Dune

Action/Science-Fiction
Action/Science-Fiction

[Einleitung]
Universal bescherte und 1998 David Lynchs (Twin Peaks) Kultstreifen „Dune“(1984) mit einem wahren Staraufgebot. Unter anderem sind Kyle MacLachlan, Jose Ferrer, Patrick Steward, Sting und Jürgen Prochnow zu bewundern.

[Inhalt]
In einer fernen Zukunft kämpfen zwei rivalisierende Häuser um die Macht im Universum. Die edlen und guten Atreides unter der Führung des Herzog Leto Atreides (Jürgen Prochnow) und seines Sohnes Paul (Kyle MacLachlan). Und auf der anderen Seite die skrupellosen und bösen Harkonnen, die von Baron Vladimir Harkonnen (Kenneth McMillan) und seinen Neffen befehligt werden. Beide Parteien versuchen die Kontrolle über den Planeten „Dune“ und die Spice-Produktion zu erlangen – denn wer das „Spice“ kontrolliert, beherrscht das Universum. Der Imperator (Jose Ferrer) unterstützt die Harkonnen, und mit seiner Hilfe werden die Atreides geschlagen und Herzog Leto getötet. Lediglich Paul und seiner Mutter Jessica gelingen die Flucht. Sie finden Zuflucht bei den Fremen, einem Volk das den Wüstenplaneten unterirdisch bewohnt. Im Laufe der Zeit baut Paul, den die Fremen „Muhadip“ nennen, eine schlagkräftige Armee auf, mit deren Hilfe er sich an den Harkonnen rächen und die Kontrolle über „Dune“ zurückerlangen will. Nach und nach entdeckt er die schlummernden Kräfte die in ihm ruhen und es kommt zum alles entscheidenden Kampf.

[Kommentar]
„Dune“ basiert auf dem Bestseller „Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert und führt den Zuschauer in eine fremde Welt, die selbst heute neben Klassikern wie „Star Wars“ oder „Star Trek“ nicht an Faszination verloren hat. Der Bilder schaffen es, eine ganz eigene Atmosphäre aufzubauen. Dies gelingt durch das eigenwillige Produktionsdesign, daß durch eine Mischung aus klassischen und modernen Elementen geprägt wird. Gut bekannt sind auch die Sandwürmer die aufwendig in Szene gesetzt wurden, und im Film eine Länge von mehreren hundert Metern erreichen können. Kleinere Versionen, die aber eindeutig von diesem Monster inspiriert wurden, können wir in dem Film „Im Land der Raketenwürmer“ wieder treffen. Der Soundtrack von „Toto“ paßt hervorragend und unterstreicht sehr gut die Atmosphäre – ein wirklich sehenswerter Film mit vielen mystischen Elementen. (Es gab noch eine längere Version dieses Filmes für das Fernsehen, die von David Lynch nicht autorisiert wurde.)

[Technik]
Die Umsetzung alter Filme birgt viele Probleme. Doch bei „Dune“ wurde gute Arbeit geleistet und so erstrahlt das Bild scharf, kontrastreich und brillant wie nie in 2.35:1 zuvor.

Aber auch die Soundumsetzung ist gut gelungen und präsentiert sich sowohl in englischen 5.1 als auch in französischen Surroundsound. Die Kanäle sind gut voneinander getrennt und liefern ein weites Klangfeld. Leider trifft das nicht immer auf die hinteren Boxen zu, doch tut das dem Filmgenuß keinen Abbruch – die Soundkulisse bleibt trotzdem beeindruckend. Die Untertitel sind sowohl auf Englisch als auch auf Spanisch zuschaltbar.

[Fazit]
Universal bringt mit „Dune“ eine DVD auf den Markt, die das Medium gut nutzt aber nicht voll ausschöpft. Neben dem Film finden wir auf der Scheibe noch Hintergrundinformationen zum Dreh, eine Bio- und Filmographie der Hauptdarsteller und den schon obligatorischen Trailer. Die etwa 136 minutenlange Single-Layer Disc wechselt für etwa 65 DM (Listenpreis 25$) den Besitzer – für Fans des Kultstreifen und die, die es noch werden wollen, ein Muß.

Sven Preuß, 02.02.2000

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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