The Musketeer

Action/Adventure/Drama
Action/Adventure/Drama

[Einführung]
2001 erschien mit Peter Hyams „The Musketeer“ eine weitere Dumas-Musketiere-Ausschöpfung in den Kinos. Regisseur Peter Hyams versuchte mit Justin Chambers in der Hauptrolle eine actiongeladene Umsetzung eines Drehbuchs aus der Feder von Gene Quintano. Tim Roth (Pulp Fiction) mimt nach dem Planet der Affen ein weiteres Mal den gemeinen und hier etwas bildpräsenzarmen Bösewicht. In weiteren Rollen: Catherine Deneuve, Mena Suvari, Stephen Rea und Justin Chambers. Diese Code2-Disc erscheint von mcone, media cooperation one.

[Inhalt]
Im 17. Jahrhundert in Frankreich, der Zeit von König Ludwig XIV. (Daniel Mesguich), geschieht nicht viel Gutes – aus der Sicht der loyalen Leibgarde des Throns: der Musketiere. Der Monarch erscheint als Strohpuppe des kirchlichen Oberhauptes (Stephen Rea), die ehemals geschätzten Musketiere genießen kaum noch Anerkennung. Unter der Obhut des schon vom Alter gezeichneten Planchets (Jean-Pierre Castaldi) wurde der junge D’Artagnan (Justin Chambers) zu einem waschechten Musketier ausgebildet. Doch D’Artagnans Absichten sind nicht nur ehrenhaft und dem Dienste der Monarchie verschrieben, sondern auch der Rache für den brutalen Mord an seinen Eltern. Doch vorerst gilt es die dunklen Machenschaften des Kardinals zu vereiteln, denn dieser spielt mit dem leicht zu beeinflussenden König ein politisch riskantes Spiel. Sein düsterer Gefährte (Tim Roth) geht dabei über Leichen – allzu gerne. Zusammen mit Aramis, Porthos und Athos greift D’Artagnan zum Degen und zur Tat. Und es kommen Abenteuer und die große Liebe auf ihn zu…

[Kommentar]
Wenn es doch bloß immer so einfach wäre – ist es aber nicht. Hyams hat Ideen, und keine schlechten. Doch leider wurden hier viele Patzer bei der Umsetzung produziert. So bildet leider der nicht mit sonderlich viel Filmminuten ausgestattete Gegenspieler – in Form eines elegant überzeugenden Tim Roths – den Schwerpunkt im Cast, und nicht der eigentliche Held der Geschichte, Justin Chambers. Dem fehlt es einfach an Charisma und erkennbarer Ausrichtung, dafür ist er nett anzusehen (für das weibliche Publikum). Weiter geht es mit der vorhersehbaren und mit wenig Überraschungen ausgestatteten Geschichte: auch sie kann nicht recht überzeugen und geizt mit Spannung. Doch Licht im Dunkel. Zumindest dann, wenn Fiesling Roth erscheint oder aber die Actioneinlagen eines Xin-Xin Xiong einsetzen. Letztere erheben zwar kaum Anspruch an jedweden Realismus, wirken sehr frisch, dynamisch und unterhaltsam. Darüber hinaus gibt es eine ausreichend gelungene, mitunter etwas düstere aber stimmungsvolle Ausleuchtung und genug übertünchende Martial-Arts-Degen-Action.

[Technik}
Der anamorphe 2.35:1 Originalformat weist überwiegend einen kräftigen Kontrast und eine ausreichende Kantenschärfe auf. Auch der Kontrast kann überzeugen, wenn auch ab und an etwas zu viel Schwarzton regiert. Manchmal wird der Betrachter mit einem leichten bis mittelschweren Rauschen konfrontiert, ab und an lässt auch die Kantenschärfe unter solchen Umständen zu wünschen übrig. Insgesamt jedoch zählen vor allem die knackige und plastische Gesamtwirkung und die Farbgebung zu den Pluspunkten des Transfers. Da stört nicht sehr, dass in den dunklen Bereichen kaum Details auszumachen sind.

Unterlegt werden die feinen Degenkämpfe mit einem Mehrkanalton im Format Dolby Digital 5.1, 2.0 oder aber DTS 5.1 in deutscher Sprache oder in Form englischsprachiger Dolby Digital 5.1- und 2.0-Soundtracks. Augenmerk wurde dabei auf eine sehr effektlastige und dynamische Front gelegt, was die hinteren Kanäle leider etwas in Vergessenheit geraten ließ. Schwungvoll und nicht arm an Räumlichkeit kommen gerade die Actioneinlagen recht gut zur Geltung, die Dialoge bleiben dabei stets rauschfrei und klar verständlich. Untertitel gibt es optional in deutscher Sprache.

[Fazit]
Peter Hyams bringt uns mit „The Musketeer“ einen Popcorn Film, der nicht gerade Tiefgang und Glaubwürdigkeit zu seinen Stärken zählt. mcone bringt uns mit dem FSK 12 freigegebenen und rund 100minutenlangen Film auch keine sonderlich tolle DVD – schade. Es handelt sich bei dem Medium um eine einseitige Dual-Layer-Disc (DVD Typ 9). Wo Bild und Ton noch Gefallen verursachen, versagt die Ausstattung hingegen. Hier gibt es gerade einmal Programmhinweise, Biografien und Trailer, das war es dann auch schon. Wer tierisch auf Musketiere steht oder die Darsteller mag, der sollte mal einen Blick wagen. Die Disc ist seit dem 30. Juni in Videotheken zu leihen und erscheint am 30. August als Kauf-Version.

Andre Schnack, 30.06.2003

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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