High Fidelity

Comedy/Drama/Music
Comedy/Drama/Music

[Einleitung]
Ich halte diesen Film für ein ganz großartiges Stück. Soviel vorweg. Und nicht zuletzt auch ein wenig aus diesem Grund aktualisierte ich den Kommentar zum Review in diesem Artikel nicht. Vielmehr beziehe ich mich eins zu eins auf ihn mit Datum vom 11. Oktober 2001. Der Rest ist neu, so wie es auch bei der mir vorliegenden High Definition Blu-ray Disc aus dem Angebot von Walt Disney Studios Home Entertainment) der Fall ist. In den führenden Rollen sehen wir dazumal, 2000 war das Herstellungsjahr, sowie heute: John Cusack, Iben Hjejle, Todd Louiso, Jack Black und Lili Taylor. Gearbeitet hat Regisseur Stephen Freaks nach einem Drehbuch, an dem D.V. DeVincentis, Steve Pink, John Cusack und Scott Rosenberg auf Basis eines Romans von Nick Hornby.

[Inhalt]
Spritzig, witzig, lebensecht: Top-Regisseur Stephen Frears (Gefährliche Liebschaften, Grifters) inszeniert in dieser charmanten Komödie das Lebensgefühl einer ganzen Generation. In der Hauptrolle brilliert John Cusack (Being John Malkovich) als frischgebackener Single Rob. Knall auf Fall lässt ihn seine Freundin Laura (Shooting-Star Iben Hjejle) sitzen. Die Chance für Rob, sein Leben, seine Plattensammlung und seine Liebschaften neu zu sortieren. Doch Laura schafft es nicht mal auf seine ewigen Top-Five der unvergesslichen Trennungen. Da gab es die kesse Alison, die süße Penny, sexy Charlie…

Rob folgt einfach dem Rat seines Idols Bruce Springsteen und ruft alle seine Ex-Freundinnen nochmal an, was sich aber als sehr gewagtes Unterfangen erweist. Wie schon der Bestseller von Nick Honrby überzeugt auch der Film mit entwaffnender Ehrlichkeit und messerscharfem Charme. Eine Geschichte über Beziehungen, die Angst sich zu binden, das Gefühl, endlich erwachsen zu werden und die Liebe – feinfühlig, nachvollziehbar und von großartiger Ironie.
(Quelle: Walt Disney Studios Home Entertainment)

[Kommentar]
Früher schaute ich als Kind des Öfteren ins Auto, um nach der Uhrzeit zu sehen. Aus heutiger Sicht ein Prozess, der ausgedient hat und nicht mehr vonnöten ist. Praktisch hat man immer ein Handy, oder heute auch Smartphone genannt, dabei.

„High Fidelity“ ist ein sehr persönliches Werk vom oftmals unterschätzten Darsteller- und Filmemacher-Talent John Cusack. Allerdings ist die durchaus unterhaltsame Geschichte nicht auf seinem Mist gewachsen, sondern nach einem Roman von Nick Hornby entstanden. Als alleinstehender Film betrachtet steht er auch wirklich gut dar. Es gibt viel zu lachen, komische Szenen, gute Darsteller und eine interessante und gut umgesetzte Geschichte vor die Augen. Und auf die Ohren gibt es auch einiges, da der Film durchwachsen ist von guten Tönen und vom viel seiner Stimmung und Atmosphäre aus dem Soundtrack zieht.

Der Stil der Inszenierung ist ebenfalls erwähnenswert. Rob erzählt uns seine missglückten Liebesbeziehungen direkt, d.h. er spricht zum Betrachter in die Kamera. Mit zahlreichen Rückblenden und einem Hang zur Komik – letztlich auch durch die Cameos bekannter Darsteller – bestückt bohrt sich „High Fidelity“ in die Herzen derer, die das Buch nicht kennen. Vielleicht liegt der Film denen nicht so, die das Buch gelesen haben, was ich allerdings nicht beurteilen kann. Doch eines steht fest: dieser Film hebt sich angenehm von den Durchschnitts-Liebeskomödien der letzten Jahre ab.

[Technik]
Ich habe diesen Film von Beginn an lieb gewonnen. Es liegt an der Art und Weise, wie er seine Geschichte erzählt und vor allem auch daran, wie dies alles dann noch von der rechten musikalischen Begleitung unterstrichen und intensiviert wird. Herrlich anzuschauen und eben auch anzuhören. Was mit Sicherheit und leider bei Weitem nicht Standard heutzutage ist. „High Fidelity“ bereitet viel Freude, auch hier auf der technischen Seite. Der 1080p Transfer zeigt sich ordentlich und ergiebig, was die Details betrifft. Auch die Kantenschärfe des 1.85:1 Bilds geht in Ordnung. Kompressionsartefakte oder Verunreinigungen treten nicht in störenden Maßen auf.

Richtig gut, also richtig richtig gut ist der vorliegende Film in seiner originalen Sprache, also dem US-amerikanischen Ton hier. Diesen gibt es, genau wie die deutsche Synchronfassung, mittels DTS-HD 5.1-Surround Sound an die Ohren. Französisch und Portugiesisch hingegen sind in Dolby Digital 5.1 auf der Disc vorzufinden, Spanisch in Dolby Digital 2.0. Untertitel wiederum finden wir in den folgenden Sprachen vor: Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch. Ja, nun ist es genug der Aufzählung. Und ja, ich fühlte Surround Sound, vor allem durch den Music-Score.

[Fazit]
„High Fidelity“ bietet eine Laufzeit von rund 114 Minuten zum besten. Der Titel aus dem Jahr 2000 aus den Vereinigten Staaten besticht vor allem durch seinen Erzählungsstil und die Geschichten, von denen berichtet wird. Einfach toll, da es den Film nahezu wir ein Buch mit Musik erscheinen lässt. Hervorragende Darsteller und gute Mucke. Prima. Die Bedienung geht gut von der Hand, sie offeriert auch folgendes Bonusmaterial:

– im Gespräch mit Autor/Produzent John Cusack
– im Gespräch mit Regisseur
– Stephen Frears
– zusätzliche Szenen
– Kinotrailer

Die Extras bieten nun keinesfalls die innovativste Extra-Meile, die ich mir zu einem solchen Film vorstellen kann. Immerhin erhalten die Freunde des Blicks hinter die Kulissen einige Informationen zur Entstehung des Titels. Die zusätzlichen Szenen gefielen mir ebenfalls gut. „High Fidelity“, meines Erachtens zeitlos in der Wirkung und seinem Charme, ist ab dem 20. Februar im Handel zu haben. Die Altersfreigabe liegt bei ab 12 Jahren. Der Preis hingegen ist mit 17,- Euro nicht niedrig.

Andre Schnack, 24.02.2014

Film/Inhalt:★★★★★☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★★☆☆ 
Preis-Leistung★★★★☆☆