Das perfekte Verbrechen

Crime/Drama/Mystery
Crime/Drama/Mystery

[Einleitung]
Ich schätze gut gemachte Thriller sehr. Ende der 90er Jahre war ich in fester Hand dieses Genres und verzehrte viel Kost aus diesem Bereich. „Das perfekte Verbrechen“ (Originaltitel: Fracture) ging dann im Anschluss irgendwie an mir vorbei. Dabei frohlockt die US-amerikanische und deutsche Koproduktion mit großen Namen. Sir Anthony Hopkins sowie Newcomer Ryan Gosling spielen in den führenden Rollen vor der Kamera, welche dirigiert wurde nach den Vorstellungen von Gregory Hoblit. Das Drehbuch zum Titel schrieben Daniel Pyne und Glenn Gers gemeinsam. Ich konnte mir die High Definition Version aus dem Apple iTunes Store des Films genauer anschauen und berichte.

[Inhalt]
Ein junger Bezirksstaatsanwalt (Ryan Gosling) versucht einen pedantischen Bauingenieur (Anthony Hopkins) des Mordes zu überführen. War er tatsächlich der Täter und hat den vermeintlich perfekten Mord an seiner Frau begangen, oder steckt noch viel mehr dahinter? Ein perfides Katz-und-Maus-Spiel beginnt.
(Quelle: iTunes)

[Kommentar]
Mit „Das perfekte Verbrechen“ fühlte ich mich gleich an Titel wie „Die Tochter des Generals“ oder „Ein perfekter Mord“ erinnert, denn auf dem ersten Blick ähneln sich im groben die inhaltlichen Ausrichtungen. Und es scheint noch mehr Analogien zu geben, die jedoch weniger überraschend sind, als vorerst angenommen. Denn auch hier liegt das Geheimnis des Erfolgs des Films natürlich auch zu einem großen Teil an den darstellerischen Leistungen. Allen voran sind hier natürlich Sir Anthony Hopkins und Ryan Gosling genannt. Sie verkörpern sehr gelungen und darstellerisch praktisch dicht und lückenlos die beiden Gegenpole der Story.

Natürlich sehen wir immer ein bisschen Dr. Hannibal Lecter, wenn wir Mr. Hopkins vor der Kamera in einem Thriller erblicken. Zu sehr hat Hopkins dieses Bild geprägt. Und doch kann er hier seine Fähigkeiten nutzen, um an der Seite eines hervorragenden Cast zu begeistern und einen Thriller mit einer sehr dichten und intensiven Spannung zum Leben zu erwecken. Keinesfalls minder gut oder wichtig sind die weiteren Figuren, ebenfalls gelungen besetzt. Aufbau und Ablauf der Geschichte sind sehr gut und überzeugen auf ganzer Linie. Der wahre Bringer liegt hier im Drehbuch verborgen. Toll erzählt und mit einem wahrlich sehenswerten Ende ausgestattet.

[Technik]
Die Bilder sind technisch und stilsicher umgesetzt. So wie es sich auch gehört, wenn man den inhaltlichen Bezug zur Technik herstellen kann. Passend zum Thema gibt es in den dramatischeren Momenten auch entsprechende Stilmittel gereicht. Da wäre die schattige Dunkelheit, Regen und desillusioniert dreinschauende Gesichter. Schonmal gut soweit. Doch es geht darüber hinaus noch weiter. Dem 2.35:1-Geschehen fehlt es an nicht vielem. Eine gesunde Kantenschärfe, ausreichend Bilddetails und eine gesunde, plastische Wirkung stehen dem High Definition-Bild sehr gut. Da stört es nur wenig, wenn hier und dort etwas Unschärfe auftritt. Kompressionsartefakte oder andere Verunreinigungen treten hingegen nicht auf den Plan.

Tontechnisch kommen einige Momente zur Geltung, die auch inhaltlich eine relevante Rolle besitzen. Sehr auf den Bedarf der Story ausgerichtet spielt der Surround-Sound eine eher untergeordnete Tragweite und konzentriert sich auf die wesentlichen Sound-Merkmale. „Das perfekte Verbrechen“ gibt neben der Dialogstärke vor allem eine musikalische Seite von sich Preis. Dafür suche ich nach nennenswerten Surround-Einlagen vergebens. Denn hier herrscht weitgehend durchschnittliches Niveau vor. Eingeschränkt ist in diesem Bereich des Downloads auch die Ausstattung. Denn neben einem deutschsprachigen Dolby Digital 5.1 gibt es nichts vorzufinden, was ich hier nennen könnte. Schade, da bietet jede andere Fassung mehr.

[Fazit]
Kommen wir zum Schluss dieses Reviews. Abschließen möchte ich durchweg lobend für den Film und seine wirklich hervorragend erzählte Geschichte. Auf einer Laufzeit von rund 113 Minuten besticht der Titel durch grandiose darstellerische Performance, und eben diese verwoben in einer bindenden, sehr spannenden Erzählung. Doch damit muss der Käufer dann auch ausreichend Vorlieb nehmen, denn so gibt es eben keinerlei zusätzliche Ausstattung. Im Handel ist der Titel bereits schon einige Zeit, die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren. „Das perfekte Verbrechen“ kostet in der getesteten HD-Version rund 6,- Euro und nimmt dabei 3,71 GB Kapazität ein.

Andre Schnack, 18.12.2014

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★☆☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆