
[Einleitung]
„Alexander der Große: Wie er ein Gott wurde“ kommt aus dem Netflix-Angebot, welches mit eigenen Mitteln produziert wurde. 2024 fertigte man die sechsteilige Dokumentations-Reihe an, und zwar im Stil einer Mixtur aus Dokumentations-Elementen und einer Art TV-History Serie. Der Originaltitel lautet „Alexander: The Making of a God“ und in den führenden Rollen sehen wir Buck Braithwaite, Mido Hamada, Agni Scott, Dino Kelly und weitere. Christopher Bell war für die Arbeiten am Drehbuch verantwortlich und die Regie übernahmen Hugh Ballantyne, Stuart Elliott und Mike Slee gemeinsam für die 6 Folgen.
[Kommentar]
Über die 6 Episoden hinweg gibt es eine Mischung aus Wissen-Dokumentation und einer Art History-TV-Serie mit vielen Darstellern, echten Sets und Kostümen und allem drum und dran. Aus der Vergangenheit habe ich nicht die besten Erfahrungen mit solchen Konzepten machen können, da die nachgestellten Szenen oftmals unter Qualitätsmangel litten. Genau genommen ist das auch hier recht ähnlich, doch sind die Ausprägungen anders. Die sehr lehrreichen Ausschnitte, in denen Experten und Wissenschaftler sowie Historiker zu Wort kommen, gefallen gut und werden kann gekonnt von dem unterstützt, was mit realen Darstellern abgefilmt wurde. Zur geschichtlichen Genauigkeit kann ich mich nicht äußern.
[Technik]
„Alexander der Große: Wie er ein Gott wurde“ bietet diese zwei recht voneinander getrennten Bild-Leistungen. Einmal sind da die Interviews, die gar nicht immer so gut ausgeleuchtet ausfallen, dafür aber ruhig sind, keine Fehler aufweisen und einfach einen guten Eindruck hinterlassen. Als zweites sind da die TV-Serien-Aufnahmen, wenn man so will. Diese könnten eine Nummer schärfer ausfallen, wenn der Anteil an Hintergrund zunimmt oder der Fokus auf andere Bildbereiche fällt. Auch sind die Konturen nicht immer sehr klar und die eingebetteten visuellen Effekte fallen als solche auch ins Auge.
Neben einem 16:9-Geschehen gibt es auch einen ordentlichen Ton an die Ohren. Dieser erklingt wahlweise in unterschiedlichen Sprachen und kann auch per Untertiteln in diesen abgelesen werden. „Alexander der Große: Wie er ein Gott wurde“ ist natürlich vor allem in den Interview-Einstellungen sehr wenig spektakulär, da es um die Vermittlung von Informationen geht. Der zweite Bereit der Reihe kann diesen Ton ein wenig weiter und besser für die Darstellung dessen, was gesehen wird, nutzen. Zu Störungen kommt es nicht.
[Fazit]
Das, was Netflix aus den jüngeren Tagen vielleicht hier und dort noch negativ anhaftet, hat bei manch anderem vielleicht nicht derart Gewicht. „Alexander der Große: Wie er ein Gott wurde“ gab mir hier und dort schon ein wenig das Gefühl, das man natürlich auch bei der Anfertigung darauf achtete, dass das Publikum gut unterhalten werden soll. 233 Minuten Laufzeit summiere sich über die Episoden auf, was knapp 4 Stunden entspricht. Die Altersfreigabe ist festgemacht bei ab 16 Jahren, da es hier teils rabiat zugeht. Wer sich im Themenumfeld noch nicht auskennt, greift vielleicht zu einer nüchternen, sachlich orientierten Dokumentation und zieht sich dann diese Serie rein.
Andre Schnack, 28.01.2026
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