Gänsehaut

Comedy
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[Einleitung]
Lustiges kommt oftmals gut an. Und da Halloween leider schon vorbei ist, widmen wir uns einfach knapp einem Monat später einem Film, der eine gute Titulierung hat, wenn es ums Thema Grusel geht: „Gänsehaut“ (Originaltitel: Goosebumps) von Regisseur Rob Letterman entstand 2015 als US-amerikanische und australische Koproduktion. In den führenden Rollen sehen wir hier Jack Black, Odeya Rush, Halston Sage und weitere. Das Drehbuch schrieb Darren Lemke nach einer Geschichte von Scott Alexander und Larry Karaszewski. Mir lag die High Definition Blu-ray Disc-Fassung des Films vor. Mal schauen, ob es schaudert.

[Inhalt]
Zach Cooper (Dylan Minnette) ist nicht gerade begeistert, als er in eine Kleinstadt umziehen muss. Doch als er die neue Nachbarin Hannah (Odeya Rush), kennenlernt und in Champ (Ryan Lee) einen guten Freund findet, ist alles gar nicht mehr so übel. Hannah ist die Tochter des mürrischen R. L. Stine (Jack Black), Bestsellerautor der Grusel-Buch-Reihe Gänsehaut.

Stine hütet ein gefährliches Geheimnis: Die Monster, die seine Geschichten berühmt gemacht haben, sind echt und Stine beschützt seine Leser vor ihnen, indem er sie in die Bücher einsperrt. Als die Monster unglücklicherweise entkommen können, stiften sie Chaos und Verwüstung in der Stadt. Zach, Champ, Hannah und ihr Vater haben alle Hände voll zu tun, die schaurigen Kreaturen wieder in die Bücher zu verbannen!
(Quelle: Sony Pictures Home Entertainment)

[Kommentar]
„Odd Thomas“ oder „Jumanji“, „Zathura“ und … ok, es langt. Offensichtlich gibt es einige Filme, die nach dem „Nachts im Museum“-Motto funktionieren, dazu gehört auch „Gänsehaut“ von Rob Letterman. Durch Leichtsinn und einen aufkeimenden Beschützerinstinkt verursachen die Teenager eine anfänglich noch überschaubare Katastrophe, die dann jedoch komplett aus dem Ruder gerät. Wäre das nicht so, dann würde es hier auch nichts zu sehen geben. So aber gibt es eine ganze Menge weniger gut gelaunte Figuren aus dem Gruselkabinett.

Sie sind praktisch das Herzstück dieser Special-Effects Orgie. Und um sie herum wurde dann die Geschichte gesponnen, die wir hier mundgerecht und ohne große Herausforderungen verabreicht bekommen. Das Rollenverständnis ist recht einfach, die Komplexität und inhaltliche Tiefe sehr überschaubar und der Unterhaltswert dabei jedoch überraschend hoch. Das liegt daran, dass wir es mit fantastischen Wesen und mysteriösen Kreaturen zu tun bekommen. Tieferer Sinn oder aber irgendein erkennbares Ziel blieben mir verborgen. Einfach und gut. Das ging hier auch nochmal ganz gut und die Unterhaltung erfolgt kurzweilig.

[Technik]
Warme Farben und ein hoher Kontrast sorgen für plastische und angenehm deutliche Bilder. Selbst die vielen computergenerierten Elemente und Situationen tun dem Geschehen keinen Abbruch. Das hohe Tempo zieht sich durch den gesamten Film. Schnitte und Kameraschwenks stellen keinerlei Probleme dar und werden mit überwältigender Sicherheit gemeistert. Alles kann sich wirklich so präsentieren, dass ein positiver Eindruck verbleibt. Oft sind es die warmen Farben und harmonischen Einstellungen, die mich überzeugten. Die Kompression des 1080p Transfers im Format 2.40:1 ist sauber und erfolgt sauber und sorgsam.

Deutsch, Englisch und Französisch ertönen wahlweise im Format DTS-HD MA 5.1 aus den angeschlossenen Quaken, ergänzt um optional hinzu zu schaltende Untertitel in gleich sechs Sprachen. Alles hinterlässt in diesem Bereich einen soliden und ordentlich angerichteten Eindruck. Die Königsklasse wird dabei klar verfehlt, es mangelt nicht an Potenzial, doch an einer bahnbrechenden Umsetzung. Mir gefiel die hohe Dynamik und die Qualität und Fehlerfreiheit. Die Momente, in denen schreckhafte Menschen auf der Couch aufspringen, sind hier gut gelungen.

[Fazit]
„Gänsehaut“ hat sich bei mir hoffentlich auch sehr wohl gefühlt. Mir hat das Ensemble, die heitere und doch sehr einfache Geschichte und die technische Brillanz bei der Umsetzung gut gefallen. Die Laufzeit von rund 103 Minuten verrinnt sehr schnell. Die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren. Wer sich nett bespuken lassen möchte, der findet hier eine lustige Alternative zu „Nachts im Museum“ und Konsorten. Erschienen am 9. Juni 2016, kostet heute knapp unter 10,- Euro und macht Laune. Vor allem, weil auch noch folgende Extras dabei sind:

– Alternativer/s Anfang und Ende
– Entfallene Szenen
– Outtakes
– Alles über Slappy
– So wird man zum Monster!
– Casting-Galerie
– Wie man ein Gänsehaut-Monster überlebt – für Anfänger
– Seltsame Dinge geschehen… am Set

Andre Schnack, 15.12.2016

Film/Inhalt:★★★★☆☆ 
Bild:★★★★★☆ 
Ton:★★★★★☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆