Breakdown: 1975

Dokumentation
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[Einleitung]
„Breakdown: 1975“ ist eine Netflix produzierte Dokumentation mit der Begleitstimme von Darstellerin Jodie Foster über das Jahr 1975 und dessen Einfluss auf den modernen Film. Ich las interessiert diese Zusammenfassung und entschied mich kurzerhand für die Ansicht der jüngst veröffentlichten Dokumentation von Regisseur Morgan Neville von 2025. Neben Jodie Foster als Sprecherin „hinter der Kamera“ sehen wir unter anderen Patton Oswalt, Martin Scorsese, Oliver Stone, Steven Spielberg, Josh Brolin, Albert Brooks und weitere vor der Kamera.

Inhalt
1975 spiegelte eine Welle neuartiger Filme das verängstigte, sich ändernde Amerika wider. Oscar-Sieger Morgan Neville („20 Feet from Stardom“) untersucht diese Zeit.
(Quelle: Netflix)

[Kommentar]
Innerhalb der ersten halben Stunde dieser Dokumentation wird einer meiner „all time favorites“ mehrfach genannt, „Chinatown“ von Roman Polanski, aus dem Jahr 1975. Ich konnte ihn während der frühen 90er Jahre sehen, und zwar im Deutschunterricht in der Schule, was ich toll fand. Insbesondere die ruhige und doch so spannende Erzählweise faszinierende mich. Die klassischen Mittel und hervorragenden darstellerischen Leistungen zeichneten den Film für mich aus. Doch es lag viel mehr unter der Oberfläche. Das verstehe ich heute viel besser.

Versucht man den Zeitgeist der Mitte der 70er Jahre zu fassen, so ist da viel Frustration in im Spiel. Die Stimmung ist eher jene, dass die „Bösen“ mit allem davon kommen (Watergate, Begnadigung Nixon’s, um nur ein Spielspiel zu nennen). Und damit befasst sich diese Dokumentation auf eine sehr interessante Art und Weise, in der sie auch Unmengen kurzer Filmschnipsel bekannter Werke präsentiert. Und natürlich Aufnahmen jener, die sich zu Wort melden. Also Filmschaffende und vorrangig Menschen, die nun ein recht hohes Alter haben.

[Technik]
„Breakdown: 1975“ kommt mit vielen Bildern und Videoaufnahmen daher, die eben aus dieser Zeit sind, oder aber aus Filmen dieser Zeit. Beides bringt mit sich, das wir es mit Zeichen des Alters zu tun bekommen. Sichtbaren Folgen eines unvermeidlichen Prozesses. Hier und dort gut abgefangen und vor allem bei den frischen Aufnahmen kaum vorhanden; doch geht’s in die Vergangenheit, so nimmt auch verständlicherweise die Qualität hier ab. Die Kompression fällt ebenfalls altersbedingt aus. Alles in allem kann die visuelle 16:9-Darbietung mit 4:3-Einlagen als solide bezeichnet werden.

Ich lauschte der Dokumentation in der englischen Originalsprache. Mir bereitet das mehr Freude, da ich die echten Stimmen der Menschen vor der Kamera hören kann. Da es erfreulicherweise auch die Möglichkeit gibt Untertitel zum Ton auszuwählen, ist dies für mich der bestmögliche Weg. In Sachen Güte des aufgebotenen Sounds muss man sich etwas bescheidener geben. Wir haben die klassischen Elemente im Gepäck, doch geben sich die Umgebungsgeräusche sowie die räumliche Weite hier nicht sonderlich viel. Weitere Sprachen stehen parat.

[Fazit]
Mir gefiel die Sendung vor allem deswegen gut, da sie sich so gut mit dem zeitgenössischen Aspekten eines Jahres auseinandersetze und dabei so viel Bezug bildet und mit plastischen Kommentaren und Vergleichen aufwartet. Mit Sicherheit nicht für jedes Publikum ein Erfolg, da genau der Bezug vielleicht ein wenig zu kurz ausfallen könnte. „Breakdown: 1975“ ist für mich hingegen eine angenehme, unterhaltsame und zudem auch auffrischend lehrreiche Zeit gewesen. Wer sich politisch und geschichtlich interessiert zeigt, der sollte sich hier ruhig einmal rantrauen.

Andre Schnack, 07.01.2026

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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