Unsere große kleine Farm

Dokumentation
Dokumentation

[Einleitung]
„Unsere große kleine Farm“ entstand 2019 und erzählt uns von einem fantastisch anmutenden Projekt. Es ging darum, das eigene Leben zu verändern, natürlich zum Guten. Und zu etwas, was uns in Zeiten wie diesen zunehmend zu interessieren scheint und auch sollte. EuroVideo Medien veröffentlicht diese Erscheinung mit John Chester und Molly Chester, dem realen Ehepaar in der Hauptrolle, vor der Kamera auf DVD. Des Weiteren, wie der Publisher charmant schrieb, sehen wir auch ‚viele tolle Tiere‘ in den weiteren Rollen. Ich war gespannt und bin ein großer Freund von Dokumentationen und Sachsendungen unterschiedlichster Sujets und Ausprägungen, so dass mich „Unsere große kleine Farm“ direkt positiv ansprach.

Inhalt
„Unsere große kleine Farm“ ist die wahre Geschichte der Großstädter John und Molly, die ihr geregeltes Leben in Los Angeles aufgeben, um ihren Traum von der eigenen Farm zu leben.

Weil ihr Hund Todd zu laut bellt, müssen Molly und John Chester ihr kleines Apartment in L.A. verlassen. Mit ihrem neuen Zuhause erfüllen sich die beiden zugleich einen Lebenstraum. Die 80 Hektar Land der Apricot Lane Farms mit ihren Obstgärten, Wiesen und Weiden, werden nicht nur für die beiden eine neue Heimat, sondern auch für unzählige Haus- und Wildtiere. Darunter unter anderem das Schwein Emma und ihr bester Freund, der Hahn Greasy.

Wir begleiten Molly und John über zehn Jahre auf ihrem mutigen, manchmal auch steinigen Weg und erleben wie ein ausgetrocknetes und brachliegendes Stück Land durch regenerative Landwirtschaft zu vielfältigem neuen Leben erwacht.
(Quelle: EuroVideo Medien GmbH)

[Kommentar]
Zwar habe ich im wahren Leben, vorrangig in meinem Beruf, viel mit Projekten zu tun, allerdings sind diese nicht von solchem Ausmaß, was die Beeinflussung des eigenen Lebens betrifft. Sie sind auch nicht so groß, wie das was Molly und John Chester hier gewagt haben. Donald Trump würde das Wort „huge“ benutzen, und das ist es hier auch. Denn den Entschluss fassen, aus dem bisherigen Leben auszusteigen, ist ein großer, erfordert viel Kraft, Mut und Motivation, sowie Überzeugung. Dieses Pärchen verfügt über all diese Dinge, denn selbst Jahre später sehen wir ihren Erfolg, in diesem Film. In ihrem Leben.

Warum ich auch Mr. Trump hier erwähne? Immerhin spielt sich das reale Geschehen dieses Films im Land Kalifornien in den USA ab. Eines der Länder, die zunehmend weniger auf den Umwelt- und Klimaschutz geben und wirtschaftliche, vom digitalen Kapitalismus angetriebene Faktoren vor allen anderen stellt. Das ist nicht schön, und für ein solches Vorhaben wie hier noch schwieriger in der Umsetzung. Doch der Film erzählt die Geschichte des Erfolges. Lange und schwierig war es wohl auch, doch am Ende, wie schön, hat das Gute gewonnen. „Unsere große kleine Farm“ besticht jedoch nicht nur durch die tolle Geschichte, sondern auch durch ganz wunderbare Aufnahmen, Erkenntnisse und einen hohen Charme.

[Technik]
Technisch betrachtet konnte ich mir kein abschließendes Urteil über die Leistungen bilden, da mir das finale Produkt nicht vorlag. Die Leistungen des Streams waren soweit jedoch alle in Ordnung und sorgten für keine negativen Beeinträchtigungen, die bei der Ansicht störten. „Unsere große kleine Farm“ hat einen anamorphen Breitbild-Transfer im Format 2.40:1 zu bieten. Dieser fängt den Betrachter mit überzeugenden Darstellungen ein und präsentiert weitgehend saubere und rundum gelungene Bilder. Der Kontrast geht in Ordnung, die Farbgebung hinterlässt einen natürlichen Eindruck. Vielleicht weist das finale Produkt sogar eine leicht bessere Kantenschärfe sowie Detailzeichnung auf.

Beim Ton gestaltet sich es ähnlich. Auf dem Papier haben wir „Unsere große kleine Farm“ mittels Dolby Digital 5.1-Sound, wahlweise in den Sprachen Deutsch und Englisch, zu vernehmen. Die mir gebotene Realität war zu Testzwecken anders. Dazu sei jedoch fairerweise ebenfalls erwähnt, dass sich diese Dokumentation weniger tonal-lastig gestaltet, als übliche Spielfilme oder Kino-Blockbuster. Bei der vorliegenden Dokumentation kommt es weitgehend auf das gesprochene Wort an, egal ob aus dem Off oder aber von Menschen, die vor der Kamera agieren. Hinzu gesellen sich Geräusche aus der unmittelbaren Umgebung sowie eine adäquate musikalische Untermalung. In großen Zügen wurde der gebotene Ton den Anforderungen gerecht.

[Fazit]
Der Film „Unsere große kleine Farm“ erschien bereits gen Ende November 2019 im Handel. Er richtet sich an jeden Menschen, so die Theorie. Faktisch hingegen ist es auch so, dass jeder Mensch mit Gedanken über Nachhaltigkeit, die Zukunft unserer Kinder und den Artenschutz und Klimawandel diesen Film sehen sollten. Die Altersfreigabe liegt bei ab 0 Jahren und die Laufzeit von rasch verrinnenden 88 Minuten laden praktisch ein, ohne den Titel für die jüngeren unter uns zur Geduldsprobe ausarten zu lassen. Eher untypisch ist die Ausstattung der EuroVideo Medien DVD. Denn über den Hauptfilm hinaus bietet die Dokumentation die folgenden Extras.

  • Die Geschichte von Chris
  • Poodle Roo, der Hahn
  • Unsere Hunde
  • Interview mit John Chester (Regie)
  • Outtakes

Das gesamte Programm gefiel mir sehr gut. Ich könnte hier und an dieser Stelle jetzt eine ganze Menge Titel aufzählen, die einen ähnlichen Sinn, ein vergleichbares Ziel verfolgen. Doch zumeist sind es gut gemachte Berichte über Erkenntnisse in Form von Sachsendungen. Dieser Film, „Unsere große kleine Farm“ hingegen ist ein reales Projekt, das offenbar funktioniert hat und damit einen Beweis geliefert hat, den viele stets fordern. Vielleicht ist genau jetzt (April 2020) die Zeit mehr darüber nachzudenken, inmitten einer großen Krise, ausgelöst durch einen Virus, der uns dazu brachte, den weltweiten Kapitalismus auf „Pause“ zu setzen. Ein sehr empfehlenswerter Film. Anschauen!

Andre Schnack, 14.04.2020

Film/Inhalt:★★★★★☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆ 

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