The Apprentice – The Trump Story

Drama/Biography/History
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[Einleitung]
„The Apprentice – The Trump Story“ gehört natürlich für jedermann zum Programm, der entweder für oder gegen Trump ist und Jeremy Strong als Darsteller mag. So war zumindest mein erster Gedanke und Eindruck davon, was ich dort sah. Mit mehr Appetit und Dank eines Angebots erwarb ich dann recht preiswert den Titel „The Apprentice“ auf Amazon Prime Video und war gespannt. Ali Abbasi führte Regie, Gabriel Sherman schrieb das Drehbuch und in den führenden Rollen sehen wir Sebastian Stan als Trump und Jeremy Strong als sein Anwalt Roy Cohn.

Inhalt
New York in den 1970er-Jahren. Noch steht der aufstrebende Millionärssohn Donald J. Trump am Anfang seiner Karriere. Doch er ist entschlossen, den Erwartungen seines übermächtigen Vaters nicht nur zu genügen. Um dessen Zwangsjacke abzustreifen, will er in der Immobilienbranche von Manhattan auf eigene Faust anerkannt werden. Mit Roy Cohn ist der Anfang gemacht – mit wahrhaft historischen Ausmaßen.
(Quelle: Amazon Prime Video)

[Kommentar]
Roy Cohn – der Mann, der vor allem durch seine „Regel #3: niemals etwas zugeben gemacht zu haben, immer alles abstreiten“ in meinem Kopf hängen geblieben war. Seine politisch bemerkenswerte Karriere mündete in einer privaten Niederlage gegen die Krankheit AIDS – und er gab bis zuletzt vor, an Leberkrebs erkrankt zu sein. Warum ich dies erwähne? „The Apprentice“ geht vor allem auf die Beziehung zwischen Trump und Cohn ein. Es ist wichtig mehr über die Männer zu wissen, um zu verstehen.

Der Film an sich? Er macht ein wenig auf alt, nutzt dazu das angestaubte 4:3-Bildformat (Vollbild) und bietet sogar Körnung, um etwas so auszuschauen, wie eben Filme in den 90er Jahren aussahen. Die Ausstattung und die Sets gefallen, auch die Masken und Kostüme der Hauptfiguren. Hier ist es vor allem der Darsteller von Roy Cohen (Jeremy Strong), der positiv auffällt und Trump-Mimen (Sebastian Stan) ein wenig die Show stiehlt.

[Technik]
Handwerklich ist das ja alles ordentlich gelungen, wenn man die Absicht der schaffenden dahinter erkannt hat. Es soll eben ein wenig der Eindruck entstehen, als wäre man als Betrachter praktisch dabei. Oftmals ist die ausgleicht Beleuchtung nicht gut, allerdings reicht es eben aus, um einen wirkungsvollen Eindruck zu erschaffen. Kanten Schärfe, Detail, Reichtum – könnte alles etwas höher ausfallen. Das 4:3-Geschehen kommt ohne Kompressionsartefakte daher.

Ob mit dem Ton nun ein New York getroffen wurde, dass sich so anhörte, wie es sich hier anhört? Kann ich nicht beurteilen. Der Gesamteindruck ist allerdings eher der eines mit mittelmäßigen Budget gesegneten Films. Was mir nicht gefiel: die englische Sprache erfolgt ohne englischsprachige, optionale Untertitel. Untertitel gibt es nur in deutscher Sprache. Zumindest gelang die Synchronisation soweit gut, wenngleich mir die echten Stimmen mehr zusagten.

[Fazit]
„The Apprentice – The Trump Story“ kommt irgendwie wahrscheinlich zeitlich betrachtet immer recht. Klar, denn Trump ist (noch) immer in der Presse, da er eben US-Präsident ist. Alles schon sehr verrückt. Auf 122 Minuten und mit einer Altersfreigabe von ab 12 Jahren adressiert Trump sich selbst mit diesem Film und eben seine nicht immer derart lupenreine Vergangenheit – was aber heutzutage ebenfalls keine Neuigkeit mehr ist. So erleben wir hier die Trump-Story noch einmal als Spielfilm.

Andre Schnack, 05.03.2026

Film/Inhalt:★★★☆☆☆ 
Bild:★★★★☆☆ 
Ton:★★★☆☆☆ 
Extras/Ausstattung:★★★☆☆☆ 
Preis-Leistung★★★☆☆☆ 

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