Admiral

Drama/History/War
Drama/History/War

[Einleitung]
Aus dem Angebot von universumfilm erscheint die russische Filmproduktion „Admiral“ von 2008. Im Stuhl des Regisseurs nahm Andrey Kravchuk Platz, als Drehbuchautoren wirkten Zoya Kudrya und Vladimir Valutskiy am Film maßgeblich mit. In den führenden Rollen des Kriegsdramas zur hohen See sind Konstantin Khabenskiy, Elizaveta Boyarskaya und Sergey Bezrukov zu sehen. Wir konnten uns diese High Definition Version von „Admiral“ genauer anschauen und stachen in See, um zu prüfen, wie hochseetauglich diese russische Filmproduktion tatsächlich ist. Wer Filme wie „Pearl Harbour“ mag, der sollte auch weiterlesen.

[Inhalt]
Admiral Alexander Koltchak (Konstantin Khabenskij) zeichnet sich durch seine strategische Brillanz und seinen patriotischen Einsatz für die russische Monarchie im Ersten Weltkrieg aus. Auf seinem Weg in die oberste Riege der Marinebefehlshaber trifft er bei einem Bankett auf die schöne Anna Timireva (Elizaveta Boyarskaya) und verliebt sich unsterblich in sie. Daran können weder seine eigene Ehefrau, noch die Tatsache, dass Anna die Gemahlin eines Kameraden ist, etwas ändern. Ihre Zuneigung zueinander erweist sich als unerschütterlich: Selbst als die Oktober-Revolution das Zarenreich überrollt und Koltchak als Oberbefehlshaber der Weißen Armee im fernen Sibirien einen aussichtslosen Kampf gegen die Rotgardisten führt, ist Anna an seiner Seite…
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
„Pearl Harbour“ auf russisch, oder wie sollte ich den Titel, die Verpackungsgestaltung und das Ursprungsland korrekt deuten? Ich versuchte mich, wie immer, vorbehaltlos an dem gebotenen Inhalt. Und ich wurde keinesfalls enttäuscht, denn der Admiral kann es mit jedem anderen Schlachtschiff auf dem Heimkino-Ozean aufnehmen. Unterhaltswert entsteht nicht nur durch die spannende Geschichtserzählung mit ihren teils sehr drastischen Darstellungen, sondern auch durch die zarten Bande einer Romanze. Weniger gelungen empfand ich die teils etwas verschachtelte Erzählweise in Form von Rückblenden. Darüber kann jedoch hinweggesehen werden.

Wichtig ist, dass die Darstellungen der Seeschlachten technisch gut gelangen. Auch wenn sie teilweise aus dem Computer kommen, so gelingt es ihnen eine adäquate Atmosphäre aufzubauen, worauf es ja letztlich auch ankommt. Hier und dort kann man trefflich dazu streiten, ob es nicht ein wenig zu viel „Hochglanz“ ist, doch Sterilität tritt nicht auf und die Fratze des Krieges auf hoher See entsteht dennoch. Charakterseitig erleben wir weitgehend unbekannte Darsteller in guter Rollenbesetzung, alle beteiligten leisten einen guten Job.

[Technik]
Der „Admiral“ besticht von Beginn an durch sehr lebhafte und kontrastreiche Farben, die in sich ruhig und sauber wirken. Sehr warme Farben gibt es vor allem in den Sequenzen, in denen das zwischenmenschliche Miteinander im Vordergrund steht. Die sauberen Konturenzeichnungen ermöglichen ausreichend bis viele Detailzeichnungen. Auch ähnlicher Qualität sind die computergenerierten Szenen, sie sind ganz gut eingebettet in das restliche Geschehen und runden das Angebot angenehm ab, ohne unrealistisch und konstruiert zu wirken. Kompressionsartefakte treten nicht auf den Plan. Das Seitenformat des 1080p-Bildes bemisst sich auf ein Ratio von 2.35:1.

Tonal versucht sich der Titel „Admiral“ mit einem DTS HD 5.1-Ton, wahlweise in den Sprachfassungen Deutsch und Russisch. Optionale Untertitel finden wir in deutscher Fassung zusätzlich vor. Der Titel bietet einen gelungenen Mix aus Höhen und Tiefen, Musik und Surround-Effekten und einer guten Verständlichkeit. Insbesondere die Momente kriegerischer Auseinandersetzungen auf hoher See gelangen auch akustisch gut: es entsteht eine räumliche Weite und die hinteren Kanäle des Soundtracks werden ordentlich genutzt. Der Bass stimmt und auch die Höhen stellen kein Ärgernis dar.

[Fazit]
Ich war angenehm überrascht von „Admiral“ im High Definition Gewand und einer technisch hochwertigen Abbildung auf Blu-ray Disc. Denn inhaltlich kann es der Titel auf einer Laufzeit von rund 124 Minuten mit vielen Mitbewerbern im gleichen Gewässer aufnehmen. Hin und wieder eine Spur zu nah an Hochglanz und Sterilität, ansonsten wirklich gut. Nicht so gut, die Ausstattung, denn hier gibt es nichts nennenswertes vorzufinden, das enttäuscht schon etwas und strahlt auf die Gesamtbewertung entsprechend aus. Der Erscheinungstermin liegt mit dem 26. November in Naher Zukunft. Man legte die Altersfreigabe bei ab 16 Jahren fest, was angesichts der Fratze des Krieges auch einfach passt.

Andre Schnack, 22.11.2010

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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