettkämpfen: die psychologische Konstitution spielt ebenfalls eine große Rolle. Wie dem auch sei, über Frauen im Schach wurde sich bestenfalls lustig gemacht, mehr nicht. Das änderte sich wohl, als erstmals auch medienwirksam eine junge Frau reihenweise Männer besiegte. Doch nicht nur sie, sondern auch ihre beiden Schwestern kamen groß raus damit. Diese Dokumentation zeigt uns den Werdegang der jungen Frauen im Schach inmitten des Kalten Kriegs und einer Welt, wie man sie sich heute nicht hierzulande kaum noch vorstellen kann…

[Technik]
High Definition ist bei Dokumentationen mit historischen Themenaspekten immer so eine Sache, denn oftmals sind die Aufnahmen der Quellen nicht sonderlich gut und eine Überarbeitung würde das Budget der Filmemachenden überschreiten. Also bleiben die Dinge oftmals nur bedingt überarbeitet im Film. Schlimm ist das auf keinen Fall, denn der Charme von damals versprüht sich auf diese Art und Weise. „Die Königin des Schachs“ ist immer dann ordentlich, wenn jüngere Aufnahmen abgespielt werden. Ansonsten gibt es schon viel Rauschen und Verunreinigungen, die vom Master herrühren.

Neben dieser Mixtur der visuellen Eindrücke im Breitbild-Format kommt auch ein Ton, der viel aus der Vergangenheit abbildet und verständlicherweise auch zuweilen derart klingt. Nennenswerte Störungen habe ich nicht wahrnehmen können und der Ton gibt sich frontbezogen und wenig tief. Alles in allem fällt der Sound nicht negativ auf, und das ist doch auch schon einmal etwas wert bei diesem Alter und den Aufnahmequellen.

[Fazit]
Die Rolle des Vaters, das tägliche Schach-Training, die Geschwister – all das hat sich hier positiv ausgezahlt, zumindest, wenn wir der 94minütigen Dokumentation Glauben schenken. Und warum auch nicht, denn es entstand bei mir ein wenig der Eindruck, als hätte es jemand hier mit viel Arbeit zu etwas gebracht. Schön! Gut inszeniert und soweit auch technisch ordentlich gelungen. Wer sich mit der Welt des Schachs auseinandersetzen möchte, sollte hier ebenfalls zuschauen.

Andre Schnack, 12.02.2026

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★☆☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆ 

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