The King (2019)

Biography/Drama/History/War
Biography/Drama/History/War

[Einleitung]
David Michôd führte Regie nach einem Drehbuch, welches er gemeinsam mit Joel Edgerton schrieb. 2019 fertigte er vor diesem Hintergrund „The King“ mit Timothée Chalamet an. In weiteren Rollen sehen wir Tom Glynn-Carney, Gábor Czap, Tom Fisher, Ben Mendelsohn, Robert Pattinson, Lily-Rose Depp und weitere. Nachdem ich „Dune“ sah, wurde ich auch auf diesen Titel aufmerksam. Mein letzter Abstich ins dunkle Mittelalter liegt mit „King Arthur“ ebenfalls schon etwas zurück. Nun gab es zu „The King“ auf Netflix ein wenig Werbung, so dass ich meine Aufmerksamkeit diesem Film widmete.

Inhalt
An der Spitze der fantastischen Besetzung dieses mittelalterlichen Epos steht Timothée Chalamet. Variety nannte es ein „fesselndes Historiendrama am königlichen Hof“.
(Quelle: Netflix)

[Kommentar]
Mich erinnerte dieser Film von der Darstellung her an einen, den ich vor beinahe drei Jahrzehnten sah: „Jeanne d’Arc“ (Johanna von Orleans) von 1999 mit Milla Jovovich. Dort wurden sich ähnlich grob, unverblümt und wenig romantisch mit viel Eisen gegenseitig die Köpfe eingeschlagen. Doch hier geht’s um mehr als das und auch nicht um mystische Themen oder Legenden, sondern eher handfeste Geschichte. Und die wird am Hofe gemacht, beim König und seinem inneren Zirkel.

Timothée Chalamet als Henry IV.? Ja, diese Rechnung geht auf. Der recht jung wirkende und eher schmale Mann macht hier einen guten Job, keine Frage. Auch Sean Harris sowie Robert Pattinson stehen ihren Mann und leisten gut ab. Die gesamte Atmosphäre hat etwas leicht kühles an sich, man merkt förmlich, welche Schwierigkeiten der junge König hat, sich in seiner Rolle und seinen vermeintlichen Vertrauten zurecht zu finden. Darstellerisch gut, handwerklich ebenfalls. Die Schlachten sind gut gemacht, choreografisch alles gut gelungen.

[Technik]
High Definition bietet hier die gesamte Bandbreite von fahler Farbgebung, denn schließlich ist das Mittelalter geprägt von offenen Feuern, harten Auseinandersetzungen mit dem Schwert und weniger freundlichen Dialogen, wie es hier den Anschein macht. Die Kamera fängt das alles ganz großartig ein und die visuelle Darbietung kann sich sehen lassen. Es kommt zu keinen Verunreinigungen des 16:9-Geschehens und alles wirkt weitgehend so, wie ich denke, dass es wirken sollte. Störungen fielen mir nicht auf. Die Kompression des 2.39:1-Geschehens gelang gut.

Beim Ton entwickelt sich das ganz ähnlich. Auch hier kann „The King“ punkten, und zwar durch eine differenzierte Ausspielung der leisen und lauten Töne. Sind die Dialoge zwischen den handelnden Personen oftmals eher ruhig, so ist das Schlachtfeld mit Pferden und dem Geplänkel der Waffen der Gegenpol dazu. Das gebotene Spektrum gefällt dabei gut und es kommen Höhen sowie Tiefen regelrecht und ordentlich zur Geltung. Neben dem empfehlenswerten englischen Originalton gibt es gesprochen sowie geschrieben noch weitere Versionen.

[Fazit]
Mir ist „The King“ von 2019 mit der Laufzeit von rund 140 Minuten sehr lieb, denn es ist ein Historien-Drama mit viel Details und mit einem kraftvollen Ausdruck. Die Altersfreigabe ist festgemacht bei ab 16 Jahren, ein jüngeres Publikum wird wahrscheinlich auch noch kein Interesse an der Thematik haben, kann ich mir vorstellen. Extras oder andere zusätzliche Inhalte gibt es nicht aufzufinden für diesen Netflix Streaming-Artikel. Wer Timothée Chalamet gerne sieht, der sollte hier auch reinschauen.

Andre Schnack, 21.04.2026

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆ 

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