Shark Bait

Horror/Thriller
Horror/Thriller

[Einleitung]
Katastrophen-Filme gibt es einige, das Thema ist stets: Mensch gegen Natur. Oder vielleicht auch besser, Natur gegen Mensch. Hier handelt es sich um eine unter Kategorie, Mensch gegen Bestie. Aus diesem Jahr (2022) ganz frisch: „Beast – Jäger ohne Gnade“ mit Idris Elba, ein Beispiel aus der Vergangenheit: „Der Geist und die Dunkelheit“ (1996). Hier nun bricht Regisseur James Nunn aufs hohe Meer aus, mit Jetskis und Haien nach dem Drehbuch von Nick Saltrese. Die Hauptfiguren werden gespielt von Holly Earl, Jack Trueman, Catherine Hannay und weiteren. Diese High Definition Blu-ray Disc erscheint aus dem Angebot von LEONINE und ich fuhr mit raus, dahin, wo die Haie blutende Teenager jagen…

Inhalt
Die Studentin Nat und ihre vier Freunde feiern die Semesterferien an den Sandstränden Mexikos. Nach einer durchzechten Nacht stehlen die Jugendlichen im Morgengrauen zwei Jetskis und rasen aufs Meer hinaus. Es kommt zu einem schweren Unfall, bei dem sich einer der Freunde sein Bein bricht. Meilenweit von der Küste entfernt, müssen sie mit ansehen, wie einer der Jetskis sinkt und sich der zweite nicht mehr starten lässt. Ohne klaren Weg nach Hause driften die Freunde immer weiter aufs Meer hinaus, bis schließlich das Blut aus dem offenen Bruch die gnadenlosen Haie anlockt. Ein erbarmungsloser Kampf auf Leben und Tod beginnt.
(Quelle: LEONINE)

[Kommentar]
Das einzige worum es hier wirklich geht, da sind die Haie und wie sie versuchen an ihre Beute (das sind die Teenager) zu gelangen. Der einzige Gegenstand, beziehungsweise das einzige Gefährt ist der Jetski, der leider nicht mehr anspringt. Eine Verkettung unglücklicher Zufälle führt schlussendlich dazu, dass die jungen Menschen sich in einem Kampf um Leben und Tod wiederfinden. Doch eigentlich ist das gar kein Kampf, wie wir ihn zum Beispiel im Klassiker „Der weiße Hai“ (Jaws) erleben, sondern ein Warten und Versuchen die Situation irgendwie unbeschadet zu überstehen. Klappt natürlich nicht, ansonsten wäre der Titel langweilig und wenig spannend.

Spannend ist er auch hin und wieder, nur nicht sonderlich unterhaltsam. Für mich lag das vor allem daran, dass alle Figuren nur wenig Tiefe aufweisen, dafür aber besonders oft ziemlich dämlich handeln. Klar, die Damen sehen in ihren Bikinis und Badesachen gut aus, das war’s dann aber auch schon. Wer im Angesicht einer Bestie wie hier dann auch noch auf dem defekten Jetski Beziehungsthemen aufwärmt, der gehört tatsächlich wahrlich als Köder an die Haie verfüttert. Aufbau und Ablauf der Geschichte sind sehr einfach, schließlich gibt es auch recht wenig zu erzählen. Technisch betrachtet ist das soweit in Ordnung, allerdings merkt man der Umsetzung auch das geringe und beschränkte Budget an.

[Technik]
Bekanntlich ist Wasser eines der am schwierigsten darzustellenden Elemente, wenn es um die technische Abbildung in Filmen geht. Vor allem, wenn es um Computer generierte Bilder geht. Das Budget hier erlaubte nicht sonderlich viele CGIs, dennoch ist insgesamt die Qualität des 1080p-Transfers als gut einzustufen. Kontrast, Farbgebung (wenngleich eben viel… Meer) und die Bewegungsabläufe, all das geht in Ordnung und das Bild versteht es sauber und ruhig zu wirken, ohne dabei irgendwelche Fehler oder Kompressionsartefakte auszuspucken. Soweit also so gut und jeder mit visuellen, optischen Ansprüchen wird zufrieden sein. Es handelt sich um eine Formatierung im Ratio 2.39:1.

Beim Ton erleben wir wahlweise deutschen oder aber englischsprachigen DTS-HD Master Audio 5.1-Surround Sound, optional deutsch untertitelt. „Shark Bait“ taucht tonal keinesfalls ab und versteht es durchaus maritime Töne anzuschlagen. Auch bleibt die Sprachausgabe stets klar und verständlich und einige Überraschungsmomente werden adäquat vom Soundtrack unterstützt. „Shark Bait“ kann beim Ton nicht ganz den Mantel des B-Movie Stils abschütteln, was mich nicht weiter störte. Qualitativ erlaubte man sich keine großartigen Fehler, was eben dann auch in einer Akzeptanz des Publikums mündet.

[Fazit]
„Der weiße Hai“ (1975, Steven Spielberg) hatte vieles nicht, was „Shark Bait“ hat und doch ist er um Seemeilen besser, keine Frage, denn dort verstand ein filmisches Genie mit wenig viel zu erreichen. Hier hingegen geht es eher darum, dass man beinahe damit rechnet, dass sich die todgeweihten Teenies noch über mangelndes Mobilfunknetz auf Hoher See beschweren, angesichts wahrlich schlimmerer Bedrohungen. Auf der Laufzeit von rund 96 Minuten befindet sich somit hier vor allem eines: eine technisch ordentlich Wiedergabe, welche die inhaltlichen Mankos der ab 16 Jahren freigegebenen Klamotte nicht wettmachen können. Da helfen auch ein paar Interviews und ein Making Of nicht drüber hinweg. Schade. Erscheint am 9. September – nur Fans dieses etablierten Sub-Genres werden hier wohl auf ihre Kosten kommen.

Andre Schnack, 29.08.2022

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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