The Transporter Refueled

Action/Crime/Thriller
Action/Crime/Thriller

[Einleitung]
Ich denke, dass es eine mutige Aktion ist, wenn man einen neuen Transporter-Film dreht und diesen auch noch mit einem neuen Hauptdarsteller besetzt. „The Transporter Refueled“ entstand unter der Regie von Camille Delamarre, er nach einem Drehbuch von Adam Cooper, Bill Collage und Luc Besson. In der führenden Rolle sehen wir als Frank Martin ein neues Gesicht, und zwar Ed Skrein. Weitere Figuren besetzte man mit Ray Stevenson, Loan Chabanol, Radivoje Bukvic sowie Anatole Taubman. Diese High Definition Blu-ray Disc erscheint aus dem Angebot von universumfilm. Ich konnte einen genaueren Blick auf den neuesten Transporter werfen.

[Inhalt]
Knallhart, zuverlässig und immer pünktlich: in der kriminellen Unterwelt von Frankreich ist Frank Martin (Ed Skrein) nur als der „Transporter“ bekannt – der beste Fahrer, den man für Geld kaufen kann. Wenn der Preis stimmt, bringt Frank alles an seinen Bestimmungsort, lässiger Kommentar inklusive. Dabei arbeitet er streng nach drei ganz einfachen Regeln: keine Namen, keine Fragen und keine Nachverhandlungen.

Doch dann begegnet er der so geheimnisvollen wie verführerischen Anna (Loan Chabanol). Die Anführerin einer Söldnertruppe macht auf ihrer persönlichen Mission, eine Bande russischer Menschenhändler auszuschalten, vor nichts halt. Und weil sie weiß, dass Frank der beste Mann für diesen Job ist, versucht sie, ihn mit einer sehr überzeugenden Methode zu einer Zusammenarbeit zu bewegen.
(Quelle: universumfilm)

[Kommentar]
„The Transporter Refueled“ hat es mit einem richtig schweren Erbe zu tun. Denn dort, wo einst ein sehr durchschlagender Kurier seinen Platz hinter dem Steuer hatte, genau dort sitzt heute leider nur noch eine Art Abziehbild dieser Figur. Das liegt natürlich auch daran, dass alle bisherigen Filme eben mit Jason Statham aufwarten konnten und die TV-Serie schon einen abweichenden Hauptdarsteller auskommen musste. Und nun das hier. Leider ist die darstellerische Leistung hier nicht ausreichend. Selbst Frank Martin Senior vermag es dem vermeintlichen Hauptdarsteller die Show zu stehlen. Es klappt nicht so, wie man sich das wohl gedacht hat.

Die gebotene Action ist ok, allerdings haut sie nicht vom Hocker und kann eher als Standard eingestuft werden. Auch dieses Segment wurde seiner Seele beraubt, im Ergebnis bleibt ein facettenarmer und lediglich durchschnittlicher Action-Titel, der kaum durch Spannung überzeugen kann und unter einer lahmen Story leidet. Die Figuren sind flach, leider sind auch keine witzigen Dialoge mit von der Partie. Keine markigen Sprüche, und auch ansonsten ist nicht sonderlich viel hier los. Alles im allem‘ löst dieser Actionfilm keine Freude bei Fans der Filmreife aus.

[Technik]
Natürlich gibt es bei einem solchen neuen Film recht hohe Erwartungshaltungen hinsichtlich der technischen Darbietungsgüte des Films. Diesen wird der moderne Film auch weitgehend gerecht. So überliefert er die Geschehnisse mittels eines 1080p Transfers in 24p im Format 2.40:1. Liest sich auch ganz gut, schaut auch ganz gut aus. „The Transporter Refueled“ kann ein recht kühler Look nachgesagt werden. Ob Farbgebung oder Ausleuchtung, dies scheint durchaus Absicht und Stil zu sein. Die rasanten Momente des Films können den Transfer nicht Sonnenlicht herausfordern. Eine rundum solide Kost bietet sich hier zum besten. Die Kompression arbeitet sauber.

Kommen wir zum Ton. Hier brummt es ordentlich, immerhin wurde der Transporter dadurch bekannt, dass er eben so zielsicher und zuverlässig geschwind das Auto von A nach B zaubert. Hier und dort gibt das auch ordentlich Potenzial für die surround-seitige Abbildung des Films. Sie erfolgt mittels eines DTS-HD 7.1 Sounds, wahlweise in den beiden Landessprachen Deutsch und Englisch. Untertitel sind ebenfalls (in vorgenannten Sprachen) vorhanden. Rauschen, Fehler, die zu hören wären: nichts davon. Auf der anderen Seite brummt und scheppert es gekonnt, auch räumlich betrachtet. Alles in allem solide.

[Fazit]
Das alles entpuppte sich im Nachhinein als eher ernüchternd denn erfreulich. Leider leider, ist doch eigentlich dieses Film Franchise sehr gelungen und bisher auch erfolgreich gewesen. Natürlich ist dies ein wenig abhängig vom Hauptdarsteller Jason Statham. Und so sehen wir, dass es nicht unbedingt etwas bringt, wenn Luc Besson irgendwie verwickelt war oder Gelder spendierte. 96 Minuten, die eher im Rückwärtsgang unterwegs sind. Diese dann ab einer Altersstufe von 12 Jahren, mit entsprechender Action. Da ist man auch von der Reihe etwas anderes gewöhnt. Erscheinungstermin war der 4. Januar zu einem Preis von rund 13,- Euro zu haben.

Andre Schnack, 13.01.2016

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Film/Inhalt:★★☆☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★★☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★☆☆☆☆ 
Preis-Leistung★★☆☆☆☆