Wunder des Universums

Dokumentation
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[Einleitung]
Großspurig und wenig aussagekräftig, so wirkt der Titel „Wunder des Universums“ im ersten Moment auf mich. Doch ein Blick auf die Verpackung zeigt, hier wird keinesfalls oberflächiger Info-Quark erzählt, sondern eine vielversprechend klingende Fach-Sendung vermittelt. „Wunder des Universums“ setzt sich auf vier Sendungen mit Erkenntnissen auseinander, die man sich als allgemein Interessierter nicht entgehen lassen sollte. Die Sendungen erscheinen auf High Definition Blu-ray Disc aus dem Angebot von polyband. Wir konnten uns diese Blu-ray Disc Fassung der Produktion von Stephen Cooter, Christ Holt und Micky Lachmann genauer anschauen.

[Inhalt]
Es ist 13,7 Milliarden Jahre alt und erstreckt sich über 93 Milliarden Lichtjahre, mit weit über 100 Milliarden Galaxien, jede enthält mehr als Hunderte von Milliarden Sterne – das ist unser Universum.

Ein Ort so undenkbar groß und vielschichtig, dass man sich nicht vorstellen kann, es jemals in seiner Gesamtheit begreifen zu können. Doch bereits seit 2.500 Jahren versucht sich die Menschheit daran, ihm sein Geheimnis zu entlocken. DIE WUNDER DES UNIVERSUMS stellt in vier Episoden einen erklärenden Zusammenhang zwischen den gewaltigen und unergründbaren Phänomenen der kosmischen Tiefen und den alltäglichen Gegebenheiten auf der Erde her. Licht, Schwerkraft, Zeit, Materie und Energie sind die fundamentalen Bausteine für alles: von der kleinsten Mikrobe zur größten Galaxie.

Die Serie reduziert die Wissenschaft nicht nur auf Teleskop und Labor, sondern begibt sich auf Entdeckungsreise quer über unseren Planeten, von den verbrannten Ebenen Afrikas hin zu den schneebedeckten kanadischen Rockies. Erleben Sie, wie sich eine kleine Woge auf dem Ozean zu einer großen Welle entwickelt, und wie sich das in der Kommunikation des Universums widerspiegelt. Werden Sie Zeuge gewaltiger Experimente, in denen versucht wird, den schwer fassbaren Nachweis des Einen zu erbringen, welches das Universum zusammenhält.

Diese Reisen quer über unseren Planeten wer- den mit spektakulären Bildern aus dem Weltraum kombiniert. Inspiriert durch beeindruckende Bilder aus Teleskopen und computergenerierten HD-Aufnahmen liefert DIE WUNDER DES UNIVERSUMS Eindrücke von gigantischen Supernovae, Gammastrahlenexplosionen und kürzlich entdeckten Galaxien und gibt Aufschluss über die entferntesten Bereiche des Universums, nur wenige Augenblicke nach seiner Erschaffung.
(Quelle: polyband)

[Kommentar]
Tolle Animationen, Aufnahmen von Expeditionen und Dokumentationen und Interview-Ausschnitten, oftmals unterlegt von einer an sich ungewöhnlich Musik, die erstaunlich gut zum Inhalt passt. Das ist das Konzept, dem diese Sendungen hier treu folgen. Und diese Rechnung geht auf. „Wunder des Universums“ begeistert durch erstaunliche Erkenntnisse, wahnsinnige Zusammenhänge, deren Beobachtung auf Grund von Zeit nicht möglich ist. Nur die Theorie erlaubt hier vieles, was unheimlich anschaulich umgesetzt wurde und dem Betrachter mit Sicherheit Freude bereitet. Oftmals wirken die getroffenen Aussagen etwas philosophisch, ich glaube jedoch auch, dass dies hier auf dieser Ebene angebracht und angemessen ist.

Der Stil ist schon so, als das wir ständig mit möglichst hohen, gar schwindelerregenden Zahlen und möglichst spektakulären Fakten konfrontiert werden. „Wunder des Universums“ versteht sich gut in diesem Fach und umsorgt das Publikum mit einer Vielzahl an interessanten Informationen. Die Superlativen gefallen ebenfalls und wir gewinnen den Eindruck, als würden die Sendungen einen roten Faden aufweisen. Das ist gut, denn jede Folge bietet einen anderen, deutlich erkennbaren Fokus – wie schön. Außerdem sind die technischen Präsentationen tatsächlich sehr förderlich und lassen auf eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema schließen.

[Technik]
Wir widmen uns auch gerne der technischen Umsetzung, insofern sie so klare Bilder im Angebot hat, wie diese Sendungen. „Wunder des Universums“ weist viele extrem weite Aufnahmen auf, wir blicken oftmals in die schier endlos erscheinende Weite des Weltalls, klare Konturen, feine Detailzeichnungen und ein hoher Schwarzwert sowie ein gelungener Kontrast helfen uns dabei. So entstehen saubere und auch erstaunlich plastische Bilder und Sequenzen, die sich auch noch nahezu fehlerfrei ihr Stelldichein geben. Die Full HD Bilder weisen das 16:9-Format 1.78:1 auf und erfreuen sich einer gelungenen Kompression ohne Mängel.

Bieten wir der Akustik die Möglichkeit ihrer Darbietung, so stellen wir neben einem mehrkanaligen DTS HD 5.1-Sound, wahlweise in den Sprachfassungen Deutsch oder Englisch, leider fest, dass es Untertitel nicht auf den Datenträger geschafft haben. High Definition kommt hier vor allem dadurch zur Geltung, das die musikalische Begleitung, oftmals ebenfalls recht dynamischer Natur, klar und sauber vom restlichen Ton separiert ist und seine Wirkung dennoch klar und deutlich entfalten kann. „Wunder des Universums“ bietet keine sonderlich nennenswerten Effekten, die einen DTS HD Ton notwendig machen würden, dennoch tut er dem Geschehen gewissermaßen gut.

[Fazit]
BBC und polyband bieten uns eine Blu-Ray Disc, die sich mit insgesamt vier Sendungen im Rahmen und Kontext des wissenschaftlichen Kenntnisstandes, beschäftigt und auf ihre eigene Art und Weise im Markt bestehen wird. Denn die Laufzeit von rund 200 Minuten, also vier mal 50 Minuten, abzüglich der In- und Outtros, ist das ausreichend Spieldauer, um den Betrachter zu überzeugen. Inhaltlich, allerdings auch technisch, kann diese Dokumentation vollends überzeugen. Natürlich muss man dem Thema gegenüber offen sein, dies ist dann aber auch schon die einzige Voraussetzung neben den technischen Belangen der BD50. Es handelt sich erwartungsgemäß um ein Info-Programm gemäß §14 JuSchG. Erscheinungstermin war der 29. Juni.

Andre Schnack, 17.07.2012

  Film/Inhalt
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  Bild
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  Ton
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  Extras/Ausstattung
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  Preis-Leistung
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