Afro Samurai – Resurrection Director’s Cut

Animation/Action/Adventure/Science-Fiction/Fantasy
Animation/Action/Adventure/Science-Fiction/Fantasy

[Einleitung]
Der Hip Hop-Highlander ist wieder da. Und es wird wieder blutig, so viel steht fest. Wir sprechen über den Afro Samurai, der in die zweite Runde auf High Definition Blu-ray Disc geht. Von universumfilm erscheint „Afro Samurai – Resurrection Director’s Cut“ (Originaltitel: Afro Samurai: Resurrection) von 2009 im Handel. Ein Animationswerk von Regisseur Fuminori Kizaki und Drehbuchautor Takashi Okazaki im Stile der fünfteiligen Serie. In den führenden Rollen sehen wir Zeichentrickfiguren, durch namhafte Stimmen zum Leben erweckt. Beteiligt dabei niemand weniger als Samuel L. Jackson, Lucy Liu und Mark Hamill. Diese universumfilm Blu-ray Disc konnten wir genauer unter die Lupe nehmen und berichten.

[Inhalt]
In dem Sequel zu „Afro Samurai“ ist der wortkarge, aber dafür umso coolere Samurai erneut auf der Suche nach dem Stirnband-Nummer-1, dass dem Besitzer Macht und Ehre verleiht. Einige Jahre sind nach den Ereignissen des letzen Kampfes ins Land gezogen. Nach dem Erreichen seines Ziels hat Afro (Samual L. Jackson) Frieden gefunden. Dieser währt allerdings nicht lange. Die Geister der Vergangenheit scheinen ihn wieder einzuholen, denn plötzlich taucht die Schönheit Sio (Lucy Liu) mit ihrem Komplizen auf, um Rache an seinen begangenen Gräueltaten zu üben. So begibt sich Afro Samurai wieder auf den blutigen Pfad der Rache – nur, dass er diesmal selbst im Visier steht!
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
Wesentlicher Unterschied zur Serie des „Afro Samurais“ ist jene, dass es sich bei „Resurrection“ keinesfalls um eine Episoden-Serie handelt, sondern vielmehr um einen waschechten Animations-Film mit der Laufzeit eines üblichen Spielfilms. „Afro Samurai – Resurrection“ bietet eine nahezu nahtlose Anknüpfung zur Story der fünf vorherigen Episoden. Erneut sieht sich Afro gezwungen auszurücken, um vielen großes Übel zu bescheren, damit er letztlich in den Besitz des relevanten Stirnbands Nummer Eins gelangt. Sein quasselige Begleiter ist auch wieder mit von der Partie. Doch damit längst nicht genug. Dieses Mal ist auch eine Frau mit im Spiel…

Ha, aber hier sei nun aufgepasst. Denn für Romanzen ist hier kein Platz. Diese Frau führt Böses im Schilde, sie zieht die Fäden im Hintergrund und bietet dem schwarzen Samurai die Stirn, und keinesfalls eine verborgene Verbundenheit, Anziehung oder gar Liebe. An Stelle dieser positiven Gedanken rücken martialischste Auseinandersetzungen, zumeist mit dem Schwert. Jene enden oftmals in wahren Blutbädern, optisch opulent inszeniert und wahrlich ansehnlich gezeichnet. „Afro Samurai“ macht mit dem weiter, was er im ersten Feldzug begann.

Der Afro Samurai wirkt erneut ausgesprochen lässig, cool und gefasst. Er metzelt alles nieder, mehr oder weniger mit lockerer Hand, was sich ihm und seiner Mission in den Weg stellt. Alles, auch die noch so sexy ausschauende und boshaft erotisch anmutende Trulla mit Rachegelüsten. Da kennt er nichts… Der Feldzug gegen Hunderschaften hässlicher und kampfeswütiger Schergen ähnelt nicht nur optisch der Serie sehr, auch inhaltlich erleben wir einen vergleichbaren Aufbau und Ablauf. Man setzte auf bewährtes und umsorgt den Zuschauer mit hochwertiger Animationskunst.

[Technik]
Es sind zwei Jahre vergangen, als der Samurai mit Kippe (oder ist es doch ein Joint?) und Schwert seiner Rache frönte. Hat sich technisch etwas getan? Nein, allerdings ist die visuelle Darbietungs-Qualität nach wie vor sehr hoch. Zum Teil gibt es ganz wunderbare Aufnahmen, eine Kantenschärfe, die sich nur selten in solchen Werken einzustellen vermag und eine Sauberkeit, die sich auf dem höchsten Niveau befindet. „Afro Samurai – Resurrection“ gefällt durch klare Farben, wunderbare Kontraste und herrlich harmonische Bilder mit weichen Verläufen, dann jedoch wieder klaren Konturen und einem gesunden Detailgrad. Rauschen oder Mangel in der Kompression gibt es nicht und wir erhalten ein fehlerfreies Geschehen vorgesetzt.

Tontechnisch muss sich der Afro Samurai keinesfalls verstecken. Egal wie wortkarg der Haupt-Charakter auch ist, die Folgen seiner martialischen Ausbrüche können akustisch für gute Unterhaltung sorgen. Tonale Leistungen erfolgen im Format DTS 5.1 HD Master Audio, wahlweise in den Sprachfassungen Englisch und Deutsch. Durch die coolen Dialoge im Kontrast zu den blutdurchtränkten Martial Arts-Einlagen entsteht eine spezielle Atmosphäre, deren man sich nur schwer entziehen kann. „Afro Samurai – Resurrection“ weist – wie bereits in den fünf Episoden zuvor – einen ausgesprochen lockeren Music-Score auf. Für den Soundtrack zeichnet The RZA verantwortlich, und die leisteten erneut ganze Arbeit! Untertitel: Deutsch.

[Fazit]
Wir erhalten mit dem Blu-ray Disc Titel „Afro Samurai – Resurrection Director’s Cut“ einen gelungenen Anime vor die Augen. Der Titel ist nicht als Serie konzipiert, sondern spielt seine Kraft als normaler Spielfilm aus, eben nur in fernöstlich gestalteter Zeichentrick-Kunst. Es gibt in diesem „Teil 2″ sogar etwas nacktes Fleisch und weibliche Reize suchen sich ihren Weg über gezeichnete Linien zum über 18jährigen Publikum. Das alles läuft rund 101 Minuten und findet Platz auf einer einseitigen, zweischichtigen Blu-ray Disc mit 50 GB Kapazität. Bonusmaterial gibt es auch, und zwar in Form der folgenden Features:

– East Meets West Part 1
– East Meets West Part 2
– Afro Samurai in Depth
– Meet the RZA
– Comic Con San Diego
– Commentary with Kizaki Okazaki, Hori, Hayashi, Ijima
– Afro Samurai: The Game
– DynamicHD-Live Features

Wie bereits bei der ersten Blu-ray von „Afro Samurai“, so gibt sich auch diese zweite Disc sehr löblich was die Ausstattung betrifft. Es beginnt beim hübsch illustrierten Wendecover und endet bei den vorgenannten Materialien, die allesamt zu unterhalten verstehen. Dies geschieht auf einer Laufzeit von weiteren knappen 106 Minuten allein für die Extras, sehr gut. Wer den Afro Samurai mag, der muss sich auch diese Disc genauer ansehen. Erscheinungstermin war der 31. Juli, der Preis liegt bei rund 27,- Euro. Seine Gegner sind noch tödlicher als bislang, doch er ist hart, sehr hart. Schaut ihn euch an…!

Andre Schnack, 19.08.2009

  Film/Inhalt
:
  Bild
:
  Ton
:
  Extras/Ausstattung
:
  Preis-Leistung
: